Städel Blog
 

Gestern eröffnete die Ausstellung "Dark Sights" im ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung.

Um das Unheimliche in der zeitgenössischen Fotografie geht es in der Ausstellung „Dark Sights“, die ab sofort im ART FOYER der DZ BANK Kunstsammlung zu sehen ist. 60 Arbeiten zeigen Abgründiges, Düsteres und fiktive Orte des Schreckens. Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter Gegenwartskunst am Städel stellte hierfür – gemeinsam mit seiner wissenschaftlichen Mitarbeiterin Carolin Köchling – 14 Künstlerpositionen aus dem Bestand der DZ BANK Kunstsammlung zu diesem Thema zusammen. Eines wird dabei schnell deutlich: Das Unheimliche liegt nicht immer im Motiv selbst begründet, sondern entsteht in der Vorstellung des Betrachters.

Einen Monat vor der Eröffnung des Städel-Erweiterungsbaus für die Präsentation der Gegenwartskunst und nach der Wiedereröffnung des sanierten Altbaus Ende 2011 ist die Finanzierung des Gesamtprojekts abgeschlossen. Den Schlusspunkt setzte heute der Städelsche Museums-Verein mit der Übergabe eines Schecks in Höhe von drei Millionen Euro. Die Spende erfolgte dank zahlreicher Beiträge von Mitgliedern, Benefizmitgliedschaften, kreativen Veranstaltungen sowie zweier privater Großspenden in jeweils siebenstelliger Höhe.

Der Geschäftsführende Vorstand des Städelschen Museums-Verein übergibt dem Städel einen Scheck in Höhe von drei Millionen Euro. Auf dem Foto: Max Hollein, Prof. Dr. h. c. mult. Nikolaus Schweickart, Sylvia von Metzler, Priv.-Doz. Dr. Andreas Schmidt-Matthiesen, Dr. Gerhard Hess (v. l.)

Kunstspektakel oder ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus? Wie weit darf ein Künstler gehen? Diese Fragen drängen sich beim Betrachten des Films „80064“ von Artur Żmijewski auf. In seiner Videoarbeit aus dem Jahr 2004 überredet Żmijewski, der Kurator der diesjährigen Berlin Biennale, einen Auschwitzüberlebenden zum Nachstechen seiner verblassten Lagernummer. Was in den Augen einiger Kritiker eine neue Art des Erinnerns darstellt, erleben andere als obszöne Grausamkeit und Provokation.

Mit High-Speed und Helikopter

17 Schillerschüler hatten viel Spaß beim Dreh im Städel.

Gestern spielte sich Ungewöhnliches im neuen Städel-Garten ab: Eine Schar Kinder rannte ein Dutzend Mal lachend, jubelnd und schreiend über den grünen Hügel, dann surrte ein ferngesteuerter Helikopter – der sich wie ein Hummelschwarm anhörte – über die Oberlichter-Decke des Erweiterungsbaus. Was war da eigentlich los?