Städel Blog

ZU GAST IN DER RESTAURIERUNGSWERKSTATT DES STÄDEL MUSEUMS

Auch Kunstwerke altern in Würde. So bleibt ein Gemälde im Laufe der Jahrhunderte natürlich nicht in seinem frischen und unverbrauchten Urzustand erhalten. Diverse Einflüsse hinterlassen Spuren, die die Ästhetik oder auch die Unversehrtheit des Werkes beeinträchtigen können. Hier kommen die Restauratoren des Museums zu Einsatz. Sie verhelfen den jahrhundertealten Kunstschätzen zu neuer Frische und – im besten Fall – zu Unsterblichkeit. Wir haben ihnen dabei (mit der Lupe) über die Schulter gesehen.

Abb.1 Bevor das Werk in die Restaurierungswerkstatt gebracht wird, begutachtet Restauratorin Annette Fritsch detailliert den Zustand der Leinwand und der Malschicht.

Mitglieder des Städelvereins genießen nicht nur exklusive Einblicke in die Sammlungen von Städel und Liebieghaus. Auf dem vielseitigen Programm der über 7.000 Mitglieder starken Gemeinschaft stehen auch immer wieder eintägige Kunsttrips oder mehrtägige Reisen zu den wichtigsten Kunstereignissen, spannendsten Museen oder kulturhistorisch bedeutsamen Städten der Republik aber auch darüber hinaus. Die letzte Exkursion führte den Städelverein nach Weimar und Halle. Hier kommt unser ausführlicher Reisebericht.

Rokokosaal in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, © Klassik Stiftung Weimar, Foto: Maik Schuck

Die Entdeckung der Fotografie kam nicht plötzlich und unerwartet. Sie war Folge einer Jahrhunderte währenden Beschäftigung mit den Phänomenen der Optik, Mechanik und Chemie. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schafften mehrere Wissenschaftler gleichzeitig und zum Teil unabhängig voneinander den Durchbruch in der Entwicklung dauerhaft haltbarer fotografischer Verfahren.

Der erste Mensch, dem es gelang, ein Abbild der Wirklichkeit auf eine lichtempfindliche Platte zu bannen, war Joseph Nicéphore Niepce (1765–1833). Jahrelang machte er zahllose Versuche mit chemischen Stoffen und testete deren Reaktion hinsichtlich Lichtempfindlichkeit und Haltbarkeit in einer Camera obscura.

Joseph Nicéphore Niepce (1765–1833)

Berufsorientierung im Museum?

Bereits zum sechsten Mal fand in der letzten Woche der hessischen Schulferien die Sommerakademie statt, ein intensives Trainingsprogramm für Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben. Schauplatz dieses in Deutschland einzigartigen Angebots waren das Städel Museum, die Liebieghaus Skulpturensammlung und die Schirn Kunsthalle Frankfurt. Auch in diesem Jahr hatten sich wieder über 100 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren für die Akademie angemeldet. Aber statt ins Schwimmbad ins Museum? Und Berufsorientierung in den Ferien? Die Fragezeichen standen den Teilnehmern zu Beginn der Woche noch ins Gesicht geschrieben, wie unser Erfahrungsbericht zeigt.

Die Teilnehmer der Sommerakademie 2012 in der Rotunde der Schirn Kunsthalle, Foto: Dirk Ostermeier