Städel Blog

Anna Göldin – Europas letzte Hexe

Am 13. Juni 1782 schlug der Henker im schweizerischen Glarus Anna Göldin mit dem Schwert den Kopf ab. Diese letzte Hinrichtung einer Hexe in Europa wurde in einem typischen Hexenprozess vor dem protestantischen Gericht verhandelt: Die Verdächtige wurde verhört, gefoltert und anhand des so erreichten Geständnisses konnte „bewiesen“ werden, dass die Magd Anna Göldin (oft auch Göldi genannt) die achtjährige Anne Miggeli Tschudi mit Stecknadeln vergiftet habe. Doch nicht die Vergiftung als solche war ausschlaggebend für die Empörung, die diese Hinrichtung über die Grenzen der Schweiz hinaus auslöste. Die Magd habe den Mord „vermittelst geheimer und fast unbegreiflicher Beibringung“ der Nadeln begangen, kurz: mit Magie.

Johann Heinrich Füssli, Die drei Hexen, 1783, © Kunsthaus Zürich, Schenkung des Stadtrates Zürich

Am Donnerstag, den 25. Oktober 2012, möchten wir Twitterer und Blogger ab 18.00 Uhr ins Städel Museum zu einem Community-Abend einladen. Als Museum sind wir seit Anfang 2009 in den Sozialen Netzwerken aktiv. Mit vielen unserer Follower und Freunde kommen wir mehrmals wöchentlich in Kontakt – bisher jedoch fast ausschließlich online. Der Community-Abend ist unser Dankeschön für eure langjährige Treue und auch die einmalige Gelegenheit für ein persönliches Kennenlernen und die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch unter Freunden und Followern.

Wie wir im letzten Teil der Reihe erfahren haben, waren bis 1845 die ersten Schritte der Fotorevolution im 19. Jahrhundert getan. Jedoch beschränkt sich die Fotografie noch auf einen kleinen Kreis von Künstlern und Wissenschaftlern mit finanziellem Freiraum. Die Entwicklung der Fotografie zum vielverbreiteten Massenphänomen und die wichtigsten Fortschritte unter der Vielzahl von Methoden und Prozeduren auf dem Weg dorthin werden wir in den folgenden zwei Teilen beleuchten.

William Henry Jackson, „Der Assistent des Photographen“, mit transportabler Fotoausrüstung vor Ort, Albuminkopie, ca. 1885

Der Film zur „Schwarzen Romantik“

Film ab für das Irrationale, Unerklärliche, Unheimliche! Ab sofort ist unser Video zur großen Sonderausstellung “Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst” online. In dem fünfeinhalb-minütigen Clip erläutern Sammlungsleiter Dr. Felix Krämer sowie Städel-Direktor Max Hollein und Côme Fabre, der die zweite Station der Ausstellung im Musée d’Orsay betreut, die dunkle geheimnisvolle Seite der Romantik.