Städel Blog

Das Städel ist Museum des Jahres 2012!

Das vergangene Jahr wird als eines der erfolgreichsten Jahre in die Geschichte des Städel Museums eingehen. Die feierliche Eröffnung des von schneider+schumacher entworfenen Erweiterungsbaus, ein signifikanter Ausbau der Städelschen Sammlung sowie zahlreiche und vielseitige Ausstellungen, wissenschaftliche Projekte sowie Vermittlungsangebote haben das Städel mit einer wunderbaren Lebendigkeit erfüllt und eindrucksvoll die ungebrochene Relevanz der Institution Museum demonstriert. Nun wurden wir von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA) mit der Auszeichnung „Museum des Jahres 2012“ gewürdigt. Ein toller Abschluss für ein ebenso spannendes wie außergewöhnliches Jahr!

Museums des Jahres 2012: Das Städel Museum in Frankfurt am Main, Foto: Martin Joppen

In unserer überaus erfolgreichen Ausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“, die am 20. Januar ihre Pforten schloss, befanden sich sechs Leihgaben aus dem Pariser Musée d‘Orsay. Wenn Bonnard, Redon und Co. nun wieder die Heimreise nach Paris antreten, kehren sie in große Gesellschaft zurück. Denn die „Schwarze Romantik“ schlägt dort ab dem 5. März ihre zweite Station auf. Die düsteren Werke, die bis dahin in Frankfurt bestaunt werden konnten, werden dann dem Publikum des Musée d’Orsay das Fürchten lehren. Côme Fabre, der die Ausstellung in Paris gemeinsam mit Felix Krämer kuratiert, war zu Besuch im Städel und berichtet, wie sich die Schau aus „Francfort-sur-le-Main“ in der französischen Hauptstadt präsentieren wird.

Kunst auf 16.000 Quadratmetern: Die heiligen Hallen des Musée d’Orsay in Paris. Foto: Simona Hurst

Alles inszeniert? Alte Meister ganz privat

Die aktuell in der Schirn Kunsthalle gezeigte Schau „Privat“ thematisiert anhand zahlreicher zeitgenössischer Positionen den im Wandel begriffenen Privatsphäre-Begriff: Denn was ist heute noch privat, wenn fast alles auf Facebook gepostet wird, wenn Intimes und Vertrautes ganz bewusst in Szene gesetzt werden? In Rahmen der Schau ruft das Schirn Magazin zur großen Blogparade, um sich der Vorstellung und dem Wandel von Privatheit aus möglichst vielen verschiedenen Blickwinkeln zu nähern. Auch wir vom Städel Museum haben uns diese Frage gestellt – denn gab es den Tabubruch der Darstellung des Privaten in der Kunst nicht schon viel früher, etwa in niederländischen Genrebildern des 17. Jahrhunderts? Silke Janßen befragte hierzu Almut Pollmer-Schmidt, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sammlungsbereich der Alten Meister des Städels.

Pieter Janssens Elinga; Interieur mit Maler, lesender Dame und kehrender Magd, ca. 1665-70; Leinwand, 82 cm x 99 cm; Städel Museum, Frankfurt am Main

Beim KinderKunstKlub können junge Mitglieder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren an Führungen und Workshops zur Sammlung und aktuellen Ausstellungen teilnehmen, aber auch regelmäßig beim Blick hinter die Kulissen erfahren, wie unsere Bilder an die Wand kommen, wo der Direktor sitzt oder wie man Skulpturen restauriert. Am Sonntag, den 13. Januar 2013, luden die Schirn Kunsthalle Frankfurt,  das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung nun erstmals zum Neujahrsempfang des KinderKunstKlubs – und rund 300 kleine und große Gäste kamen!

Der KinderKunstKlub lud ein zum ersten Neujahrsempfang.