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	<title>Städel Blog</title>
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		<title>Werk des Monats Mai: Jean-Auguste-Dominique Ingres „Odalisque“</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 09:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Schwerdtfeger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Canova]]></category>
		<category><![CDATA[Bild des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Eugène Delacroix]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Auguste-Dominique Ingres]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820]]></category>

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		<description><![CDATA[Drapiert auf einem Bett inmitten reicher Stoffe und orientalistischer Accessoires wirft die Haremsdame einen verführerischen Blick über die Schulter. Ihr nackter Körper ist in einer langen, geschwungenen Linie hingestreckt – sinnlich, betörend und anatomisch vollkommen unmöglich. Nur durch das Verlassen der naturalistischen Wiedergabe konnte Jean-Auguste-Dominique Ingres die monumentale Schönheit der Odaliske auf unserem Werk des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img title="Weiterlesen..." src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Drapiert auf einem Bett inmitten reicher Stoffe und orientalistischer Accessoires wirft die Haremsdame einen verführerischen Blick über die Schulter. Ihr nackter Körper ist in einer langen, geschwungenen Linie hingestreckt – sinnlich, betörend und anatomisch vollkommen unmöglich. Nur durch das Verlassen der naturalistischen Wiedergabe konnte Jean-Auguste-Dominique Ingres die monumentale Schönheit der Odaliske auf unserem Werk des Monats Mai darstellen. Zu bewundern ist sie nur noch bis Sonntag, 26. Mai 2013 in der Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“. <br />
</strong></p>
<div id="attachment_5634" class="wp-caption alignnone" style="width: 464px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/?attachment_id=5634"><img class="size-full wp-image-5634" title="blog_SchoenheitundRevolution_ingres_2" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_SchoenheitundRevolution_ingres_2.jpg" alt="" width="454" height="318" /></a><p class="wp-caption-text">Werk des Monats Mai: Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780–1867); Odalisque, 1825; Lithografie, 132 x 210 mm; Städel Museum, Frankfurt am Main</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-5604"></span></p>
<p>Die Lithografie „Odalisque“ bezieht sich auf ein Ölgemälde von 1814, über das die französischen Kritiker schimpften: Ohne Knochen, ohne Muskeln, ohne Blut. Und tatsächlich stellte der Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres (1780-1867) den Rücken des weiblichen Körpers überlängt und extrem geschwungen dar. Auch ist der eine Arm zu lang, ein Ellenbogen nicht erkennbar. Später, im Jahr 1825, übersetzte Ingres sein Konstrukt idealer Schönheit ins Grafische, um es einem weiteren Publikum zugänglich zu machen.</p>
<p><strong>Betonung der Sinnlichkeit<br />
</strong>Wird das Ölgemälde durch eine atmosphärische Lichtführung und die illusionistische Haptik der reichen Stoffe sowie der modellierten Haut charakterisiert, so überführt Ingres das Zusammenspiel von Akt und Umgebung nun ins andere Medium: Die feinen Linien der Konturen, die Faltenwürfe der Stoffe und die Ornamente ihrer Verzierung dienen allein der Betonung des weichen Schwungs des Körpers. Dieser selbst ist in keinem logisch räumlichen Verhältnis im Werk platziert, eine Tiefenwirkung will sich nicht einstellen. In der Grafik wird nun noch deutlicher, was die Kritiker bereits am Ölgemälde so irritierte: Nicht die Illusion, sondern die abstrahierte Form der Sinnlichkeit steht im Vordergrund. Die Haremsdame ist damit der Zeit enthoben und entzieht sich der Realität des Betrachters.</p>
<p><strong>Die fremde Schönheit aus dem Orient<br />
</strong>Diente in der langen Tradition des weiblichen Akts in der Malerei vor allem das mythologische Motiv der Venus als Rechtfertigung des lüsternen Schauens, so löste der Ägyptenfeldzug Napoleons 1798 den Hype um den Orient im Abendland aus und ließ den Harem zu einem Mythos werden. Denn gerade weil den Orientreisenden der Zugang verboten war, rankten sich die wildesten Fantasien um den vermeintlichen Ort sinnlicher Lust und ihrer sonst verschleierten Bewohnerinnen: Träge und voller Hingabe würden sich die schönsten Frauen auf Bettlagern wälzen oder Bäder genießen – umrahmt von unvorstellbaren Schätzen und grenzenlosem Reichtum, märchenhaft, genau wie in „Tausendundeiner Nacht“. Die orientalische Frau wird in der Malerei des 19. Jahrhunderts zum Inbegriff sexualisierter Imagination und männlicher Lust.</p>
<p>Durch die Verlagerung in den fernen Orient steht die Darstellung nicht im Konflikt mit der vorherrschenden Prüderie der damaligen Gesellschaft. So konnte die öffentliche Zurschaustellung des nackten Frauenkörpers ohne die mythologische Venusfigur legitimiert werden. Durch die Personifizierung als Haremsdame wurde der weibliche Körper in einen anderen Kulturraum transferiert und der westliche Betrachter konnte sich moralisch unverfänglich am ihm erfreuen.</p>
<p><strong>Ein brisanter Auftrag<br />
</strong>Doch wider Erwarten war nicht etwa ein Mann Auftraggeber für die Odaliske, sondern eine Frau: Und zwar Caroline Murat, Königin von Neapel und jüngste Schwester von Napoleon Bonaparte. Bereits 1808 erteilte ihre ältere Schwester, Pauline Bonaparte Borghese, den ungewöhnlichen Auftrag, einen weiblichen Akt zu fertigen. Der venezianische Bildhauer Antonio Canova (1757–1822) sollte sie selbst als „Venus Vitrix“ porträtieren – nackt. Die Schönheit, die für ihre Zügellosigkeit bekannt war, ruht nun verewigt in Marmor auf einer Liege.</p>
<p>Die Skulptur löste einen riesigen Skandal in der italienischen Gesellschaft aus. Die Massen drängten sich um das Porträt der grazilen Pauline. Diente nun der Auftrag der jüngeren Schwester an Ingres dazu, mit der größeren Schwester gleichzuziehen, sie gar durch die Selbstinszenierung als modische Idealschönheit der Orientalin auszustechen? Auch wenn die Gerüchteküche brodelte, ist eine Ähnlichkeit mit der Dargestellten nicht auszumachen. Doch wird sich Ingres zumindest formal an der viel gelobten Rückenansicht der Venus orientiert haben, denn auch Canova, von dem in der Schau „Schönheit und Revolution“ ebenfalls Werke zu sehen sind, überschritt die Gesetze der Anatomie, um die formvollendete Schönheit darzustellen.</p>
<p><strong>Ingres Vermarktung in Paris<br />
</strong>Am Anfang noch von Hohn und Spott belegt, gelang es Ingres 1824 triumphal aus Italien nach Paris zurück zu kehren. Sein sinnlicher Klassizismus fand nun begeisterte Anhänger. Zehn Jahre nach der Fertigstellung des Ölgemäldes für Caroline Murat entschied sich Ingres, seine ideale orientalische Schönheit über die Grafik „Odalisque“ einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Selbstbewusst tritt er so in Konkurrenz mit dem französischen Orientmaler schlechthin: Eugène Delacroix.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch die Autorin Paula Schwerdtfeger träumt von fernen Ländern, muss allerdings vorerst mit einer Reise in den Norden Deutschlands vorlieb nehmen.</p>
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		<title>Alle Wege führten nach Rom: Künstlerleben in der Stadt am Tiber zur Zeit des Klassizismus</title>
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		<pubDate>Mon, 13 May 2013 17:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katharina Knacker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alte Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Canova]]></category>
		<category><![CDATA[Bertel Thorvaldsen]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques-Louis David]]></category>
		<category><![CDATA[Johan Tobias Sergel]]></category>
		<category><![CDATA[John Flaxman]]></category>
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		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820]]></category>

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		<description><![CDATA[Um 1800 strömten Künstler aus ganz Europa nach Rom. Ihr Ziel war, die antiken Kunstwerke im Original zu studieren, sie fanden dort aber auch noch andere Vorteile: Freiraum, Gleichgesinnte und rauschende Feste. Die Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ zeigt Kunstwerke, die in dieser römischen Aufbruchs-Atmosphäre geschaffen wurden.    Wein, Weib und Kunst – Bacchanalien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Um 1800 strömten Künstler aus ganz Europa nach Rom. Ihr Ziel war, die antiken Kunstwerke im Original zu studieren, sie fanden dort aber auch noch andere Vorteile: Freiraum, Gleichgesinnte und rauschende Feste. Die Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ zeigt Kunstwerke, die in dieser römischen Aufbruchs-Atmosphäre geschaffen wurden.</strong> </p>
<div id="attachment_5574" class="wp-caption alignnone" style="width: 565px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/alle-wege-fuhrten-nach-rom-kunstlerleben-in-der-stadt-am-tiber-zur-zeit-des-klassizismus/attachment/blog_sergel_web" rel="attachment wp-att-5574"><img class="size-large wp-image-5574 " title="blog_sergel_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_sergel_web-555x400.jpg" alt="" width="555" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Johan Tobias Sergel (1740–1814); Faun, 1774; Marmor, 47 x 86 cm; Sinebrychoff Art Museum, Finnish National Gallery, Helsinki</p></div>
<p><strong><span id="more-5567"></span></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Wein, Weib und Kunst – Bacchanalien bei Sergel<br />
</strong>Der schwedische Bildhauer Johan Tobias Sergel (1740–1811) konnte 1761 durch ein Stipendium seiner Stockholmer Akademie erstmals nach Rom reisen. Einer seiner frühesten römischen Skulpturen ist der Faun, der auch in der Schau im Städel zu sehen ist: Dieser in Marmor gehauene, sich lasziv räkelnde Faun spiegelt das leidenschaftliche Leben, welches Sergel und seine Künstlerfreunde in Rom suchten, wider. So veranstaltete der Genussmensch Sergel in der Villa Madama legendär gewordene sogenannte Bacchanalien. Zu diesem ursprünglich antiken römischen Fest zur Feier des Wein-Gotts – Bacchus – lud Sergel einen geschlossenen Künstlerkreis ein.</p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_5571" class="wp-caption alignnone" style="width: 437px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/alle-wege-fuhrten-nach-rom-kunstlerleben-in-der-stadt-am-tiber-zur-zeit-des-klassizismus/attachment/blog_david_web" rel="attachment wp-att-5571"><img class="size-large wp-image-5571 " title="blog_david_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_david_web-427x400.jpg" alt="" width="427" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Jacques-Louis David (1748–1825); Belisar; 1784; Öl auf Leinwand, 131 x 145,5 cm; Musée du Louvre – Département des Peintures, Paris</p></div>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Rom für fünf Jahre – Künstlerstipendien</strong><br />
Seit 1666 verlieh die Pariser Académie royale de peinture et sculpture einen Preis an Künstler, mit dem ein mehrjähriger Aufenthalt in Rom an der dortigen Académie de France verbunden war. 1774 erhielt der Maler Jacques-Louis David (1758–1825) den Preis und somit die Möglichkeit für einen fünfjährigen Romaufenthalt. Dies sollte einen gravierenden Einschnitt in seinem Schaffen bilden. Der Künstler bezeichnete das Studium der Antiken in Rom später als eine Augenoperation. Zurück in Paris schuf er 1748 unter dem Einfluss seiner römischen Eindrücke das Gemälde <em>Belisar, </em>das als Davids erstes klassizistisches Gemälde gilt.  Auch dieses Werk findet sich in der Ausstellung in Frankfurt. <strong></strong></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_5572" class="wp-caption alignnone" style="width: 336px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/alle-wege-fuhrten-nach-rom-kunstlerleben-in-der-stadt-am-tiber-zur-zeit-des-klassizismus/attachment/blog_flaxman_web" rel="attachment wp-att-5572"><img class="size-large wp-image-5572" title="blog_flaxman_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_flaxman_web-326x400.jpg" alt="" width="326" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">John Flaxman (1755–1826); Die Prozession der trojanischen Frauen, 1793; Feder, 232 × 331 mm; Royal Academy of Arts, London</p></div>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ateliergemeinschaften – Canova und Flaxman<br />
</strong>1779 traf der venezianische Bildhauer Antonio Canova (1757–1822) erstmals in Rom ein – und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1822. In Rom schuf er 1783 unter anderem auch das Werk, das als erste moderne Skulptur der 1780er Jahre angesehen wird: <em>Theseus und Minotauros</em>. 1790 bis 1792 arbeitete der englische Bildhauer John Flaxman gemeinsam mit Canova im selben Atelier. Im Motiv der trauenden trojanischen Frauen maßen die beiden Künstler ihr Können. Die Ergebnisse können in der Ausstellung sowohl  in einer Zeichnung Flaxmans als auch in einem Relief Canovas mit demselben Motiv betrachtet werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5573" class="wp-caption alignnone" style="width: 456px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/alle-wege-fuhrten-nach-rom-kunstlerleben-in-der-stadt-am-tiber-zur-zeit-des-klassizismus/attachment/blog_koch_web" rel="attachment wp-att-5573"><img class="size-large wp-image-5573  " title="blog_koch_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_koch_web-446x400.jpg" alt="Joseph Anton Koch (1768–1839), nach Asmus Jakob Carstens; Die Argonauten (1799); 1 von 4 Radierungen, ca. 214 x 250 mm; Universität Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, Innsbruck" width="446" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Joseph Anton Koch (1768–1839), nach Asmus Jakob Carstens; Die Argonauten, Besuch bei Chiron (1799); Radierung, ca. 214 x 250 mm; Universität Innsbruck, Institut für Kunstgeschichte, Innsbruck</p></div>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Alte Zöpfe abschneiden – Freiraum in Rom<br />
</strong>Nicht alle Künstler gelangten dank  der Unterstützung ihrer Heimatakademie nach Rom. Im Gegenteil: Der österreichische Maler Joseph Anton Koch (1768–1839) war aus Stuttgart geflohen und hatte sich den an der dortigen Akademie vorgeschriebenen Zopf abgeschnitten. Gemeinsam mit seinen Künstlerfreunden, zu denen auch der  in der Ausstellung vertretende Maler Asmus Jakob Carstens ( 1754–1798) gehörte, träumte er von einer „römischen Künstlerrepublik“. Carstens hatte sich ebenfalls von seiner heimischen Berliner Akademie in einem Absage-Brief losgesagt: „Uebrigens muß ich Euer Excezellenz sagen, daß ich nicht der Berliner Akademie, sondern der Menschheit angehöre.“ In der Ausstellung widmet sich ein ganzer Raum Carstens und seinen nordischen Kollegen, insbesondere dem dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770–1844).</p>
<p><strong></strong> </p>
<div id="attachment_5582" class="wp-caption alignnone" style="width: 347px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/alle-wege-fuhrten-nach-rom-kunstlerleben-in-der-stadt-am-tiber-zur-zeit-des-klassizismus/attachment/blog_thovaldsen_ganymed_web" rel="attachment wp-att-5582"><img class="size-large wp-image-5582" title="blog_Thovaldsen_Ganymed_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_Thovaldsen_Ganymed_web-337x400.jpg" alt="" width="337" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Bertel Thorvaldsen (1770–1844; Ganymed, eigenhändiges Marmorexemplar, 1819–1821, nach dem originalen Gipsmodell aus dem Jahr 1816; Marmor, H. 135,7 cm; Thorvaldsens Museum, Kopenhagen, Foto: Thorvaldsens Museum</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie neu geboren! Die Ankunft in Rom – Einflüsse und Freundschaften<br />
</strong>Den Tag seiner Ankunft in Rom feierte der dänische Bildhauer Thorvaldsen als seinen zweiten Geburtstag. Neben den Originalen der Antike studierte er dort aber auch Zeichnungen seines zeitgenössischen Kollegen Carstens. Viele Künstler wohnten oft im selben Viertel oder sogar gemeinsam in einer Wohnung, so wie Thorvaldsen und sein Maler-Kollege Joseph Anton Koch. Abgesehen von der Académie de France hatten die meisten ausländischen Künstler in Rom keine institutionelle Anlaufstelle. Sie vereinigte jedoch ein neues Phänomen: der Freundschaftskult zwischen Künstlern und Intellektuellen – sie fühlten sich durch gemeinsame Ideen über Kunst und Ansichten zur Gesellschaft miteinander verbunden.</p>
<p>Mehr über die Rolle der Stadt Rom und andere Aspekte der Kunst des Klassizismus könnt Ihr nur noch bis Sonntag, 26. Mai 2013 in der Ausstellung „Schönheit und Revolution&#8221;<em> </em>entdecken. Öffentliche Überblicksführungen zur Schau finden dienstags um 11 Uhr, donnerstags um 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen um 15 Uhr statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Katharina Knacker ist wissenschaftliche Volontärin in der Abteilung Sonderprojekte des Städel Museums. Durch die Ausstellung inspiriert, möchte sie ihren diesjährigen Sommerurlaub in Rom verbringen.</p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Unser Buchtipp im Mai: Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio Roman</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 10:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana Stoll</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Caravaggio]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Maler Caravaggio war einer der faszinierendsten und wohl geheimnisvollsten Künstler des italienischen Barock, der heute wegen seiner ausdrucksstarken und dramatisch ausgeleuchteten Werke bekannt ist. Aber auch seine Verwicklungen in einen Mord und sein früher Tod bieten immer noch Anlass für zahlreiche Spekulationen. Der britische Schriftsteller Matt Beynon Rees hat darüber einen fesselnden Roman geschrieben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Maler Caravaggio war einer der faszinierendsten und wohl geheimnisvollsten Künstler des italienischen Barock, der heute wegen seiner ausdrucksstarken und dramatisch ausgeleuchteten Werke bekannt ist. Aber auch seine Verwicklungen in einen Mord und sein früher Tod bieten immer noch Anlass für zahlreiche Spekulationen. Der britische Schriftsteller Matt Beynon Rees hat darüber einen fesselnden Roman geschrieben, der den Leser in die faszinierende Welt eines Künstler mitnimmt, der gefangen war zwischen künstlerischer Genialität und seinem Hang zur Gewalt und Tod. </strong> </p>
<div id="attachment_5548" class="wp-caption alignnone" style="width: 259px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/tipps/unser-buchtipp-im-mai-matt-beynon-rees-mit-blut-signiert-ein-caravaggio-roman/attachment/abb_reesmitblutsigniert_978-3-406-64696-6_1a_cover_web" rel="attachment wp-att-5548"><img class="size-large wp-image-5548" title="ABB_ReesMitBlutsigniert_978-3-406-64696-6_1A_Cover_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/ABB_ReesMitBlutsigniert_978-3-406-64696-6_1A_Cover_web-249x400.jpg" alt="" width="249" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buchtipp im Mai: Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio-Roman.</p></div>
<p><span id="more-5549"></span></p>
<p>Rees, bislang bekannt für seine Jerusalem-Krimis, führt seine Leser nach Rom ins Jahr 1605: Michelangelo Merisi (1571–1610), genannt Caravaggio, ist auf dem Weg einer der einflussreichsten und angesehensten Maler der Stadt zu werden. Gefördert von der Kirche, erhält er immer größere Projekte, die er mit geradezu leidenschaftlichem Eifer ausführt. Vor allem die Natürlichkeit der Figuren seiner Gemälde war radikal neu, so verwendete er für die Darstellung biblischer Gestalten meist Modelle aus dem einfachen Volk wie Bauern, Bettler und Straßenkinder, was ihm den Unmut von Adel und Klerus einbrachte. Nicht nur das, er hatte zudem eine Vorliebe für Frauen aus den unteren Schichten, deren Sinnlichkeit in seinen Werken die Betrachter verstörte.  <br />
Zudem brachten ihn sein ungestümes Wesen und sein Hang zu gewalttätigen Auseinandersetzungen immer wieder in Bedrängnis. Schließlich wird er in eine Wirtshausstreitigkeit verwickelt und tötet einen Adligen. Caravaggio flieht aus Rom und wird bis zum Ende seines Lebens von dieser Tat verfolgt. Sein rätselhafter Tod setzt seinem Leben ein frühes Ende.</p>
<p><strong>Die Dunkle Seite eines Künstlerlebens<br />
</strong>Die bewegende Geschichte eines zerrissenen Künstlers erzählt Beynon Rees auf packende Weise, sodass das Buch mehr und mehr zu einem Kriminalstück wird. Jedes Kapitel ist einem Werk Caravaggios gewidmet und so folgt man den Entwicklungen des Romans anhand seiner beeindruckenden Werke. Dem Autor gelingt es, den Leser eintauchen zu lassen in eine der interessantesten Epochen der europäischen Kunstgeschichte und zugleich teilzuhaben am tragischen Leben eines Künstlers, dessen Werk überschattet wurde von Schuld und Verrat:  Ein Roman, der Lust macht, Caravaggios Bilder genauer zu betrachten!  </p>
<p>Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio Roman.<br />
Aus dem Englischen übersetzt von Klaus Modick<br />
2013 erschienen im C.H.Beck Verlag<br />
Paperback, 334 Seiten<br />
978-3-406-64696-6<br />
17,95 Euro<br />
Erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Diana Stoll ist Buchhändlerin im Shop des Städel Museums und sichtet hierfür regelmäßig die unzähligen Neuerscheinungen im Bereich der Kunstliteratur und Kunstkataloge.   </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Beste Kampagne – Das Städel gewinnt den Deutschen Fundraising Preis</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/beste-kampagne-%e2%80%93-das-stadel-gewinnt-den-deutschen-fundraising-preis</link>
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		<pubDate>Fri, 03 May 2013 15:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sophia Athié und Kristin Westermann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Deutscher Fundraising Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt baut das neue Städel]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenkampagne]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Städel Museum wurde am Donnerstag,  24. April 2013 mit dem Deutschen Fundraising Preis für die Spendenkampagne „Frankfurt baut das neue Städel –  Bauen Sie mit“ ausgezeichnet.   &#160; Im Rahmen des jährlich stattfindenden Deutschen Fundraising Kongresses wurde am 25. April 2013 in Berlin der Deutsche Fundraising Preis verliehen, auch das Städel Museum zählte zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Städel Museum wurde am Donnerstag,  24. April 2013 mit dem Deutschen Fundraising Preis für die Spendenkampagne „Frankfurt baut das neue Städel –  Bauen Sie mit“ ausgezeichnet. </strong> </p>
<div id="attachment_5528" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/beste-kampagne-%e2%80%93-das-stadel-gewinnt-den-deutschen-fundraising-preis/attachment/blog_dfrk_2013_berlin_web" rel="attachment wp-att-5528"><img class="size-full wp-image-5528" title="blog_dfrk_2013_berlin_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_dfrk_2013_berlin_web.jpg" alt="" width="567" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Preisverleihungsgala in Berlin: Schauspieler und Ehrengast Ben Becker, Hans Eisenschmidt (Agentur marketwing), Dr. Matthias Buntrock und Ricarda Raths (DFRV), Kristin Westermann (Städel Museum) und Moderatorin Kerstin Linnartz. (vlnr)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><span id="more-5523"></span></p>
<p>Im Rahmen des jährlich stattfindenden Deutschen Fundraising Kongresses wurde am 25. April 2013 in Berlin der Deutsche Fundraising Preis verliehen, auch das Städel Museum zählte zu den glücklichen Gewinnern. Zuvor nominierte eine Fachjury aus den zahlreichen Bewerbern die Finalisten in den jeweiligen Kategorien. Wer jedoch unter den drei Nominierten letztlich als Preisträger ausgewählt wurde, stimmten die Verbandsmitglieder per E-Mail-Voting ab. Das Städel Museum konnte hierbei überzeugen und gewann den Deutschen Fundraising Preis in der Kategorie „Beste Kampagne“ vor der „Aktion Kinderwünsche“ der Deutschen Nierenstiftung  sowie die „Nothilfe für syrische Flüchtlinge“ der Organisation Islamic Relief. Damit ist die Kampagne zum Erweiterungsbau „Frankfurt baut das neue Städel“ unter anderem nach dem Gewinn eines <a title="Städel Museum gewinnt Effie-Award" href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/stadel-gewinnt-zwei-effie-awards" target="_blank">Effie-Awards</a> erneut prämiert worden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5527" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/beste-kampagne-%e2%80%93-das-stadel-gewinnt-den-deutschen-fundraising-preis/attachment/blog_fundraising_spatenstich" rel="attachment wp-att-5527"><img class="size-full wp-image-5527" title="blog_fundraising_Spatenstich" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_fundraising_Spatenstich.jpg" alt="" width="567" height="377" /></a><p class="wp-caption-text">Auftakt für den Erweiterungsbau: Spatenstich-Fest am 6. September 2009</p></div>
<p> <br />
<strong>Anerkennung der Fachkollegen</strong><br />
Der Deutsche Fundraising Preis, der jährlich durch den Deutschen Fundraising Verband verliehen wird, gilt als wichtigster deutscher Branchenpreis. Seit seiner Gründung vor 20 Jahren hat sich der Verband mit mittlerweile über 1.300 Mitgliedern als bedeutende Plattform für FundraiserInnen, Spendenorganisationen und WissenschaftlerInnen etabliert und fördert den nationalen sowie internationalen Erfahrungsaustausch innerhalb der Branche. Wir freuen uns daher ganz besonders, dass unsere Spendenkampagne auch die Fachkollegen überzeugen konnte, danken für die Anerkennung und gratulieren auch dem Deutschen Fundraising Verband herzlich zum 20-jährigen Bestehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5526" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/beste-kampagne-%e2%80%93-das-stadel-gewinnt-den-deutschen-fundraising-preis/attachment/blog_fundraising_schillerschule-9808" rel="attachment wp-att-5526"><img class="size-full wp-image-5526" title="blog_fundraising_SCHILLERSCHULE-9808" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_fundraising_SCHILLERSCHULE-9808.jpg" alt="" width="425" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Auch die Frankfurter Schillerschule engagierte sich, um die Fundraising-Kampagne „Frankfurt baut das neue Städel“ zu unterstützen. Foto: Norbert Miguletz</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor allem aber möchten wir Ihnen danken, den vielen UnterstützerInnen und SpenderInnen, die sich so sehr für die Städel-Erweiterung stark gemacht und das neue Städel überhaupt erst ermöglicht haben. Ihre großartigen Ideen, Ihr persönlicher Einsatz und Ihr Engagement waren es, die Begeisterung und Anerkennung der Branche ausgelöst und verdient haben. Dafür gilt Ihnen unser herzlicher Dank!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorinnen Sophia Athié und Kristin Westermann sind in der Fundraising-Abteilung des Städel Museums tätig und begleiteten die Umsetzung der Spendenkampagne in den vergangenen Jahren.</p>
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		<title>Vom Lehrbild zum Kunstwerk – Frühe Fotografie im Städel</title>
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		<pubDate>Thu, 02 May 2013 13:49:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kristina Lemke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgio Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Johann David Passavant]]></category>
		<category><![CDATA[Städelsches Kunstinstitut]]></category>
		<category><![CDATA[Wilhelm Hammerschmidt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ob skurrile Genreaufnahmen, eindrucksvolle Künstlerporträts, detaillierte Architekturbilder oder bezaubernde Landschaften – Fotografie im 19. Jahrhundert hat viele Gesichter. Die Abteilung Kunst der Moderne widmet diesem spannenden Thema ein eigenes Kabinett im Städel Museum und zeigt Euch damit erstmalig ausgewählte Aufnahmen aus dem Archiv der ehemaligen Lehrsammlung des Städelschen Kunstinstituts. War es nur Gemälden, Zeichnungen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob skurrile Genreaufnahmen, eindrucksvolle Künstlerporträts, detaillierte Architekturbilder oder bezaubernde Landschaften – Fotografie im 19. Jahrhundert hat viele Gesichter. Die Abteilung Kunst der Moderne widmet diesem spannenden Thema ein eigenes Kabinett im Städel Museum und zeigt Euch damit erstmalig ausgewählte Aufnahmen aus dem Archiv der ehemaligen Lehrsammlung des Städelschen Kunstinstituts.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_5505" class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/vom-lehrbild-zum-kunstwerk-%e2%80%93-fruhe-fotografie-im-stadel/attachment/blog_fotoumhaengung_1-2" rel="attachment wp-att-5505"><img class="size-full wp-image-5505" title="blog_fotoumhaengung_1" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_fotoumhaengung_11.jpg" alt="" width="510" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Neu in Szene gesetzt: Frühe Fotografien aus dem Archiv des Städelschen Kunstinstituts im nun eigenen Kabinett. Foto: Städel Museum</p></div>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><span id="more-5490"></span></p>
<p>War es nur Gemälden, Zeichnungen und Stichen vorbehalten, ein Bild von den Erscheinungen der Welt festzuhalten, sollte sich dies ab Mitte des 19. Jahrhunderts schlagartig ändern: „Fotografie“ hieß die Zauberformel. Das neue Medium konnte die Natur in all ihren Facetten wiedergeben. Fasziniert von den Möglichkeiten wechselten zahlreiche Künstler zum Fotografenberuf. Pinsel und Farbpalette wurden gegen Kamera und Chemikalien getauscht. Die Sehgewohnheiten blieben aber erhalten, erinnern die Kompositionen der Fotografien doch sehr an den klassischen Bildaufbau von Gemälden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5488" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/vom-lehrbild-zum-kunstwerk-%e2%80%93-fruhe-fotografie-im-stadel/attachment/blog_fotoumhaengung_2" rel="attachment wp-att-5488"><img class="size-full wp-image-5488" title="blog_fotoumhaengung_2" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_fotoumhaengung_2.jpg" alt="" width="425" height="317" /></a><p class="wp-caption-text">Bildhunger nach fernen Ländern: An „Kairo: Sultan Aschraff, Grab des Kalifen“ (ca. 1860) von Wilhelm Hammerschmidt konnten sich die Studenten malerisch erproben. Foto: Städel Museum</p></div>
<p><strong></strong> <strong><br />
Lernmaterial für angehende Künstler<br />
</strong>Die Beziehung zwischen Fotografie und Malerei war eine wechselseitige. Diente die Malerei als Vorlage für die Fotografie, so ließ sich dasselbe ebenso umgekehrt beobachten. Im Städelschen Kunstinstitut wurden ab 1845 Fotografien ausgestellt und auch gesammelt. Der damalige Inspektor Johann David Passavant (1787–1861) erkannte früh den Nutzen des neuen Mediums und legte ein Archiv für die Lehrsammlung der Städelschen Kunstschule und des Instituts an. Zunächst in die Graphische Sammlung integriert, dienten die Lichtbilder vordergründig als Lernmaterial für angehende Künstler. Diese konnten beim Kopieren der Vorlagen beispielsweise trainieren, wie man ein Gemälde proportioniert. War das menschliche Auge nicht in der Lage dazu, so half die Fotografie bei der angemessenen Darstellung von Licht und Perspektive. Und Fotoagenturen auf der ganzen Welt lieferten Motive, die das Herz begehrte: Von den Kalifengräbern Kairos über den Pont Saint-Bénézet in Avignon bis zum Vulkankrater Solfatara in Pozzuoli – kein Ort war zu weit. Der in Frankfurt geborene Fotograf Giorgio Sommer (1834–1914) gab sowohl Einblicke in die Idylle von Stadt und Land als auch in das Leben der einfachen Bevölkerung Italiens. Eine Vorstellung vom exotischen Orient vermittelte der dorthin ausgewanderte Wilhelm Hammerschmidt in seinen frühen Aufnahmen, die in den 1860er Jahren entstanden. Werke wie diese fanden durch den aufkommenden Tourismus nicht nur bei den Urlaubern reißenden Absatz, sondern auch in den Bildungsinstituten.</p>
<p><em> </em> </p>
<div id="attachment_5489" class="wp-caption alignnone" style="width: 335px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/vom-lehrbild-zum-kunstwerk-%e2%80%93-fruhe-fotografie-im-stadel/attachment/blog_fotoumhaengung_3" rel="attachment wp-att-5489"><img class="size-large wp-image-5489" title="blog_fotoumhaengung_3" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/blog_fotoumhaengung_3-325x400.jpg" alt="" width="325" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Heute längst Kunst: Bizarr und faszinierend zugleich erscheint Giorgio Sommers „Entlausung“ (ca. 1870). Foto: Städel Museum</p></div>
<p><strong><br />
Gewandeltes Kunstverständnis<br />
</strong>Meist wurde der hauchdünne Abzug an der Hochschule auf einen Karton geklebt. Im handlichen Format stellte der Archivar die Bilder in Mappen zusammen, die nach Stadt und Motiv geordnet wurden. Die Fotografie war mehr Hilfsmittel als Kunstwerk. Auch wenn sich zahlreiche Zeitgenossen um eine adäquate Wahrnehmung bemühten, wurde sie erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als eigenständige Kunstgattung akzeptiert. Im Laufe der Zeit kam am Kunstinstitut ein beträchtlicher Bilderschatz zusammen: Rund 4.500 Aufnahmen von über 115 Fotografen – darunter massenhaft Kunstreproduktionen berühmter Gemälde und Skulpturen – sind bis heute gezählt. Eine Auswahl der herausragendsten Motive könnt Ihr ab sofort in der Sammlungspräsentation im Gartenflügel des Städel bewundern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Kristina Lemke arbeitet in der Abteilung Kunst der Moderne und war an der Organisation der Fotopräsentation beteiligt. Nach dem Durchforsten der unzähligen schwarz-weißen Aufnahmen freut sie sich nun auf einen farbenfrohen Frühling.</p>
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		<title>Ab ins Grüne! Der Film „Skulptur im Städel Garten“ ist online</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 16:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
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		<description><![CDATA[Pünktlich zur Eröffnung von „Skulptur im Städel Garten“ am 30. April 2013 präsentieren wir unseren Film zum Projekt: Wie ist es gelungen, die Neupositionierung tonnenschwerer Skulpturen im Städel Garten ganz einfach und im Handumdrehen durchzuspielen? Was ist neu im Städel Garten? Mit einem Klick erfahrt Ihr hier Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pünktlich zur Eröffnung von „Skulptur im Städel Garten“ am 30. April 2013 präsentieren wir unseren Film zum Projekt: Wie ist es gelungen, die Neupositionierung tonnenschwerer Skulpturen im Städel Garten ganz einfach und im Handumdrehen durchzuspielen? Was ist neu im Städel Garten? Mit einem Klick erfahrt Ihr hier Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Der Kurator des Projekts erklärt das Konzept der Neupräsentation, die Künstler Tobias Rehberger und Jan Svenungsson stellen ihre Skulpturen vor – und Ihr könnt digital und wetterunabhängig ab sofort jederzeit durch unseren Garten spazieren.</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Rn_1Q1xCn7s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Rn_1Q1xCn7s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><span id="more-5462"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anlässlich verschiedener Neuerwerbungen von Skulpturen, die uns für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir unseren Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab dem 30. April 2013 völlig neu. Auf dem Gartengelände rund um das Städel bieten viele Kunstwerke die Möglichkeit, überraschende und besondere Entdeckungen unter freiem Himmel zu machen – und das das ganze Jahr über, für jeden frei zugänglich und kostenlos. Neue, installative und zum Teil auch interaktive Arbeiten von Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Jan Svenungsson sowie Janet Cardiff &amp; George Bures Miller treten dabei in Dialog mit bereits vorhandenen, neu aufgestellten Skulpturen von Künstlern wie Fritz Wotruba, Michael Croissant, Per Kirkeby und Markus Lüpertz.</p>
<p>Der Städel Garten eröffnet am Dienstag, 30. April 2013 um 19 Uhr. Ab dann können alle Werke ausgiebig betrachtet und erlebt werden. Wir freuen uns auf Euer Kommen!</p>
<p>Karoline Leibfried arbeitet im Städel Museum als Pressereferentin und verantwortet dort die museumseigene Filmproduktion. Für sie kann abends der Mond über Capri unter dem großen Baum im Städel Garten gar nicht oft genug aufgehen.</p>
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		<title>Städel Garten im neuen Glanz</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 13:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Svenungsson]]></category>
		<category><![CDATA[Janet Cardiff & George Bures Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Nicolai]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Städel-Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Rehberger]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn am Dienstag, 30. April um 19 Uhr die Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten eröffnet wird, erstrahlt der Garten rund um das Museum nicht nur aufgrund des frühlingshaften Wetters in neuem Glanz: die dort bereits länger ausgestellten Skulpturen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten neu positioniert, andere Werke kamen ganz neu hinzu, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn am Dienstag, 30. April um 19 Uhr die Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten eröffnet wird, erstrahlt der Garten rund um das Museum nicht nur aufgrund des frühlingshaften Wetters in neuem Glanz: die dort bereits länger ausgestellten Skulpturen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten neu positioniert, andere Werke kamen ganz neu hinzu, so auch Arbeiten von Tobias Rehberger und Jan Svenungsson. Wir sprachen vorab mit beiden Künstlern beim Aufbau ihrer Werke.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_5441" class="wp-caption alignnone" style="width: 549px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_skulpturen-3410-30_2_web" rel="attachment wp-att-5441"><img class="size-full wp-image-5441" title="blog_SKULPTUREN-3410-30_2_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_SKULPTUREN-3410-30_2_web.jpg" alt="" width="539" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in den Städel Garten: Die Arbeit „Erster Schornstein II“ (2013) von Jan Svenungsson ist rechts im Bild zu sehen, im Vordergrund das Werk „Shutter&#39;s Lullaby / Ellipse for Städel, 2012“ von Olaf Nicolai. Foto: Norbert Miguletz; © Vordergrund: Olaf Nicolai / VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Hintergrund: Jan Svenungsson</p></div>
<p><span id="more-5444"></span></p>
<p>Pünktlich um 9 Uhr morgens bei noch kühler Luft und Sonnenschein trifft sich Tobias Rehberger mit unterschiedlichsten Mitarbeitern des Städel Museums im Städel Garten: rund 10 Personen der Abteilungen Aufbauteam, Ausstellungsdienst und der Abteilung Gegenwartskunst sind vor Ort. Auf der Rasenfläche unterhalb eines großen Baumes ist ein Stück mit Absperrband abgeteilt, es wird vermessen, immer wieder geschaut und diskutiert. Genau an diese nun abgegrenzte Stelle soll in einigen Wochen Rehbergers Arbeit „Capri Moon“ aufgestellt werden. Eine poetische, surreal anmutende Arbeit: eine puristisch gestaltete, in strenger Geometrie aufgebaute Gartenbank, darüber schwebt eine große, weiße Kugel, die immer nur dann leuchtet, wenn auch der Mond über der italienischen Insel Capri scheint. Die Bank, auf das andere Mainufer ausgerichtet, lenkt den Blick als erstes auf die Bankgebäude der Frankfurter Skyline. Tobias Rehberger, der 1966 in Esslingen am Neckar geboren wurde und in Berlin und Frankfurt arbeitet, schaut gespannt auf die Baumkrone und den abgegrenzten Rasenbereich: „Wichtig für den Standort der Arbeit war für mich ein geeigneter, schöner Baum und natürlich auch ein Ausblick, der zur Arbeit passt“, erläutert Rehberger, der an der Städel-Schule auch als Professor tätig ist. Ähnlich wie sein Werk „Patrio o muerte“, das im Städel Museum im Peichl-Bau zu sehen ist, thematisiert auch diese Arbeit sogenannte „Zwischenorte“: „Beide Arbeiten beziehen sich eigentlich auf andere Orte, es geht um die Frage nach dem Hier und Dort, dem Vorher und Nachher, diese Begrifflichkeiten möchte ich mit der Arbeit verhandeln“, sagt Tobias Rehberger. „Und über die Romantik bzw. die Pseudoromantik mache ich mich gleichzeitig auch etwas lustig“, fügt er noch schmunzelnd hinzu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5440" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_garten_rehberger_2" rel="attachment wp-att-5440"><img class="size-full wp-image-5440" title="blog_garten_rehberger_2" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_garten_rehberger_2.jpg" alt="" width="425" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Planung und Aufbau der Arbeit &quot;Capri Moon&quot;, rechts Künstler Tobias Rehberger. Foto: Städel Museum</p></div>
<p><strong><br />
Text, Musik, Klangobjekte<br />
</strong>Die Skulptur ist inzwischen aufgebaut und neben 14 weiteren Skulpturen aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Städel Garten zu sehen. Die feierliche Eröffnung der Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten wird am Dienstag, den 30. April um 19 Uhr eröffnet und leitet damit die Gartensaison ganz offiziell ein – denn künftig werden auf dem Gartengelände rund um das Städel in regelmäßigen Abständen auch Performances, temporäre installative Arbeiten und Filmvorführen stattfinden. Am Dienstag, 30. April läutet dies die US-amerikanische Künstlerin Adrian Williams (*1979 in Portland, Oregon, USA, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) mit ihrer Performance „Watering Hole“ ein. Die Aufführung unter Beteiligung von Schauspielern, dem Kinderchor Frankfurt und der Jungen Deutschen Philharmonie wird Text, Musik und Klangobjekte miteinander verbinden. Neben der Arbeit von Rehberger wurden auch Skulpturen und installative Arbeiten der zeitgenössischen Künstler Janet Cardiff &amp; George Bures Miller (*1957 in Brussels, Ontario, Kanada, bzw. 1960 in Vegreville, Alberta, Kanada), Olaf Nicolai (*1962 in Halle a. d. Saale) und Jan Svenungsson (*1961 in Lund, Schweden) neu aufgestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5442" class="wp-caption alignnone" style="width: 276px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_skulpturen-3631_11_web" rel="attachment wp-att-5442"><img class="size-large wp-image-5442" title="blog_SKULPTUREN-3631_11_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_SKULPTUREN-3631_11_web-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Tobias Rehberger (1966); Capri Moon, 2011; Aluminium, Stahl verzinkt, Industrie-Lack, Acrylglas, elektronische Steuerung, Leuchtmittel; Städel Museum, Frankfurt am Main; Foto: Norbert Miguletz; © Tobias Rehberger</p></div>
<p><strong></strong> <strong><br />
Raum für Irritationen<br />
</strong>Am augenfälligsten und auch von Weiten deutlich sichtbar ist die Arbeit des in Berlin lebenden Künstlers Jan Svenungsson: für das Städel hat er die Arbeit „Erster Schornstein II“ geschaffen. Ein zehn Meter hoher, aus rotem Kanalklinker gebauter Schornstein, wie er einst bei den unzähligen Industriebauten des 19. Jahrhunderts zu finden war. Der mit einem Maurerteam in den vergangenen Wochen gebaute Schornstein steht nah am Gebäude des Museums, ist  allerdings weit kleiner als dieses. Der Schlot, der ohnehin mit keinem Gebäude verbunden ist um Rauch abzuführen, wird in seiner Funktionslosigkeit damit nur noch verstärkt. „Mich interessiert an dieser Arbeit der Störungseffekt“, sagt Jan Svenungsson. „Kunst im öffentlichen Raum bietet oft eine große Projektionsfläche, sie kann Irritation auslösen, aber auch zu ganz unterschiedlichen Interpretationen führen.“ Ob als Kommentar zum Ende des Industrialismus, als umweltpolitische Kritik oder als Phallus-Symbol – Svenungsson hat bereits zahlreiche Deutungen seiner Arbeit erfahren. Genau diese verschiedenen Möglichkeiten der Deutung machen für Svenungsson auch das Motiv des Schornsteins so interessant. Seine Schlote entstanden inzwischen unter anderem in Finnland, Schweden und Südkorea. Einer der Schornsteine wurde sogar in einem Fluss gebaut. Auf die Frage, wie der Künstler seine Arbeit selbst versteht, lacht Svenungsson nur: „Was das eigentlich ist, frage ich mich selbst immer noch. Es gibt keine endgültige Antwort und das macht die Skulptur so spannend“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5443" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_svenungsson_1" rel="attachment wp-att-5443"><img class="size-large wp-image-5443 " title="blog_svenungsson_1" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_svenungsson_1-263x400.jpg" alt="" width="263" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Während des Aufbaus seines Werks &quot;Erster Schornstein II&quot; unterstützte Jan Svenungsson das Maurerteam als Hiflsarbeiter. Auch dies ist Teil des Konzepts seiner Arbeit. Foto: Städel Museum</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Städel Garten eröffnet am Dienstag, 30. April 2013 um 19 Uhr, dort können dann alle Werke ausgiebig betrachtet und erlebt werden. Wir freuen uns auf Euer Kommen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Silke Janßen ist Pressereferentin im Städel Museum. Zu ihrer persönlichen Lieblingsarbeit im Städel Garten zählt das nur auf den ersten Blick unscheinbare Werk „The Bench“ von Janet Cardiff &amp; Georges Bures Miller.</p>
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		<title>Kuratorische Einblicke: Vom Entstehen einer Ausstellung</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 15:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Samira Idrisu und Johanna Knoop</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Universität Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Starling]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengalerie 1.357]]></category>
		<category><![CDATA[Videokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Wael Shawky]]></category>

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		<description><![CDATA[Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem Preis ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem <a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis">Preis</a> ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In diesem Blogbeitrag erzählen zwei Studentinnen von ihrer Teilnahme am Projekt Studiengalerie und berichten von den Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Vorbereitung einer Ausstellung.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/sm_13_04_stg_plakate-page-001" rel="attachment wp-att-5397"><img class="alignnone size-large wp-image-5397" title="sm_13_04_stg_plakate-page-001" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/sm_13_04_stg_plakate-page-001-282x400.jpg" alt="" width="282" height="400" /></a></p>
<p><span id="more-5394"></span></p>
<p>Seit einem Semester besuchen wir, zwei Studentinnen der Kunstgeschichte, die universitäre Veranstaltung „Studiengalerie 1.357; Studiengruppe Erinnerungskultur, Geschichtspolitik und Bildgebrauch“. Auf dem üblichen Wege – durch einen Blick in das Vorlesungsverzeichnis – wurden wir auf die Veranstaltung aufmerksam. Dabei waren besonders die Begriffe „zeitgenössisch“ und „Videokunst“ die Zauberworte, die es benötigte, um sich zum regelmäßigen Treffen am Donnerstagabend für die Veranstaltung einzutragen. <strong></strong></p>
<p>Beim Besuch der ersten Veranstaltung waren wir erstaunt, wie viele Studierende in den kleinen, mit Holz verkleideten Raum passten. Und auch die Anwesenheit zweier Juroren des Hessischen Hochschulpreises schüchterte uns etwas ein.  Schnell wurde deutlich, dass sich diese Veranstaltung von den üblichen Seminarangeboten abhebt! Mit der Zeit relativierte sich jedoch die Anzahl der Studenten auf ein Normalmaß bedingt durch die organisatorische Ausrichtung des Seminars. Denn in einem Semester werden jeweils zwei Filme ausgesucht und vorbereitet, die dann jedoch erst im kommenden Semester eröffnet werden. Daher fanden sich zu Beginn des Seminars im Oktober sowohl die Studierenden der vergangenen Veranstaltung als auch wir neuen Seminarteilnehmer. Nun, im neuen Semester, starten wir gemeinsam mit der nächsten Studierendengruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignnone" style="width: 478px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/blog_starling_still_web" rel="attachment wp-att-5398"><img class="size-large wp-image-5398  " title="blog_Starling_still_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_Starling_still_web-650x384.jpg" alt="" width="468" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Simon Starling; Project for a Masquerade (Hiroshima), 2010; 16mm-Film transferiert auf HD; 25:54 Minuten; Courtesy Simon Starling und neugerriemschneider, Berlin</p></div>
<p><strong><br />
Objektive und subjektive Kriterien<br />
</strong>Einen großen Teil des Seminars verbrachten wir zunächst damit unterschiedlichste Filme zeitgenössischer Künstler zu sichten und aus dieser Vielzahl zwei passende, natürlich auch anregende Arbeiten auszuwählen. Die Entscheidung fiel uns dieses Jahr sehr schwer, denn wie lässt sich ein Film vor allem nach objektiven und nicht nach subjektiven Kriterien betrachten und bewerten? Daneben gibt es bestimmte Rahmenbedingungen, die unsere Wahl eingrenzten, da manche Filme zu lang für die Vorführungen waren oder in unseren Räumlichkeiten der Studiengalerie 1.375 nicht umsetzbar sind. Das wichtigste Kriterium unserer Auswahl blieb jedoch, ob und auf welche Art und Weise, sich der Film inhaltlich mit dem Thema der Erinnerungskultur beschäftigt. Wir diskutierten und analysierten die Inhalte der Filme ausgiebig hinsichtlich dieser Fragestellung. Schlussendlich fiel in diesem Semester unsere Wahl auf die beiden Filme „Project for a Masquerade (Hiroshima)“ von Simon Starling, der unter anderem als Professor an der Städel-Schule tätig ist, und „Cabaret Crusades: The Horror Show File” von Documenta 13-Teilnehmer Wael Shawky. Die beiden Filme werden am Mittwoch, 24. April (Shawky) und am Mittwoch,  12. Juni (Starling) im Raum 1.357 des IG-Farben-Hauses eröffnet und anschließend 6 Wochen jeweils dort zu sehen sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignnone" style="width: 492px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/shawky-cabaret_crusades_the_horror_show_file_2010_film_still_antioc_1_web" rel="attachment wp-att-5402"><img class="size-full wp-image-5402" title="Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File,_2010,_Film_still,_Antioc_1_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File_2010_Film_still_Antioc_1_web.jpg" alt="" width="482" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Wael Shawky; Cabaret Crusades: The Horror Show File, 2010; HD Video, Farbe, Sound, 31:49 Min.; Video still; Courtesy Wael Shawky und Sfeir-Semler Gallery, Beirut / Hamburg</p></div>
<p><strong><br />
Bausteine einer Eröffnung<br />
</strong>Nachdem nach unzähligen Diskussionen und Gesprächen endlich die Entscheidung für die zwei Filme gefallen war, schlossen sich aus unserem Seminar jeweils zwei Expertengruppen für die Filme zusammen. Wir beschäftigten uns dort eingehend mit dem Film, recherchierten und sammelten Material. Dann ging es an die konkrete Umsetzung, denn für jede Ausstellung wird eine Pressemitteilung, ein Wandtext und ein bis zwei Reden für den Eröffnungsabend benötigt. Auch dieser Blogtext ist natürlich ein weiterer Baustein, wenn es gilt, die Ausstellungen und das Konzept der Studiengalerie vorzustellen.  Wir erarbeiteten die verschiedenen Texte und Reden in unseren Expertengruppen und besprachen diese schließlich  in der Gruppe – ein nervenaufreibender, dafür umso spannender Prozess, der zumeist bis kurz vor der Eröffnung andauert. So blicken wir also gespannt auf die kommenden Eröffnungen, doch bisher ist die Organisation und  Umsetzung  immer gelungen und die Ausstellungseröffnungen wurden zum Erfolg. </p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/artikel_studiengalerie_3-300x199" rel="attachment wp-att-5396"><img class="size-full wp-image-5396" title="Artikel_Studiengalerie_3-300x199" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Artikel_Studiengalerie_3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die Studiengalerie</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Besondere der Studiengalerie ist, dass es drei Dozenten aus unterschiedlichen Fachbereichen gibt, die diese leiten: Das Dreigestirn besteht aus Dr. Henning Engelke, als Kunsthistoriker der Goethe-Universität der Fachmann für Gegenwartskunst, Prof. Dr. Bernhard Jussen, als Geschichstwissenschaftler, der Mann mit dem historischen Durchblick und Dr. Martin Engler, der Kurator und Leiter der Sammlung Gegenwartskunst des Städel Museums und damit der Ausstellungsexperte. Interessant waren aus diesem Grund auch die auf höchstem Niveau geführten Diskussionen unter den drei Dozenten, wenn diese unterschiedlicher Meinung waren.</p>
<p><strong>Zwischen Walter Benjamin und Hannah Arendt<br />
</strong>Das Thema Erinnerungskultur, also die Frage, auf welche Weise und wie wir uns erinnern, wie Geschichte aufgefasst und wiedergegeben wird, bietet im Seminar eine große Fläche für Diskussionen. Und ohne Verweise auf Konzepte und Theorien der Philosophen Walter Benjamin oder Hannah Ahrendt kommt keine unserer Stunden aus.</p>
<p>Die fachübergreifende Arbeit gemeinsam von Studierenden der Kunstgeschichte und der Geschichtswissenschaften bietet im Seminar beiden Seiten etwas: uns Kunsthistorikern die Möglichkeit, uns unter geschichtlichen Fragestellungen mit einem Film auseinander zu setzen, wohingegen die künstlerische und medienwissenschaftliche Auseinandersetzung wiederum für die Studierenden mit historischem Schwerpunkt neu war. Ein großer Reiz an diesem Projekt ist natürlich auch der kuratorische Einblick, den man hier erhält: In keiner anderen Übung ist man so praktisch orientiert!</p>
<p>Durch die Teilnahme am Projekt der Studiengalerie konnten wir viel über das Medium Film lernen, ein Thema, das meistens in Veranstaltungen nur gestreift wird. Uns wurde deutlich, dass durch das Hinzukommen der medialen Ebenen Ton und bewegtes Bild die Analyse besonders komplex wird. Dennoch und gerade deswegen: Für das nächste Semester haben wir uns vorgenommen, die Studiengalerie weiterhin zu besuchen, da das Projekt eine besondere Nähe zur Ausstellungsentwicklung schafft und ganz real Ausstellungen ermöglicht.</p>
<p><strong><br />
Ort:</strong> Studiengalerie, Raum 1.357, Johann Wolfgang Goethe-Universität / Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grünburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main<br />
<strong>Öffnungszeiten der Studiengalerie</strong>: montags bis donnerstags von 12-17 Uhr<br />
<strong>Weitere Informationen</strong> erhaltet Ihr auf dem <a title="Blog der Studiengalerie" href="http://studiengalerie1357.wordpress.com/" target="_blank">Blog der Studiengalerie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorinnen dieses Gastblogbeitrags Johanna Knoop und Samira Idrisu freuen sich schon auf die Vernissage ihres Lieblingsfilms von Wael Shawky am 24. April um 20 Uhr in der Studiengalerie, Raum 1.357 des IG-Farben-Gebäudes. Auch Gäste sind hierzu natürlich herzlich eingeladen!</p>
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		<title>Bild des Monats: Joseph Anton Kochs „Landschaft mit dem Raub des Hylas“</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 08:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simona Hurst</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alte Meister]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Argonaut]]></category>
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		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nymphe]]></category>
		<category><![CDATA[Rom]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820]]></category>

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		<description><![CDATA[Wäre die klassizistische Schönheit ein geografischer Ort, so hieße sie wohl Italien. Denn wenn sich Künstler des Klassizismus in ihren Gemälden einer Landschaft widmeten, zitierten die Abbildungen fast ausschließlich die italienische Landschaft. Auch unser Bild des Monats – zu sehen in der Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ – zeigt einen Blick auf die Landschaft, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp"><strong>Wäre die klassizistische Schönheit ein geografischer Ort, so hieße sie wohl Italien. Denn wenn sich Künstler des Klassizismus in ihren Gemälden einer Landschaft widmeten, zitierten die Abbildungen fast ausschließlich die italienische Landschaft. Auch unser Bild des Monats – zu sehen in der Ausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ – zeigt einen Blick auf die Landschaft, wie sie sich dem Maler Joseph Anton Koch in der Nähe von Rom darbot, im Werk ergänzt um ein Ereignis aus der griechischen Mythologie: dem Raub des schönen Jünglings Hylas durch die Nymphen – ein Entführungsfall, bei dem das Opfer für immer vermisst blieb.</strong><strong><br />
 </strong></div>
<div id="attachment_5363" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/bild-des-monats-joseph-anton-kochs-%e2%80%9elandschaft-mit-dem-raub-des-hylas%e2%80%9c/attachment/koch_landschaft-mit-dem-raub-des-hylas_stadel-museum_web-2" rel="attachment wp-att-5363"><img class="size-full wp-image-5363" title="Koch_Landschaft mit dem Raub des Hylas_Städel Museum_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Koch_Landschaft-mit-dem-Raub-des-Hylas_Städel-Museum_web1.jpg" alt="" width="425" height="311" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Werk des Monats: Joseph Anton Koch (1768–1839); Landschaft mit dem Raub des Hylas, 1832; Öl auf Leinwand, 76 x 104 cm; Städel Museum, Frankfurt am Main - ARTOTHEK</p></div>
<div class="mceTemp"> </div>
<p><span id="more-5362"></span>An der Küste einer südlichen Landschaft ankert ein Schiff unweit einer Gruppe bildschöner, unbekleideter Mädchen. Es ist nur ein Zwischenstopp, denn die Fahrt der Seemänner soll weiter gehen. Einer der Männer des Schiffes wird jedoch nicht mehr wiederkehren, und dies unfreiwillig – beim Anblick der Ursache unvorstellbar, aber mythologisch wahr.</p>
<p><strong>Tapfere Argonauten und triebhafte Nymphen<br />
</strong>Die dargestellte mythische Szene spielt sich in Mysien ab, einer historischen Region im antiken Kleinasien. Wie so viele seiner Zeitgenossen verbrachte auch der aus Tirol stammende Maler Joseph Anton Koch (1768–1839) mehrere Jahre in Italien und platzierte die antike Sage in seinem Gemälde in eine Latium-Landschaft, genauer gesagt: in das Tal der Nymphe Egeria bei Rom. Dort, in einer weiten, von Felsen gerahmten Bucht legt nun die Argo an, ein mit fünfzig Mann besetztes, sagenhaft schnelles Schiff. Die Mission: der Raub des „Goldenen Vlies“, das Fell eines Widders, der fliegen und sprechen konnte. Wie das zu erobernde „Vlies“ war auch die Argo ein Wunderding: Das Schiff des griechischen Sagenhelden Jason konnte ebenfalls sprechen und die Mannschaft vor herannahenden Gefahren warnen. Dies galt zwar für Gefahren auf See, nicht aber für solche in kleineren Gewässern.  </p>
<p>Vor triebhaften Quellnymphen sind auch heldenhafte Argonauten nicht gefeit. Genau diese Szene der Sage greift Koch in seinem Gemälde auf: Während sich Herakles im kühlen Schatten eines Baumes ausruht, begibt sich sein Freund und Waffenträger Hylas zu einer nahegelegenen Quelle, um Wasser zu schöpfen. Fünf unbekleidete, mannstolle Nymphen überwältigen ihn dabei und auch Eros steht schon mit Pfeil und Bogen nebst seiner Leidenschaft entzündenden Fackel bereit, um Hylas’ Schicksal zu besiegeln. Den Hilferuf seines entführten Freundes bemerkt Herakles nicht und so geht die Fahrt der Seegefährten ohne ihn weiter. Von Hylas heißt es, er habe die Nymphe, die zum Raub angestiftet hatte, später geheiratet. Gesichtet wurde er nie mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5359" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/bild-des-monats-joseph-anton-kochs-%e2%80%9elandschaft-mit-dem-raub-des-hylas%e2%80%9c/attachment/koch_landschaft-mit-dem-raub-des-hylas_stadel-museum_detail1_web" rel="attachment wp-att-5359"><img class="size-full wp-image-5359" title="Koch_Landschaft mit dem Raub des Hylas_Städel Museum_detail1_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Koch_Landschaft-mit-dem-Raub-des-Hylas_Städel-Museum_detail1_web.jpg" alt="" width="425" height="370" /></a><p class="wp-caption-text">Detail des Gemäldes &quot;Landschaft mit dem Raub des Hylas durch die Nymphen&quot;: Wenn man seinen Freund mal dringend braucht, schläft er: Der Argonaut Herakles, zweifach beschattet vom Blätterdach und einer Baumnymphe.</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Künstlerische Idee geht vor Realität<br />
</strong>So reizvoll der kleine Nymphenreigen im Vordergrund des Gemäldes ist, so macht dieser kaum ein Drittel des Bildes aus. Bilddominierend in dem Werk des als Landschaftsmaler bekannten Koch ist die umgebende Natur in sattem Grün und zartem Azurblau mit ihren mächtigen Bäumen und der weiten Meeresbucht. Für den Wahlitaliener bleibt die Personengruppe als Bildelement dennoch unverzichtbar: „Ohne Menschengestalten kann keine Landschaft idealen Charakter bekommen [...]. Ohne Idee ist mir die Kunst nichts Sonderliches, bloße Nachahmung der Natur gibt mir noch kein Kunstwerk.“ Hieran wird  Kochs künstlerisches Selbstverständnis als Klassizist deutlich, der im Kunstwerk die Idee über die vorgefundene Realität stellt, welche durch das Zutun des Künstlers zu vervollkommnen ist. Was eignet sich dafür besser als eine Geschichte aus der antiken griechischen Mythologie, die einer Zeit entstammt, die für den Klassizismus als vorbildlich galt? Die klassische Antike war damals das Maß aller Dinge und man war der Auffassung, dass das Altertum noch eine unversehrte Einheit von Mensch und Natur kannte. Diese Vorstellung findet sich auch im Thema und in der Umsetzung im Gemälde wieder: Hylas’ Entführung wird nicht als gewalttätige Szene dargestellt, sondern verbildlicht das klassizistische Ideal der Vereinigung von Mensch und Gott bzw. Natur, als deren Personifikation die Quellnymphen auftreten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5360" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/alte-meister/bild-des-monats-joseph-anton-kochs-%e2%80%9elandschaft-mit-dem-raub-des-hylas%e2%80%9c/attachment/koch_landschaft-mit-dem-raub-des-hylas_stadel-museum_detail2_web" rel="attachment wp-att-5360"><img class="size-full wp-image-5360" title="Koch_Landschaft mit dem Raub des Hylas_Städel Museum_detail2_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Koch_Landschaft-mit-dem-Raub-des-Hylas_Städel-Museum_detail2_web.jpg" alt="" width="425" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Detail des Gemäldes &quot;Landschaft mit dem Raub des Hylas durch die Nymphen&quot;: Klassizistisches Ideal: Die Vereinigung von Mensch und Natur personifiziert durch Hylas und die Quellnymphen.</p></div>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Ein Spätwerk des Klassizismus<br />
</strong>Dieses Ideal einer einträchtigen Harmonie verbindet sich in Kochs Landschaft zu einem Idyll, wie es typisch für den deutschen Klassizismus ist: weniger streng und erhaben als man es aus Frankreich kennt. Koch gilt als Hauptvertreter der idealisierenden Landschaftsdarstellung und tritt mit seinem Werk den Beweis an, dass die Übergänge zwischen Klassizismus und Romantik fließender sind, als sie auf den ersten Blick scheinen. Zeitlich hat er die eigentliche Phase des Klassizismus mit diesem Spätwerk aus dem Jahr 1832 ohnehin längst überschritten. Seine lyrische Landschaftsauffassung ist durch und durch romantisch. Doch: noch überzeugend klassizistisch zeigt sich der Künstler in seinem Bemühen um eine klare Formensprache. Es drückt sich nicht zuletzt im Vorherrschen der Linie aus, durch die jeder Bildgegenstand – ob Fels, Zweig oder einzelner Finger – eindeutig konturiert ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Simona Hurst geht in diesen Tagen mit der Brille eines Klassizisten durch die Welt und betrachtet die ideal-schöne Natur des beginnenden Frühlings.</p>
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		<title>Künstlerfilm von Adrian Williams zur Performance „Watering Hole“</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Performance]]></category>
		<category><![CDATA[Städel-Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Watering Hole]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten Skulpturen völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten <a title="Skulptur im Städel Garten" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1793" target="_blank">Skulpturen </a>völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung von Adrian Williams gibt Euch hier der von der Künstlerin selbst produzierte Film. <br />
</strong> <br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/KLTRh7v011U" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span id="more-5346"></span></p>
<p><strong>Text, Musik und Klangobjekte<br />
</strong>Die Aufführung „Watering Hole“ verbindet Text, Musik und Klangobjekte mit einer weiträumigen Choreografie. Dieser von Adrian Williams selbst produzierte Film gibt musikalisch und atmosphärisch einen ersten Einblick in ihre performative Arbeitsweise. Den Gesang im Film werdet Ihr wiedererkennen, wenn Ihr Euch für einen Besuch der Aufführung im Städel Garten entscheidet, denn: Die Performance wird realisiert unter Mitwirkung von Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie und des Kinderchors Frankfurt in Verbindung mit dem Hessischen Rundfunk und mit Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main.</p>
<p>„Watering Hole“ von Adrian Williams bildet den Auftakt für eine in regelmäßigen Abständen geplante Bespielung des Gartengeländes rund um das Städel Museum. Ermöglicht wird diese Idee durch die neu ins Leben gerufene „Städel Gartengesellschaft“, einen Förderkreis von engagierten Privatpersonen, der gezielt die Präsentation von Gegenwartskunst im Städel Garten unterstützt.</p>
<p><strong>Weitere Aufführungstermine der Performance „Watering Hole“ im Städel Garten:</strong><br />
Mittwoch, 1. Mai, 16.00 Uhr<br />
Donnerstag, 2. Mai, 20.00 Uhr<br />
Samstag, 4. Mai, 20.00 Uhr und 21.30 Uhr im Rahmen der „Nacht der Museen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Autorin Karoline Leibfried, im Städel Museum als Pressereferentin tätig, hat nicht nur diesen Text verfasst, sondern auch die Filmproduktion begleitet.</strong></p>
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