Städel Blog

Electromantic Night

Am Freitag, den 2. November 2012 ab 20.00 Uhr könnt ihr internationale Sounds, mitreißende Leidenschaft und die Lust am mystisch-exzentrischen Moment bei unserer Party „Electromantic Night“ anlässlich der aktuellen Ausstellung “Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst” im Städel Museum erleben.

Als „krankhaft“ bezeichnete Goethe die schaurigen Geschichten des romantischen Schriftstellers E.T.A. Hoffmann. Überhaupt hatten die Stoffe, aus denen die Vertreter der Schwarzen Romantik ihre Werke formten, nur noch wenig mit den klassisch aufklärerischen Idealen des Dichterfürsten zu tun. Das grelle Licht der Aufklärung hatte in Europa einen vernunftübersättigten Nährboden hinterlassen, auf dem sich eine Lust am Fantastischen, Abgründigen und Bösen regte. Ihre Symptome zeigten sich zuerst in der Literatur, deren Titel folgerichtig „Elixiere des Teufels“ oder „Blumen des Bösen“ lauteten. Doch der Keim war schnell übergesprungen: Zahlreiche Künstler übertrugen literarische Stoffe auf ihr Medium, gaben den dämonischen Protagonisten ein Antlitz oder ließen sich davon zu eigenen Bilderfindungen anregen.

Carl Blechen, Pater Medardus, 1826. © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie

Es ist die erste Ausstellung in Deutschland, die Raffael als Zeichner präsentiert; rund 50 Arbeiten des großen Renaissancemeisters werden im Städel zusammengetragen; selbst Queen Elizabeth II. unterstützt das Ausstellungsprojekt mit kostbaren Leihgaben aus der Sammlung Windsor. Die Ausstellung „Raffael. Zeichnungen“ führt das Entstehen und Heranreifen von Raffaels vollendeter bildlicher Erzählkunst vor Augen und bietet damit den einmaligen Reiz, dem Künstler „beim Denken“ über die Schulter zu schauen. In einer neuen Onlineserie können Sie ab sofort auf unserer Homepage die Zeichnungen des Meisters unter die Lupe nehmen und sich bereits im Vorfeld Ihres Ausstellungsbesuches auf ein besonders intensives Seherlebnis einstimmen.

Raffael, Studie eines Kriegers zu Pferd, um 1511/1512, Städel Museum, Graphische Sammlung, Frankfurt am Main

Das Städel freut sich über einen spektakulären Neuzugang: Aus einer englischen Privatsammlung heraus konnte der Städelsche Museums-Verein das Gemälde Interieur. Strandgade 30 (1901) von Vilhelm Hammershøi (1864–1916) für die Sammlung der Kunst der Moderne im Städel erwerben. Hammershøis Interieurdarstellungen dieser Jahre gelten bis heute als Markenzeichen des dänischen Malers, der bereits zu Lebzeiten einer der gefeiertsten Künstler Europas war. Für das Städel geht damit ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung.

Vilhelm Hammershøi, Interior Strandgade 30 (1901), Öl auf Leinwand, 66 x 55 cm, Eigentum des Städelschen Museums-Vereins e.V.