<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Städel Blog &#187; Gegenwartskunst</title>
	<atom:link href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.staedelmuseum.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 23 May 2013 18:42:26 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
		<item>
		<title>Ab ins Grüne! Der Film „Skulptur im Städel Garten“ ist online</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ab-ins-grune-der-film-%e2%80%9eskulptur-im-stadel-garten%e2%80%9c-ist-online</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ab-ins-grune-der-film-%e2%80%9eskulptur-im-stadel-garten%e2%80%9c-ist-online#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 16:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[cardiff]]></category>
		<category><![CDATA[Engler]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[miller]]></category>
		<category><![CDATA[nicolai]]></category>
		<category><![CDATA[Rehberger]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Städel]]></category>
		<category><![CDATA[Svenungsson]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5462</guid>
		<description><![CDATA[Pünktlich zur Eröffnung von „Skulptur im Städel Garten“ am 30. April 2013 präsentieren wir unseren Film zum Projekt: Wie ist es gelungen, die Neupositionierung tonnenschwerer Skulpturen im Städel Garten ganz einfach und im Handumdrehen durchzuspielen? Was ist neu im Städel Garten? Mit einem Klick erfahrt Ihr hier Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pünktlich zur Eröffnung von „Skulptur im Städel Garten“ am 30. April 2013 präsentieren wir unseren Film zum Projekt: Wie ist es gelungen, die Neupositionierung tonnenschwerer Skulpturen im Städel Garten ganz einfach und im Handumdrehen durchzuspielen? Was ist neu im Städel Garten? Mit einem Klick erfahrt Ihr hier Antworten auf diese und viele weitere Fragen. Der Kurator des Projekts erklärt das Konzept der Neupräsentation, die Künstler Tobias Rehberger und Jan Svenungsson stellen ihre Skulpturen vor – und Ihr könnt digital und wetterunabhängig ab sofort jederzeit durch unseren Garten spazieren.</strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><object width="560" height="315" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Rn_1Q1xCn7s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="560" height="315" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/Rn_1Q1xCn7s?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><span id="more-5462"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anlässlich verschiedener Neuerwerbungen von Skulpturen, die uns für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir unseren Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab dem 30. April 2013 völlig neu. Auf dem Gartengelände rund um das Städel bieten viele Kunstwerke die Möglichkeit, überraschende und besondere Entdeckungen unter freiem Himmel zu machen – und das das ganze Jahr über, für jeden frei zugänglich und kostenlos. Neue, installative und zum Teil auch interaktive Arbeiten von Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Jan Svenungsson sowie Janet Cardiff &amp; George Bures Miller treten dabei in Dialog mit bereits vorhandenen, neu aufgestellten Skulpturen von Künstlern wie Fritz Wotruba, Michael Croissant, Per Kirkeby und Markus Lüpertz.</p>
<p>Der Städel Garten eröffnet am Dienstag, 30. April 2013 um 19 Uhr. Ab dann können alle Werke ausgiebig betrachtet und erlebt werden. Wir freuen uns auf Euer Kommen!</p>
<p>Karoline Leibfried arbeitet im Städel Museum als Pressereferentin und verantwortet dort die museumseigene Filmproduktion. Für sie kann abends der Mond über Capri unter dem großen Baum im Städel Garten gar nicht oft genug aufgehen.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5462" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ab-ins-grune-der-film-%e2%80%9eskulptur-im-stadel-garten%e2%80%9c-ist-online/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Städel Garten im neuen Glanz</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Apr 2013 13:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Svenungsson]]></category>
		<category><![CDATA[Janet Cardiff & George Bures Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Nicolai]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Städel-Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Rehberger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5444</guid>
		<description><![CDATA[Wenn am Dienstag, 30. April um 19 Uhr die Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten eröffnet wird, erstrahlt der Garten rund um das Museum nicht nur aufgrund des frühlingshaften Wetters in neuem Glanz: die dort bereits länger ausgestellten Skulpturen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten neu positioniert, andere Werke kamen ganz neu hinzu, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn am Dienstag, 30. April um 19 Uhr die Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten eröffnet wird, erstrahlt der Garten rund um das Museum nicht nur aufgrund des frühlingshaften Wetters in neuem Glanz: die dort bereits länger ausgestellten Skulpturen wurden in den vergangenen Wochen und Monaten neu positioniert, andere Werke kamen ganz neu hinzu, so auch Arbeiten von Tobias Rehberger und Jan Svenungsson. Wir sprachen vorab mit beiden Künstlern beim Aufbau ihrer Werke.<br />
</strong></p>
<div id="attachment_5441" class="wp-caption alignnone" style="width: 549px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_skulpturen-3410-30_2_web" rel="attachment wp-att-5441"><img class="size-full wp-image-5441" title="blog_SKULPTUREN-3410-30_2_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_SKULPTUREN-3410-30_2_web.jpg" alt="" width="539" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in den Städel Garten: Die Arbeit „Erster Schornstein II“ (2013) von Jan Svenungsson ist rechts im Bild zu sehen, im Vordergrund das Werk „Shutter&#39;s Lullaby / Ellipse for Städel, 2012“ von Olaf Nicolai. Foto: Norbert Miguletz; © Vordergrund: Olaf Nicolai / VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Hintergrund: Jan Svenungsson</p></div>
<p><span id="more-5444"></span></p>
<p>Pünktlich um 9 Uhr morgens bei noch kühler Luft und Sonnenschein trifft sich Tobias Rehberger mit unterschiedlichsten Mitarbeitern des Städel Museums im Städel Garten: rund 10 Personen der Abteilungen Aufbauteam, Ausstellungsdienst und der Abteilung Gegenwartskunst sind vor Ort. Auf der Rasenfläche unterhalb eines großen Baumes ist ein Stück mit Absperrband abgeteilt, es wird vermessen, immer wieder geschaut und diskutiert. Genau an diese nun abgegrenzte Stelle soll in einigen Wochen Rehbergers Arbeit „Capri Moon“ aufgestellt werden. Eine poetische, surreal anmutende Arbeit: eine puristisch gestaltete, in strenger Geometrie aufgebaute Gartenbank, darüber schwebt eine große, weiße Kugel, die immer nur dann leuchtet, wenn auch der Mond über der italienischen Insel Capri scheint. Die Bank, auf das andere Mainufer ausgerichtet, lenkt den Blick als erstes auf die Bankgebäude der Frankfurter Skyline. Tobias Rehberger, der 1966 in Esslingen am Neckar geboren wurde und in Berlin und Frankfurt arbeitet, schaut gespannt auf die Baumkrone und den abgegrenzten Rasenbereich: „Wichtig für den Standort der Arbeit war für mich ein geeigneter, schöner Baum und natürlich auch ein Ausblick, der zur Arbeit passt“, erläutert Rehberger, der an der Städel-Schule auch als Professor tätig ist. Ähnlich wie sein Werk „Patrio o muerte“, das im Städel Museum im Peichl-Bau zu sehen ist, thematisiert auch diese Arbeit sogenannte „Zwischenorte“: „Beide Arbeiten beziehen sich eigentlich auf andere Orte, es geht um die Frage nach dem Hier und Dort, dem Vorher und Nachher, diese Begrifflichkeiten möchte ich mit der Arbeit verhandeln“, sagt Tobias Rehberger. „Und über die Romantik bzw. die Pseudoromantik mache ich mich gleichzeitig auch etwas lustig“, fügt er noch schmunzelnd hinzu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5440" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_garten_rehberger_2" rel="attachment wp-att-5440"><img class="size-full wp-image-5440" title="blog_garten_rehberger_2" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_garten_rehberger_2.jpg" alt="" width="425" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Planung und Aufbau der Arbeit &quot;Capri Moon&quot;, rechts Künstler Tobias Rehberger. Foto: Städel Museum</p></div>
<p><strong><br />
Text, Musik, Klangobjekte<br />
</strong>Die Skulptur ist inzwischen aufgebaut und neben 14 weiteren Skulpturen aus dem 20. und 21. Jahrhundert im Städel Garten zu sehen. Die feierliche Eröffnung der Neupräsentation der Skulpturen im Städel Garten wird am Dienstag, den 30. April um 19 Uhr eröffnet und leitet damit die Gartensaison ganz offiziell ein – denn künftig werden auf dem Gartengelände rund um das Städel in regelmäßigen Abständen auch Performances, temporäre installative Arbeiten und Filmvorführen stattfinden. Am Dienstag, 30. April läutet dies die US-amerikanische Künstlerin Adrian Williams (*1979 in Portland, Oregon, USA, lebt und arbeitet in Frankfurt am Main) mit ihrer Performance „Watering Hole“ ein. Die Aufführung unter Beteiligung von Schauspielern, dem Kinderchor Frankfurt und der Jungen Deutschen Philharmonie wird Text, Musik und Klangobjekte miteinander verbinden. Neben der Arbeit von Rehberger wurden auch Skulpturen und installative Arbeiten der zeitgenössischen Künstler Janet Cardiff &amp; George Bures Miller (*1957 in Brussels, Ontario, Kanada, bzw. 1960 in Vegreville, Alberta, Kanada), Olaf Nicolai (*1962 in Halle a. d. Saale) und Jan Svenungsson (*1961 in Lund, Schweden) neu aufgestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5442" class="wp-caption alignnone" style="width: 276px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_skulpturen-3631_11_web" rel="attachment wp-att-5442"><img class="size-large wp-image-5442" title="blog_SKULPTUREN-3631_11_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_SKULPTUREN-3631_11_web-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Tobias Rehberger (1966); Capri Moon, 2011; Aluminium, Stahl verzinkt, Industrie-Lack, Acrylglas, elektronische Steuerung, Leuchtmittel; Städel Museum, Frankfurt am Main; Foto: Norbert Miguletz; © Tobias Rehberger</p></div>
<p><strong></strong> <strong><br />
Raum für Irritationen<br />
</strong>Am augenfälligsten und auch von Weiten deutlich sichtbar ist die Arbeit des in Berlin lebenden Künstlers Jan Svenungsson: für das Städel hat er die Arbeit „Erster Schornstein II“ geschaffen. Ein zehn Meter hoher, aus rotem Kanalklinker gebauter Schornstein, wie er einst bei den unzähligen Industriebauten des 19. Jahrhunderts zu finden war. Der mit einem Maurerteam in den vergangenen Wochen gebaute Schornstein steht nah am Gebäude des Museums, ist  allerdings weit kleiner als dieses. Der Schlot, der ohnehin mit keinem Gebäude verbunden ist um Rauch abzuführen, wird in seiner Funktionslosigkeit damit nur noch verstärkt. „Mich interessiert an dieser Arbeit der Störungseffekt“, sagt Jan Svenungsson. „Kunst im öffentlichen Raum bietet oft eine große Projektionsfläche, sie kann Irritation auslösen, aber auch zu ganz unterschiedlichen Interpretationen führen.“ Ob als Kommentar zum Ende des Industrialismus, als umweltpolitische Kritik oder als Phallus-Symbol – Svenungsson hat bereits zahlreiche Deutungen seiner Arbeit erfahren. Genau diese verschiedenen Möglichkeiten der Deutung machen für Svenungsson auch das Motiv des Schornsteins so interessant. Seine Schlote entstanden inzwischen unter anderem in Finnland, Schweden und Südkorea. Einer der Schornsteine wurde sogar in einem Fluss gebaut. Auf die Frage, wie der Künstler seine Arbeit selbst versteht, lacht Svenungsson nur: „Was das eigentlich ist, frage ich mich selbst immer noch. Es gibt keine endgültige Antwort und das macht die Skulptur so spannend“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5443" class="wp-caption alignnone" style="width: 273px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/attachment/blog_svenungsson_1" rel="attachment wp-att-5443"><img class="size-large wp-image-5443 " title="blog_svenungsson_1" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_svenungsson_1-263x400.jpg" alt="" width="263" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Während des Aufbaus seines Werks &quot;Erster Schornstein II&quot; unterstützte Jan Svenungsson das Maurerteam als Hiflsarbeiter. Auch dies ist Teil des Konzepts seiner Arbeit. Foto: Städel Museum</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Städel Garten eröffnet am Dienstag, 30. April 2013 um 19 Uhr, dort können dann alle Werke ausgiebig betrachtet und erlebt werden. Wir freuen uns auf Euer Kommen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Silke Janßen ist Pressereferentin im Städel Museum. Zu ihrer persönlichen Lieblingsarbeit im Städel Garten zählt das nur auf den ersten Blick unscheinbare Werk „The Bench“ von Janet Cardiff &amp; Georges Bures Miller.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5444" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/stadel-garten-im-neuen-glanz/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kuratorische Einblicke: Vom Entstehen einer Ausstellung</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 15:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Samira Idrisu und Johanna Knoop</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Universität Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Starling]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengalerie 1.357]]></category>
		<category><![CDATA[Videokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Wael Shawky]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5394</guid>
		<description><![CDATA[Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem Preis ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem <a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis">Preis</a> ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In diesem Blogbeitrag erzählen zwei Studentinnen von ihrer Teilnahme am Projekt Studiengalerie und berichten von den Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Vorbereitung einer Ausstellung.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/sm_13_04_stg_plakate-page-001" rel="attachment wp-att-5397"><img class="alignnone size-large wp-image-5397" title="sm_13_04_stg_plakate-page-001" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/sm_13_04_stg_plakate-page-001-282x400.jpg" alt="" width="282" height="400" /></a></p>
<p><span id="more-5394"></span></p>
<p>Seit einem Semester besuchen wir, zwei Studentinnen der Kunstgeschichte, die universitäre Veranstaltung „Studiengalerie 1.357; Studiengruppe Erinnerungskultur, Geschichtspolitik und Bildgebrauch“. Auf dem üblichen Wege – durch einen Blick in das Vorlesungsverzeichnis – wurden wir auf die Veranstaltung aufmerksam. Dabei waren besonders die Begriffe „zeitgenössisch“ und „Videokunst“ die Zauberworte, die es benötigte, um sich zum regelmäßigen Treffen am Donnerstagabend für die Veranstaltung einzutragen. <strong></strong></p>
<p>Beim Besuch der ersten Veranstaltung waren wir erstaunt, wie viele Studierende in den kleinen, mit Holz verkleideten Raum passten. Und auch die Anwesenheit zweier Juroren des Hessischen Hochschulpreises schüchterte uns etwas ein.  Schnell wurde deutlich, dass sich diese Veranstaltung von den üblichen Seminarangeboten abhebt! Mit der Zeit relativierte sich jedoch die Anzahl der Studenten auf ein Normalmaß bedingt durch die organisatorische Ausrichtung des Seminars. Denn in einem Semester werden jeweils zwei Filme ausgesucht und vorbereitet, die dann jedoch erst im kommenden Semester eröffnet werden. Daher fanden sich zu Beginn des Seminars im Oktober sowohl die Studierenden der vergangenen Veranstaltung als auch wir neuen Seminarteilnehmer. Nun, im neuen Semester, starten wir gemeinsam mit der nächsten Studierendengruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignnone" style="width: 478px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/blog_starling_still_web" rel="attachment wp-att-5398"><img class="size-large wp-image-5398  " title="blog_Starling_still_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_Starling_still_web-650x384.jpg" alt="" width="468" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Simon Starling; Project for a Masquerade (Hiroshima), 2010; 16mm-Film transferiert auf HD; 25:54 Minuten; Courtesy Simon Starling und neugerriemschneider, Berlin</p></div>
<p><strong><br />
Objektive und subjektive Kriterien<br />
</strong>Einen großen Teil des Seminars verbrachten wir zunächst damit unterschiedlichste Filme zeitgenössischer Künstler zu sichten und aus dieser Vielzahl zwei passende, natürlich auch anregende Arbeiten auszuwählen. Die Entscheidung fiel uns dieses Jahr sehr schwer, denn wie lässt sich ein Film vor allem nach objektiven und nicht nach subjektiven Kriterien betrachten und bewerten? Daneben gibt es bestimmte Rahmenbedingungen, die unsere Wahl eingrenzten, da manche Filme zu lang für die Vorführungen waren oder in unseren Räumlichkeiten der Studiengalerie 1.375 nicht umsetzbar sind. Das wichtigste Kriterium unserer Auswahl blieb jedoch, ob und auf welche Art und Weise, sich der Film inhaltlich mit dem Thema der Erinnerungskultur beschäftigt. Wir diskutierten und analysierten die Inhalte der Filme ausgiebig hinsichtlich dieser Fragestellung. Schlussendlich fiel in diesem Semester unsere Wahl auf die beiden Filme „Project for a Masquerade (Hiroshima)“ von Simon Starling, der unter anderem als Professor an der Städel-Schule tätig ist, und „Cabaret Crusades: The Horror Show File” von Documenta 13-Teilnehmer Wael Shawky. Die beiden Filme werden am Mittwoch, 24. April (Shawky) und am Mittwoch,  12. Juni (Starling) im Raum 1.357 des IG-Farben-Hauses eröffnet und anschließend 6 Wochen jeweils dort zu sehen sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignnone" style="width: 492px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/shawky-cabaret_crusades_the_horror_show_file_2010_film_still_antioc_1_web" rel="attachment wp-att-5402"><img class="size-full wp-image-5402" title="Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File,_2010,_Film_still,_Antioc_1_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File_2010_Film_still_Antioc_1_web.jpg" alt="" width="482" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Wael Shawky; Cabaret Crusades: The Horror Show File, 2010; HD Video, Farbe, Sound, 31:49 Min.; Video still; Courtesy Wael Shawky und Sfeir-Semler Gallery, Beirut / Hamburg</p></div>
<p><strong><br />
Bausteine einer Eröffnung<br />
</strong>Nachdem nach unzähligen Diskussionen und Gesprächen endlich die Entscheidung für die zwei Filme gefallen war, schlossen sich aus unserem Seminar jeweils zwei Expertengruppen für die Filme zusammen. Wir beschäftigten uns dort eingehend mit dem Film, recherchierten und sammelten Material. Dann ging es an die konkrete Umsetzung, denn für jede Ausstellung wird eine Pressemitteilung, ein Wandtext und ein bis zwei Reden für den Eröffnungsabend benötigt. Auch dieser Blogtext ist natürlich ein weiterer Baustein, wenn es gilt, die Ausstellungen und das Konzept der Studiengalerie vorzustellen.  Wir erarbeiteten die verschiedenen Texte und Reden in unseren Expertengruppen und besprachen diese schließlich  in der Gruppe – ein nervenaufreibender, dafür umso spannender Prozess, der zumeist bis kurz vor der Eröffnung andauert. So blicken wir also gespannt auf die kommenden Eröffnungen, doch bisher ist die Organisation und  Umsetzung  immer gelungen und die Ausstellungseröffnungen wurden zum Erfolg. </p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/artikel_studiengalerie_3-300x199" rel="attachment wp-att-5396"><img class="size-full wp-image-5396" title="Artikel_Studiengalerie_3-300x199" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Artikel_Studiengalerie_3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die Studiengalerie</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Besondere der Studiengalerie ist, dass es drei Dozenten aus unterschiedlichen Fachbereichen gibt, die diese leiten: Das Dreigestirn besteht aus Dr. Henning Engelke, als Kunsthistoriker der Goethe-Universität der Fachmann für Gegenwartskunst, Prof. Dr. Bernhard Jussen, als Geschichstwissenschaftler, der Mann mit dem historischen Durchblick und Dr. Martin Engler, der Kurator und Leiter der Sammlung Gegenwartskunst des Städel Museums und damit der Ausstellungsexperte. Interessant waren aus diesem Grund auch die auf höchstem Niveau geführten Diskussionen unter den drei Dozenten, wenn diese unterschiedlicher Meinung waren.</p>
<p><strong>Zwischen Walter Benjamin und Hannah Arendt<br />
</strong>Das Thema Erinnerungskultur, also die Frage, auf welche Weise und wie wir uns erinnern, wie Geschichte aufgefasst und wiedergegeben wird, bietet im Seminar eine große Fläche für Diskussionen. Und ohne Verweise auf Konzepte und Theorien der Philosophen Walter Benjamin oder Hannah Ahrendt kommt keine unserer Stunden aus.</p>
<p>Die fachübergreifende Arbeit gemeinsam von Studierenden der Kunstgeschichte und der Geschichtswissenschaften bietet im Seminar beiden Seiten etwas: uns Kunsthistorikern die Möglichkeit, uns unter geschichtlichen Fragestellungen mit einem Film auseinander zu setzen, wohingegen die künstlerische und medienwissenschaftliche Auseinandersetzung wiederum für die Studierenden mit historischem Schwerpunkt neu war. Ein großer Reiz an diesem Projekt ist natürlich auch der kuratorische Einblick, den man hier erhält: In keiner anderen Übung ist man so praktisch orientiert!</p>
<p>Durch die Teilnahme am Projekt der Studiengalerie konnten wir viel über das Medium Film lernen, ein Thema, das meistens in Veranstaltungen nur gestreift wird. Uns wurde deutlich, dass durch das Hinzukommen der medialen Ebenen Ton und bewegtes Bild die Analyse besonders komplex wird. Dennoch und gerade deswegen: Für das nächste Semester haben wir uns vorgenommen, die Studiengalerie weiterhin zu besuchen, da das Projekt eine besondere Nähe zur Ausstellungsentwicklung schafft und ganz real Ausstellungen ermöglicht.</p>
<p><strong><br />
Ort:</strong> Studiengalerie, Raum 1.357, Johann Wolfgang Goethe-Universität / Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grünburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main<br />
<strong>Öffnungszeiten der Studiengalerie</strong>: montags bis donnerstags von 12-17 Uhr<br />
<strong>Weitere Informationen</strong> erhaltet Ihr auf dem <a title="Blog der Studiengalerie" href="http://studiengalerie1357.wordpress.com/" target="_blank">Blog der Studiengalerie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorinnen dieses Gastblogbeitrags Johanna Knoop und Samira Idrisu freuen sich schon auf die Vernissage ihres Lieblingsfilms von Wael Shawky am 24. April um 20 Uhr in der Studiengalerie, Raum 1.357 des IG-Farben-Gebäudes. Auch Gäste sind hierzu natürlich herzlich eingeladen!</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5394" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Künstlerfilm von Adrian Williams zur Performance „Watering Hole“</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kunstlerfilm-von-adrian-williams-zur-performance-%e2%80%9ewatering-hole%e2%80%9c</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kunstlerfilm-von-adrian-williams-zur-performance-%e2%80%9ewatering-hole%e2%80%9c#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Adrian Williams]]></category>
		<category><![CDATA[Performance]]></category>
		<category><![CDATA[Städel-Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Watering Hole]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5346</guid>
		<description><![CDATA[Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten Skulpturen völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten <a title="Skulptur im Städel Garten" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1793" target="_blank">Skulpturen </a>völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung von Adrian Williams gibt Euch hier der von der Künstlerin selbst produzierte Film. <br />
</strong> <br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/KLTRh7v011U" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span id="more-5346"></span></p>
<p><strong>Text, Musik und Klangobjekte<br />
</strong>Die Aufführung „Watering Hole“ verbindet Text, Musik und Klangobjekte mit einer weiträumigen Choreografie. Dieser von Adrian Williams selbst produzierte Film gibt musikalisch und atmosphärisch einen ersten Einblick in ihre performative Arbeitsweise. Den Gesang im Film werdet Ihr wiedererkennen, wenn Ihr Euch für einen Besuch der Aufführung im Städel Garten entscheidet, denn: Die Performance wird realisiert unter Mitwirkung von Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie und des Kinderchors Frankfurt in Verbindung mit dem Hessischen Rundfunk und mit Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main.</p>
<p>„Watering Hole“ von Adrian Williams bildet den Auftakt für eine in regelmäßigen Abständen geplante Bespielung des Gartengeländes rund um das Städel Museum. Ermöglicht wird diese Idee durch die neu ins Leben gerufene „Städel Gartengesellschaft“, einen Förderkreis von engagierten Privatpersonen, der gezielt die Präsentation von Gegenwartskunst im Städel Garten unterstützt.</p>
<p><strong>Weitere Aufführungstermine der Performance „Watering Hole“ im Städel Garten:</strong><br />
Mittwoch, 1. Mai, 16.00 Uhr<br />
Donnerstag, 2. Mai, 20.00 Uhr<br />
Samstag, 4. Mai, 20.00 Uhr und 21.30 Uhr im Rahmen der „Nacht der Museen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Autorin Karoline Leibfried, im Städel Museum als Pressereferentin tätig, hat nicht nur diesen Text verfasst, sondern auch die Filmproduktion begleitet.</strong></p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5346" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kunstlerfilm-von-adrian-williams-zur-performance-%e2%80%9ewatering-hole%e2%80%9c/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gartensaison eröffnet – Gegenwartskunst im Städel Garten</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 14:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick hinter die Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Wotruba]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgio de Chiricos]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Svenungsson]]></category>
		<category><![CDATA[Janet Cardiff & George Bures Miller]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Lüpertz]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Croissant]]></category>
		<category><![CDATA[Olaf Nicolai]]></category>
		<category><![CDATA[Per Kirkeby]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Städel-Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Städelschule]]></category>
		<category><![CDATA[Tobias Rehberger]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5273</guid>
		<description><![CDATA[Mit einem großen Fest eröffnen wir am Dienstag, 30. April 2013 ab 19 Uhr die Gartensaison: Anlässlich bedeutender Neuerwerbungen von Skulpturen, die für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir den Städel Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab April 2013 völlig neu. Schon jetzt sind viele der neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem großen Fest eröffnen wir am Dienstag, 30. April 2013 ab 19 Uhr die Gartensaison: Anlässlich bedeutender Neuerwerbungen von Skulpturen, die für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir den Städel Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab April 2013 völlig neu. Schon jetzt sind viele der neuen Werke im Garten zu entdecken.</strong> </p>
<div id="attachment_5277" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-2960-66_web" rel="attachment wp-att-5277"><img class="size-full wp-image-5277" title="SKULPTUREN-2960-66_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-2960-66_web.jpg" alt="" width="425" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">Die Arbeit &quot;Capri Moon&quot; (2011) von Tobias Rehberger im Städel Garten. Foto: Norbert Miguletz; © Tobias Rehberger</p></div>
<p><span id="more-5273"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bewegung im Städel Garten: Viele spannende, neue Skulpturen im Städel Garten werden derzeit ausgepackt und justiert, die damit den bevor stehenden Frühling nun endlich einläuten können. Denn auf dem Gartengelände rund um das Museumsgebäude bietet ab Ende April eine Vielzahl faszinierender Kunstwerke die Möglichkeit, einzigartige Entdeckungen unter freiem Himmel zu machen. Die neu erworbenen, installativen und zum Teil interaktiven Arbeiten der Künstler Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Jan Svenungsson sowie Janet Cardiff &amp; George Bures Miller treten in Dialog mit bereits vorhandenen, nun aber ebenfalls neu positionierten Skulpturen von Künstlern wie Fritz Wotruba oder Michael Croissant. Auch die Künstler Per Kirkeby (<em>Tor II</em>, 1987) und Markus Lüpertz (<em>Hirte</em>, 1986) sind mit jüngst erworbenen und im Städel Garten aufgestellten Werken vertreten. Hier bekommt Ihr schon einmal einen ersten Überblick über die neuen Skulpturen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5276" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/blog_skulpturen_web" rel="attachment wp-att-5276"><img class="size-full wp-image-5276" title="blog_skulpturen_Web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_skulpturen_Web.jpg" alt="" width="425" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Aufbau: Die Bronzeskulptur „Reiter“ (1910/11) von Arthur Volkmann</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Spielerisch, kontemplativ, fast mystisch<br />
</strong>Die Kugel von <em>Capri Moon</em> (2011) des an der Städelschule lehrenden Künstlers <strong>Tobias Rehberger</strong> (geb. 1966 in Esslingen am Neckar) leuchtet nur dann über der Bank, wenn der Mond über der Insel Capri zu sehen ist. Er stiftet eine irreale, suggestive Verbindung zwischen zwei weit voneinander entfernten Orten. Die Plinthe könnte der Lichtkegel des Mondes sein – so wirkt die Installation spielerisch, kontemplativ, fast mystisch. Zugleich suggerieren die strenge Geometrie und nicht zuletzt die klare Linienführung eine ästhetische Spannung zwischen Kunst und Natur, Museum und Park, Nähe und Distanz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5278" class="wp-caption alignnone" style="width: 276px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-3002_web" rel="attachment wp-att-5278"><img class="size-large wp-image-5278 " title="SKULPTUREN-3002_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-3002_web-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Blickachse im Städel Garten: im Vordergrund die Skulptur „Narcisse (Brunnenfigur)“ (1928/29) von Gustav Heinrich Wolff, im Hintergrund Markus Lüpertz‘ Bronzeskulptur „Hirte“ (1986). Foto: Norbert Miguletz; © „Hirte“: VG Bild-Kunst, 2013</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Gast wird zum Zuhörer, zum Lauschenden, zum Angesprochenen<br />
</strong>In einer ruhigen Ecke des Gartens lädt eine zunächst unscheinbare Bank zum Verweilen ein: <em>The Bench</em> (2012) von <strong>Janet Cardiff &amp; George Bures Miller</strong> (geb. 1957 in Brussels, Ontario, Kanada, bzw. 1960 in Vegreville, Alberta, Kanada). Nimmt man Platz, findet man sich unerwartet inmitten eines geflüsterten Monologs wieder. Eine Frauenstimme verliest einen Brief und kommentiert diesen zugleich: Wir werden zum Zuhörer, zum Lauschenden, aber auch zum Angesprochenen, wenn sich die verschiedenen Ebenen – Garten, Imagination, Brief, Dialog, Selbstgespräch – zunehmend vermischen. Die Soundinstallation richtet sich allein an den Hörsinn des „Betrachters“ und lässt dabei subjektive wie assoziative Bilder vor dem geistigen Auge entstehen.</p>
<p><strong>Strenge und Schlichtheit<br />
</strong><em>Shutter’s Lullaby/Ellipse for Städel</em> (2012) des in Berlin lebenden Künstlers <strong>Olaf Nicolai </strong>(geb. 1962 in Halle a. d. Saale) ist ein begehbarer Pavillon aus schwarzen Perlenschnüren. Diese umschreiben zwei konzentrische Ellipsen, die zugleich transparent und geschlossen sind. Die Strenge und Schlichtheit der Formen erinnert an die wuchtigen Installationen Richard Serras. Zugleich erzeugen die ständige Bewegung und Überschneidung der Perlenschnüre eine Art optischer Täuschung, wie wir sie aus der Op-Art kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5279" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-3130_web" rel="attachment wp-att-5279"><img class="size-full wp-image-5279" title="SKULPTUREN-3130_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-3130_web.jpg" alt="" width="425" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Skulpturen im Städel Garten: Das Werk &quot;Shutter&#39;s Lullaby / Ellipse for Städel&quot; (2012) von Olaf Nicolai ist im Vordergrund zu sehen, dahinter wird die Arbeit &quot;Erster Schornstein II&quot; (2013) von Jan Svenungsson noch aufgebaut. Foto: Norbert Miguletz.; © Olaf Nicolai und VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Jan Svenungsson</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Surreale Orte<br />
</strong>Zudem wird im Städel Garten <em>Erster Schornstein II</em> (2013) des schwedischen Künstlers <strong>Jan Svenungsson </strong>(geb. 1961 in Lund, Schweden) gezeigt. Die zehn Meter hohe Skulptur wurde erstmals 1992 vor dem Moderna Museet Stockholm als erste einer ganzen Reihe von Kunst-Schornsteinen platziert und zieht nun in den Städel Garten. Seit den 1990er-Jahren errichtet der in Berlin lebende Svenungsson vereinzelte, funktionslose Schornstein-Skulpturen und verwandelt damit unterschiedlichste Orte in surreale (Stadt-)Landschaften im Stile Giorgio de Chiricos.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Silke Janßen ist als Pressereferentin im Städel Museum tätig. Wann der Mond über der Insel Capri scheint, weiß sie nun sehr genau, denn beim Blick aus dem Bürofenster ist die Arbeit <em>Capri Moon</em> von Tobias Rehberger bestens zu sehen.</strong></p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5273" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ausgezeichnet! Innovatives Lehrformat des Städel und der Goethe-Universität erhält Preis</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 15:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick hinter die Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Martin Engler]]></category>
		<category><![CDATA[Erik van Lieshout]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Universität Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Starling]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengalerie 1.357]]></category>
		<category><![CDATA[Wael Shawky]]></category>
		<category><![CDATA[William Kentridge]]></category>
		<category><![CDATA[Yael Bartana]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5216</guid>
		<description><![CDATA[Bereits seit Mitte 2010 erarbeiten Studierende der Kunstgeschichte und des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main mehrere Ausstellungen zur zeitgenössischen (Video-) Kunst, die in der eigenen „Studiengalerie 1.357“ auf dem Frankfurter Campus Westend im IG-Farben-Haus gezeigt werden. Zu sehen waren bislang bereits Arbeiten von international bekannten Künstlern wie Yael Bartana (*1970 in Afula, Israel),William [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bereits seit Mitte 2010 erarbeiten Studierende der Kunstgeschichte und des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main mehrere Ausstellungen zur zeitgenössischen (Video-) Kunst, die in der eigenen „Studiengalerie 1.357“ auf dem Frankfurter Campus Westend im IG-Farben-Haus gezeigt werden. Zu sehen waren bislang bereits Arbeiten </strong><strong>von international bekannten Künstlern wie Yael Bartana (*1970 in Afula, Israel)</strong><span style="color: #000000;">,</span><strong>William Kentridge (*1955 in Johannesburg, Südafrika) oder Erik van Lieshout (*1968 in Deurne, Niederlande). Das Besondere dieser interdisziplinären Studiengruppe: Sie ist zugleich auch ein Kooperationsprojekt mit dem Städel Museum, denn das wöchentliche Seminar wird gemeinsam von Dozenten der Universität und Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter der Gegenwartskunst im Städel, geleitet. Das innovative Lehrformat mit dem Titel „Erinnerungskultur, Gedächtnispolitik und Bildgebrauch“ wurde nun mit einem Preis ausgezeichnet.</strong></p>
<div id="attachment_4990" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis/attachment/preisverleihung-199_web" rel="attachment wp-att-4990"><img class="size-full wp-image-4990" title="Preisverleihung-199_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/Preisverleihung-199_web.jpg" alt="" width="425" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgezeichnet! Die Leiter der Studiengalerie bei der Preisverleihung im Schloss Biebrich in Wiesbaden Dr. Henning Engelke (Goethe-Universität Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Michael Madeja (Geschäftsführung Hertie Stiftung), Dr. Martin Engler (Städel Museum), Prof. Dr. Bernhard Jussen (Goethe-Universität Frankfurt a. M.) und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann (v.l.n.r.) Foto: Uwe Dettmar</p></div>
<p><strong><span id="more-5216"></span></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Unterschiedliche Methoden, andere Fragestellungen<br />
</strong>Rund 20 Studierende blicken auf ihre Kommilitonin, die gerade hinter dem Pult steht, um ihren Entwurf der Eröffnungsrede vorzutragen. Noch ist es ein Versuch, der in wenigen Wochen jedoch ganz real die Ausstellung der Studiengalerie 1.357 eröffnen soll. Bevor die Seminarteilnehmerin auf ihre Rede eine Rückmeldung von den drei Dozenten erhält, fragen diese zunächst offen in die Runde: „Und, fandet ihr sie gut? Muss noch was geändert werden?“ Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Seminar wirkt, ist alles andere als eine alltägliche universitäre Veranstaltung. Denn zum einen stammen die Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen – Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaften – und neben den Dozenten Prof. Dr. Bernhard Jussen und Dr. Henning Engelke ist mit Dr. Martin Engler vom Städel zudem ein Kurator aus der Praxis dabei – unterschiedliche Fragestellungen, andere Methoden und Herangehensweisen, wenn es darum geht, eine Ausstellung zu erarbeiten. Dieses innovative Konzept wurde nun mit dem 3. Preis des Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2012 prämiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5262" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/?attachment_id=5262"><img class="size-full wp-image-5262" title="studiengalerie_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/studiengalerie_web.jpg" alt="" width="425" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in den Ausstellungsraum der Studiengalerie 1.357 in der Frankfurt Goethe-Universität</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Autonomes Seminar<br />
</strong>Die Idee zu dieser seit 2010 stattfindenden außergewöhnlichen Seminar-Kooperation reifte bereits 2009 heran, als sich Martin Engler und Bernhard Jussen (Professor für Mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar) kennenlernten. „Spannend an dieser Zusammenarbeit schien uns die Möglichkeit, die Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und zu bewerten“, sagt Martin Engler und fügt hinzu: „Sowohl für uns Lehrende, als auch für die Studierenden.“ Die Studiengruppe, die die „Studiengalerie 1.357“ betreibt, versteht sich als autonomes Seminar. Das Konzept und das Format definieren die Studierenden selbst. Sie suchen Videoarbeiten zeitgenössischer Künstler aus, diskutieren die Vorschläge und verteidigen notfalls den eigenen Favoriten vor den Kommilitonen und den Lehrenden. Sobald der Film, der in der Studiengalerie gezeigt werden soll, feststeht, wird die gesamte Ausstellungsplanung ebenfalls von der Seminargruppe umgesetzt: Die Vermittlungstexte werden selbst geschrieben, die Eröffnung organisiert, eine Pressemitteilung verfasst, Poster gedruckt, die Reden gehalten, usw.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5260" class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/?attachment_id=5260"><img class="size-full wp-image-5260" title="studiengalerie_2010-10 Lieshout Eroeffnung_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/studiengalerie_2010-10-Lieshout-Eroeffnung_web.jpg" alt="" width="510" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">Eröffnung einer Ausstellung der Studiengalerie 1.357</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Praxiserfahrung mit Experten<br />
</strong>Inzwischen besuchen einige Studierende bereits zum wiederholten Male das Seminar – auch ohne die Verpflichtung einen Schein erwerben zu müssen, denn was in diesem Seminar zählt, ist die gewonnene Praxiserfahrung mit Experten. Der mit 10.000 Euro dotierte Hochschulpreis fließt übrigens wieder an die Studiengalerie zurück: „Wir finanzieren damit Aufsichten, die dem Besucher dann Rede und Antwort stehen können“, freut sich Martin Engler. Denn ganz essentiell bei diesem Projekt ist der Dialog: „So können wir mit den Besuchern ins Gespräch kommen und die Ausstellungsinhalte weiter vermitteln“.</p>
<p>Die nächsten Ausstellungseröffnungen der „Studiengalerie 1.357“ finden am Mittwoch, 24. April sowie am Mittwoch, 12. Juni 2013 statt. Herzlich willkommen sind natürlich nicht nur Studenten! Im April wird ein Film des ägyptischen documenta13-Teilnehmers Wael Shawky gezeigt, im Juni folgt ein Film von Städel-Professor Simon Starling.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ort:</strong> Studiengalerie, Raum 1.357, Johann Wolfgang Goethe-Universität / Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grünburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main<br />
<strong>Öffnungszeiten der Studiengalerie</strong>: montags bis donnerstags von 12-17 Uhr<br />
<strong>Weitere Informationen</strong> erhaltet Ihr auf dem <a title="Blog der Studiengalerie" href="http://studiengalerie1357.wordpress.com/" target="_blank">Blog der Studiengalerie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Autorin Silke Janßen ist beim Städel Museum als Pressereferentin tätig.  Für diesen Blogbeitrag nahm sie an einem der Seminare teil und ist schon sehr gespannt auf die beiden kommenden Ausstellungen.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5216" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tagebuch einer Beobachtung: „Mann mit blauem Schal“ ist unser Buchtipp im April</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/tagebuch-einer-beobachtung-%e2%80%9emann-mit-blauem-schal%e2%80%9c-ist-unser-buchtipp-im-april</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/tagebuch-einer-beobachtung-%e2%80%9emann-mit-blauem-schal%e2%80%9c-ist-unser-buchtipp-im-april#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 16:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Braun</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Caravaggio]]></category>
		<category><![CDATA[Francis Bacon]]></category>
		<category><![CDATA[Francisco de Goya]]></category>
		<category><![CDATA[Lucian Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Gayford]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmund Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Tizian]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=5191</guid>
		<description><![CDATA[Der im Sommer 2011 verstorbene Maler Lucian Freud gilt als einer der größten Porträtisten unserer Zeit. In seiner typischen, teilweise erschreckend-realistischen Malweise hat der Enkelsohn von Sigmund Freud bereits die Queen, die schwangere Kate Moss, aber auch zahlreiche Ganoven und Freunde der Londoner Unterwelt porträtiert. Seine Akte und Bildnisse thematisieren nicht selten den Verfall der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der im Sommer 2011 verstorbene Maler Lucian Freud gilt als einer der größten Porträtisten unserer Zeit. In seiner typischen, teilweise erschreckend-realistischen Malweise hat der Enkelsohn von Sigmund Freud bereits die Queen, die schwangere Kate Moss, aber auch zahlreiche Ganoven und Freunde der Londoner Unterwelt porträtiert. Seine Akte und Bildnisse thematisieren nicht selten den Verfall der körperlichen Existenz und sind Resultat monatelanger Sitzungen im Atelier des Künstlers. Der Kunstkritiker Martin Gayford hat sich über einen Zeitraum von insgesamt sieben Monaten und unzähligen langatmigen, frustrierenden und erhellenden Treffen von Lucian Freud porträtieren lassen. Seine ganz persönlichen Aufzeichnungen wurden nun in einem fantastischen Buch veröffentlicht. </strong></p>
<div id="attachment_5182" class="wp-caption alignnone" style="width: 280px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/tagebuch-einer-beobachtung-%e2%80%9emann-mit-blauem-schal%e2%80%9c-ist-unser-buchtipp-im-april/attachment/buchcover_gayford" rel="attachment wp-att-5182"><img class="size-large wp-image-5182" title="buchcover_gayford" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/buchcover_gayford-270x400.jpg" alt="" width="270" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buch des Monats im April: &quot;Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch&quot; von Martin Gayford</p></div>
<p><span id="more-5191"></span></p>
<p>Über sieben Monate, vom 28. November 2003 bis zum 4. Juli 2004, sitzt der Journalist und Autor Martin Gayford dem britischen Maler Modell. Während dieser die Form seines Gesichts, die Beschaffenheit seiner Haut oder die Farbschattierungen seines Schals bis ins kleinste Details mustert, beobachtet, auf Leinwand überträgt und oftmals wieder verwirft, führt Gayford Tagebuch. Dabei dokumentiert er Freuds Arbeitsweise – und mindestens genauso spannend – seine eigene Erfahrung, Gegenstand dieser Arbeit und dieser intensiven Beobachtung zu sein.</p>
<p><strong>Von Konzentration bis Frustration<br />
</strong>Im abgedunkelten Atelier von Lucian Freud durchlebt Gayford gegensätzlichste Gemütszustände von Anspannung, Konzentration und fast meditativer Ruhe bis hin zu quälender Langsamkeit, Frustration und Langeweile – einer Ermattungsstrategie Freuds, nach der jeder vor lauter Erschöpfung irgendwann die Maske fallen lässt. Anschließend gehen die beiden in Restaurants oder auch ins Museum um sich noch einmal „in freier Wildbahn“ zu unterhalten und zu beobachten. Dabei und nebenbei plaudert Lucian Freud über sein bewegtes Leben, seine Freundschaft zum Maler Francis Bacon, seine mal mehr und mal weniger geschätzten britischen Künstlerkollegen, aber auch über seine Lieblingsmotive, sogar Lieblingstiere und immer wieder über seine Lieblingsmaler –  die Alten Meister um Caravaggio, Goya oder Tizian. Das Bild, ein lediglich 51 Zentimeter breites und 66 Zentimeter hohes Schulterstück, wurde vergleichsweise schnell fertig: nach insgesamt vierzig Sitzungen endet die für Gayford als „gnadenlos intim“ beschriebene Zeit und wir erhalten nicht nur ein neues Werk Freuds sondern ein einzigartiges Buch über die hohe Kunst des Porträtierens.</p>
<p>Das übrigens auch ganz wunderbar gestaltete Tagebuch liest sich, Seite für Seite, spannend wie ein Roman. Eine beeindruckende Erzählung über die Kunst der Malerei, in der wir erfahren, was für ein Künstler – und auch was für ein Mensch – der 1922 in Berlin geboren Lucian Freud war.</p>
<p>Martin Gayford, Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch<br />
aus dem Englischen übersetzt von Heike Reissig<br />
2011 erschienen im Piet Meyer Verlag<br />
Hardcover, 248 Seiten<br />
ISBN 978-3-905799-11-8<br />
28,40 Euro<br />
erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Städel Museum habt Ihr übrigens auch Gelegenheit ein Werk von Lucian Freud anzuschauen: Im Studiensaal der Graphischen Sammlung kann man sich die Druckgrafik Freuds<ins cite="mailto:Janssen,%20Silke" datetime="2013-04-03T18:23"> </ins>„Large Head“, wie übrigens alle Werke aus der Graphischen Sammlung, zur genauen Betrachtung vorlegen lassen. Dies ist mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 19 Uhr möglich.</p>
<p>Der Autor Axel Braun ist Leiter der Presseabteilung im Städel Museum. Bei der begeisterten Lektüre des Buches ist es ihm verhältnismäßig gut gelungen, still zu sitzen.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5191" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/tagebuch-einer-beobachtung-%e2%80%9emann-mit-blauem-schal%e2%80%9c-ist-unser-buchtipp-im-april/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Unser Buchtipp im März: Françoise Gilot, Leben mit Picasso</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/unser-buchtipp-im-marz-francoise-gilot-leben-mit-picasso</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/unser-buchtipp-im-marz-francoise-gilot-leben-mit-picasso#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 12:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Layla Burger-Lichtenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[André Breton]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Françoise Gilot]]></category>
		<category><![CDATA[Henri Matisse]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Chagall]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Picasso]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=4968</guid>
		<description><![CDATA[Die Beziehung zwischen Künstler und Muse scheint ein alter Hut zu sein. Wie lohnenswert es jedoch sein kann, diese durchaus klischeebehaftete Konstellation einmal genauer in Augenschein zu nehmen, zeigen die bereits 1964 lebhaft niedergeschriebenen Erinnerungen Françoise Gilots: Die französische Malerin lässt uns nicht nur Zeuge ihrer außergewöhnlichen Liebesgeschichte mit dem damals fast 70-jährigen Picasso werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Beziehung zwischen Künstler und Muse scheint ein alter Hut zu sein. Wie lohnenswert es jedoch sein kann, diese durchaus klischeebehaftete Konstellation einmal genauer in Augenschein zu nehmen, zeigen die bereits 1964 lebhaft niedergeschriebenen Erinnerungen Françoise Gilots: Die französische Malerin lässt uns nicht nur Zeuge ihrer außergewöhnlichen Liebesgeschichte mit dem damals fast 70-jährigen Picasso werden, sondern ebnet mit ihrem Buch „Leben mit Picasso“ gleichzeitig den Weg für ein tieferes Verständnis seines künstlerischen Œuvres.</strong> </p>
<div id="attachment_4967" class="wp-caption alignnone" style="width: 250px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/unser-buchtipp-im-marz-francoise-gilot-leben-mit-picasso/attachment/hc-master" rel="attachment wp-att-4967"><img class="size-large wp-image-4967" title="HC Master" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/Leben-mit-Picasso_cover-240x400.jpg" alt="" width="240" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buch des Monats im März: Françoise Gilot, Leben mit Picasso</p></div>
<p> <span id="more-4968"></span></p>
<p>Zehn Jahre lebte Françoise Gilot an der Seite des 40 Jahre älteren Pablo Picasso und war ihm Schülerin, Muse und Geliebte zugleich. In ihrem Buch „Leben mit Picasso“ eröffnet sie uns einen ungeahnt intimen und aufschlussreichen Blick auf das Leben und Schaffen des kreativen Multitalents. Anhand zahlreicher Anekdoten und Zitate gelingt es Gilot dabei spielerisch ein Bild des Menschen Picasso hinter der Kultfigur zu zeichnen, sodass wir das gefeierte Genie als zutiefst widersprüchlichen und temperamentvollen Charakter erleben, das trotz zahlreicher Bewunderer einsam blieb. So ist „Leben mit Picasso“ nicht nur die Geschichte Picassos, sondern vor allem die der jungen Françoise Gilot und ihrer inneren Kämpfe mit dem impulsiven Künstler. „Göttinnen und Fußabtreter“ seien nach Picasso die einzigen Kategorien, in die sich Frauen einteilen lassen. Wie schnell Gilot, seine Geliebte und spätere Mutter seiner Kinder, von der Angebeteten zum Opfer wurde, verdeutlichen erbarmungslose Sticheleien und amouröse Eskapaden. Zunächst akzeptierte die junge Malerin mit stoischer Geduld die Fehler ihres Geliebten und erlebte damitPicassos zwiespältige Persönlichkeit bald ebenso wie zahlreiche Frauen vor ihr.</p>
<p><strong>Komplizierte Liebesgeschichte, Kunstbuch und historisches Zeugnis<br />
</strong>Lediglich in der Kunst fand das gegensätzliche Paar jenes Verständnis füreinander, das ihnen im Alltag so oft zu fehlen schien. Durch die Augen seiner Muse verfolgen wir Schritt für Schritt, wie zahlreiche Hauptwerke Picassos entstehen, erhalten Einblicke in seine reiche Gedankenwelt und begreifen die ästhetischen Regeln, die seinen Werken zugrunde liegen. Auch im Austausch mit zahlreichen Künstlern der Pariser Bohème lernen wir die Ambitionen des Künstlers verstehen und begegnen in kleinen Episoden ganz nebenbei Kunst-Stars wie Henri Matisse, André Breton und Marc Chagall. Eben diese bunte Mischung aus komplizierter Liebesgeschichte, Kunstbuch und historischem Zeugnis macht Gilots „Leben mit Picasso“ heute noch genauso lesenswert wir vor rund 50 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Françoise Gilot, Leben mit Picasso<br />
erstmalig 1964 veröffentlicht  in den USA, 1981 erschienen im Diogenes Verlag<br />
Taschenbuch, 352 Seiten<br />
ISBN: 978-3-257-21584-7<br />
12,90 Euro<br />
erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kulturmanagement-Studentin Layla Burger-Lichtenstein macht derzeit ein Praktikum in der Fundraising-Abteilung des Städel. Während einer Urlaubreise an die sonnenverwöhnte Côte d’Azur im vergangenen Jahr entdeckte sie im Musée Picasso (Antibes) ihre Begeisterung für die Werke des kreativen Allround-Talents.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4968" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/unser-buchtipp-im-marz-francoise-gilot-leben-mit-picasso/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Max-Beckmann-Preisträger 2013: Otto Piene</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2013 16:21:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Max Hollein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Verschiedenes]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Environment Art]]></category>
		<category><![CDATA[Günther Uecker]]></category>
		<category><![CDATA[Heinz Mack]]></category>
		<category><![CDATA[Land Art]]></category>
		<category><![CDATA[Max-Beckmann-Preis]]></category>
		<category><![CDATA[Otto Piene]]></category>
		<category><![CDATA[Performance Art]]></category>
		<category><![CDATA[Sky Art]]></category>
		<category><![CDATA[Yves Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Zero]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=4790</guid>
		<description><![CDATA[Das Werk von Otto Piene, just gekürter Max-Beckmann-Preisträger 2013, ist im Jahr seines  85. Geburtstags so aktuell wie eh und je: Seine Ideen des Kollektiven, des gemeinsamen Erschaffens von Werken durch den Zusammenklang von Kunst, Technik und Wissenschaft ist genauso relevant für die heutige Kunstpraxis, wie die Idee des gemeinschaftlichen Erlebens von Kunst als Ereignis. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Werk von Otto Piene, just gekürter Max-Beckmann-Preisträger 2013, ist im Jahr seines  85. Geburtstags so aktuell wie eh und je: Seine Ideen des Kollektiven, des gemeinsamen Erschaffens von Werken durch den Zusammenklang von Kunst, Technik und Wissenschaft ist genauso relevant für die heutige Kunstpraxis, wie die Idee des gemeinschaftlichen Erlebens von Kunst als Ereignis. Das Gleiche gilt für die multidisziplinäre Lehre als auch die ökologische Dimension der Kunst. Anlässlich der gestrigen Preisverleihung am 12. Februar 2013 in der Frankfurter Paulskirche hielt Städel-Direktor Max Hollein die Laudatio, die wir hier veröffentlichen. </strong> </p>
<div id="attachment_4793" class="wp-caption alignnone" style="width: 228px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene/attachment/foto-1_piene" rel="attachment wp-att-4793"><img class="size-large wp-image-4793" title="Foto 1_piene" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Foto-1_piene-218x400.jpg" alt="" width="218" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Max-Beckmann-Preisträger Otto Piene im Städel Garten, Februar 2013</p></div>
<p><span id="more-4790"></span></p>
<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,<br />
sehr geehrter Herr Kulturdezernent,<br />
sehr geehrte Damen und Herren,<br />
liebe Elizabeth Goldring-Piene, lieber Otto Piene!</p>
<p>In der Regel verbindet einen Laudator mit dem zu Würdigenden eine jahrzehntelange Gemeinschaft und Lebensgeschichte. Ich aber muss feststellen, als Otto Piene sein wirkungsvolles Schaffen begann, seine richtungsweisenden Raster-, Rauch- und Feuerbilder präsentierte, die außerordentlichen Lichtballette inszenierte, als sich dann „Zero“ von Düsseldorf aus in der Welt vernetzte und etablierte, der große Lichtraum bei der documenta III zu sehen war, war ich noch überhaupt nicht auf der Welt. Auch für das Erleben der ersten „Sky Art Events“ war ich viel zu jung, Pienes gigantischen Olympia Regenbogen in München 1972 konnte ich nicht bestaunen. Das faszinierende Gruppenprojekt „Centerbeam“ bei der documenta 6 war ebenfalls noch vor meiner Zeit als Kunstbegeisterter. Die spektakuläre Bespielung der National Mall in Washington mit einer „Sky Oper“ habe ich nicht gesehen und auch die Cellistin Charlotte Moorman sah ich nie durch Otto Pienes „Sky Kiss“ durch die Lüfte fliegen.</p>
<p> Jedes Mal jedoch, wenn ich später auf Werke Pienes in den letzten Jahren stieß, ob in Sammlungen, öffentlichen Räumen, bei Festivals, Ausstellungen – wie etwa in der Schirn die OP Art Ausstellung mit seinem fulminanten Lichtraum – war sofort ein Bewusstsein da für ein Werk, das seit Jahrzehnten über jegliche Grenzen geht, neues Terrain erschließt, eine Stringenz in aller Wandlungsfähigkeit besitzt und welches von einer Künstlerpersönlichkeit hervorgebracht wird, die außerordentlich ist.</p>
<p>Mit Otto Piene wird heute ein international hochbedeutender Künstler geehrt, der ein Vorbild ist für das künstlerische Schaffen und Handeln in unserer heutigen Zeit. Otto Pienes Werk, ebenso wie sein Verständnis für den Aktionsradius und die Möglichkeiten der Kunst, als auch sein Einstehen für die Verantwortung des Künstlers als Vermittler ist beispielhaft.</p>
<p>So ist es nicht nur das komplexe und facettenreiche Werk Otto Pienes, das so ungemein beeindruckt, sondern auch sein unermüdlicher Einsatz als Lehrender, als Verbindender, als Handelnder, als Antreiber und Ermöglicher kollektiver Kunsterlebnisse und -entwicklungen.</p>
<p>Otto Piene ist ein großer Wegbereiter für eine neue Kunst und eine grundlegende, künstlerische Haltung. Bewundernd stehen wir heute – umgeben von Kunstwerken, die mit Ironie, Subversivität und Dekonstruktion an einer postmodernen Haltung arbeiten – vor dem Optimismus, der utopischen Sehnsucht, dem Willen zur kollaborativen Umsetzung und der originären Kraft der Werke von Otto Piene und seinen Zeitgenossen.</p>
<p>Otto Pienes Kunst ist die eines Neuanfangs, eines Reset. Als Reaktion auf das Geschehene ist diese Kunst eine grundlegende, ästhetische Sensibilisierung und Erweiterung des Blicks durch die Nutzbarmachung der Elemente – insbesondere das Licht als Materie in seiner zeitlichen und räumlichen Dimension – und damit der Eroberung von Raum und Atmosphäre als notwendiger künstlerischer Plattform.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4797" class="wp-caption alignnone" style="width: 401px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene/attachment/piene_schwarzer_mond_big" rel="attachment wp-att-4797"><img class="size-large wp-image-4797" title="Piene_schwarzer_Mond_big" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Piene_schwarzer_Mond_big-391x400.jpg" alt="" width="391" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Otto Piene, Schwarzer Mond, Feuerbild / Öl, Pigmente, Feuer und Rauch auf Leinwand, 2006 / 2007, 50 x 50 cm , Foto: Galerie Christine Hölz</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie bei vielen Künstlern seiner Generation war Pienes Arbeit zuerst geprägt von einer Verarbeitung des Schreckens, der Zerstörung, des Wahnsinns, des prekären Zustands – bei Piene erfolgte daraus der Impetus eines Neubeginns und der Notwendigkeit einer fundamental anderen Perspektive.</p>
<p>Symptomatisch dafür ist die Erzählung des Künstlers über ein Erlebnis im Jahr 1945. Bei Kriegsende zog es den 17-jährigen Flakhelfer Otto Piene von Schleswig-Holstein aus nicht sofort südwärts nach Hause, sondern zuerst nach Westen, zur Küste, um endlich einmal das Meer zu sehen. Er erreichte nicht das Meer, aber die Elbe und es entstand ein gänzlich anderer Eindruck:<br />
„Ein Bild hat mich selten losgelassen: die spiegelglatte Nordsee im Gegenlicht des 7. Mai 1945. Eigentlich war es die Elbe, der unendlich weite Fluss in Glückstadt bei Hamburg. Nach der Auflösung unserer Arbeitsdienst-Infanterie-Division, der ich zugehörte – ich war gerade erst vor zwei Wochen 17 geworden – befand ich mich auf dem Weg nach Hause, aber nicht gleich südwärts. Ich nahm an, dass das Kriegsende auch das Ende aller Gefahren bedeuten würde, und so machte ich einen Umweg, um die See zum ersten Mal in meinem Leben zu sehen. Um Mittag ging ich von Osten her auf den Deich zu und dann durch ein Tor: da war es und funkelte wie Quecksilber, reines Licht auf der Wasseroberfläche, eine blendende, atmende, heißkalte Fläche.<br />
Sie war das Gegenbild gerade erst durchlebter Erfahrungen. Der blaue Himmel war ein Zeichen des Schreckens im Luftkrieg gewesen. Er hatte gutes Flugwetter bedeutet, Tieffliegerangriffe und Bombardierungen. Als Kanonier bei einer Vierlings-Flak hatte ich, inmitten von Explosionen, nachts immer die Leuchtspurgeschosse in ihrer hektischen Schönheit ihre Bahnen ziehen sehen. Aber Furcht kam vor Schönheit: Sehen war Zielen.<br />
Die anonyme Kriegsmacht lässt sich von den faszinierenden Bildern, die ihre Betätigung erwirkt, in ihrer Selbstgefälligkeit nicht stören. Die explodierende Atombombe wäre die perfekte kinetische Skulptur, wenn wir sie ohne zu zittern betrachten könnten. Furcht ermutigt zu Erfindungen und gebiert gigantische Ungeheuer. Wie groß ist die Kunst? Wie klein ist die Kunst?“</p>
<p>Es war wohl, inmitten der physischen und psychischen Verwüstung und Zerstörung, eine erste fundamentale Erkenntnis, die Otto Piene den Weg wies –  über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer ästhetisch-atmosphärischen Auseinandersetzung mit der Natur und dem Menschen, mit Licht und Raum und den grundsätzlichen Erfahrungsebenen der persönlichen Existenz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4798" class="wp-caption alignnone" style="width: 430px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene/attachment/piene_3" rel="attachment wp-att-4798"><img class="size-full wp-image-4798" title="piene_3" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/piene_3.jpg" alt="" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Otto Piene, Rote Lichtkugel, 2005, Durchmesser 100 cm; Foto: Galerie Christine Hölz</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="mceTemp"> </div>
<p>Einige Jahre später galt es mit einem Optimismus und Zukunftsglauben ein neues künstlerisches Zeitalter nicht nur einzuläuten, sondern mit zu erschaffen, es geistig und ästhetisch zu prägen. Nach dem Krieg wird Otto Piene Malerei, aber insbesondere auch umfassend Philosophie studieren, er wird – was ihn ein Leben lang nicht nur begleiten wird, sondern auch als Persönlichkeit ausmacht – früh Lehrer und Vermittler.</p>
<p>Der moderne Alchemist Otto Piene siebte zu der Zeit Licht und Farbe, bannte Rauch und Feuer auf Gemälde, entwickelte Lichtballette und ließ so ein künstlerisches Werk aus der Manipulation der Grundelemente entstehen. Er lebt und arbeitet ab 1950 in Düsseldorf, wo sich ein hochaktives Kunstzentrum gerade auch mit und durch Otto Piene und seinen Freunden Heinz Mack und Günther Uecker und zahlreichen anderen entwickeln sollte. Man erkennt gemeinsame Ideen. Gedanken und Interessen bündeln sich und es bilden sich Gemeinschaften.</p>
<p>„Zero“ ist dabei der Beginn, die neue Zone von Möglichkeiten. „Zero“ – wie so oft formalisierte sich eine bahnbrechende neue Entwicklung, eine neue künstlerische Haltung, ein Pakt der gemeinsamen künstlerischen Revolution an einem eigenwilligen Ort. „Zero“ entstand als Name in Fatty’s Atelier, einer Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt. Von Fatty’s Atelier sollte die „Zero“-Gemeinschaft die Welt erobern. Otto Piene, Heinz Mack und etwas später Günther Uecker als Kerngruppe entwickelten mit vielen anderen und mit multiplen internationalen Vernetzungen eine neue künstlerische Bewegung.</p>
<p>„Zero“ – war das Erreichen eines neuen Ursprungs- und Anfangspunkts, Reinigung und Reduktion, Struktur, Raum, Licht und Dynamik, der optimistische Glaube an das Zusammenwirken von Kunst, Technik und Wissenschaft.</p>
<p>Und „Zero“ erzeugte als erste Kunstbewegung aus Deutschland heraus eine ungemeine Internationalisierung, eine Kommunikation über die Grenzen hinweg und ein Sich-Vernetzen mit der Avantgarde ihrer Zeit – sicherlich keine einfache Aufgabe als Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg und insofern muss man im Nachhinein darin auch einen wesentlichen, ja historischen Beitrag zur Normalisierung des kulturellen Dialogs und der neuen künstlerischen Gemeinschaft feststellen. Piene, Mack und Uecker als Kern der „Zero“-Gruppe waren mit zahlreichen deutschen Künstlern verbunden, aber auch mit Yves Klein, Fontana, Manzoni, Tinquely, Spoerri, Arman, Soto und anderen.</p>
<p>„Zero“ war ein Aufbrechen der Grenzen, der Ideologien, der Nationalitäten hin zu einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden, kulturellen Initiative und Verbundenheit. Düsseldorf, das Rheinland, die Galerie Schmela sollte hier eine entscheidende Rolle spielen, aber auch Frankfurt war eingebunden. Der Galerist Rochus Kowallek und der Künstler Hermann Goepfert organisierten Ausstellungen, 1963 fand in der Schwanenhalle des Römers in Frankfurt mit der Ausstellung „Europäische Avantgarde“ mit 47 Künstlern eine erste Überblicksausstellung von „Zero“ und seinem Umfeld statt, bei der Frankfurter Experimenta zeigte Otto Piene ein höchst eigenwilliges Theaterstück.</p>
<p>„Zero“ war hoffnungsvoll und idealistisch, aber beileibe nicht ohne Humor, das sei an diesem Faschingsdienstag besonders erwähnt. 1964 nahmen Piene, Mack und Uecker am Rosenmontagszug mit ihrem „Zero“-Prunkwagen teil, alle drei schwarz gekleidet, mit riesigen Zylindern und mit großer Null auf der Brust. „Zero“ war immer auch ein kollektives Ereignis und eine Verbreitung der künstlerischen Wirkungsbasis. In „Zero“ war schon viel enthalten von zukünftigen Entwicklungen der Land und Environment Art ebenso wie der Performance Art. </p>
<p> Mit Otto Piene erlebt die Kunst ihre bisher allergrößte Expansion des Wirkungsraums. 1947 signiert Yves Klein, dieser Geistes- und Seelenverwandte der Zero Künstler, den mediterranen Himmel. Doch nur mit einer solchen konzeptionellen Geste gab sich Otto Piene bei Weitem nicht zufrieden. Der Himmel sollte bei ihm vielmehr tatsächlich erreicht, betreten, bespielt werden, der Himmel sollte erkannt und erobert werden als zentraler und notwendiger Ort der künstlerischen Möglichkeiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4796" class="wp-caption alignnone" style="width: 466px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene/attachment/piene_rasterbild" rel="attachment wp-att-4796"><img class="size-full wp-image-4796" title="piene_rasterbild" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/piene_rasterbild.jpg" alt="" width="456" height="328" /></a><p class="wp-caption-text">Otto Piene, Rasterbild auf Karton, 1957 / 1986, 72 x 102 cm , Foto: Galerie Christine Hölz</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Himmel, im zweiten Weltkrieg Schauplatz schwerer Gefechte, Unheilbringer in den Bombennächten, erhellt durch die Feuer der Explosionen, wird durch Piene eine grundlegende künstlerische Handlungsplattform:<br />
Piene dazu im ZERO 3 Katalog: „Ja, ich träume von einer besseren Welt. Sollte ich von einer schlechteren träumen? Ja, ich wünsche mir eine weitere Welt. Sollte ich mir eine engere wünschen? (…) Wann ist unsere Freiheit so groß, daß wir den Himmel zwecklos erobern, durch das All gleiten, das große Spiel in Licht und Raum leben ohne getrieben zu sein von Furcht und Mißtrauen (…) Wir haben bisher dem Krieg überlassen, ein naives Lichtballett für den Nachthimmel zu ersinnen, wie wir es ihm überlassen haben, den Himmel mit farbigen Zeichen und provozierten Feuersbrünsten zu illuminieren. (…) Warum machen wir keine Kunst für den Luftraum, keine Ausstellungen im Himmel?“</p>
<p>Diesen Weg sollte Piene auch nach Auflösung der „Zero“-Gruppe konsequent fortsetzen und es entstanden große, gigantische, ephemere Werke. Wie wenige andere formulierte Piene seine künstlerische Vision in ausführlichen Manifesten, Erklärungen und Schriften. Für den damaligen Leser oder Hörer mögen Pienes Worte wie ein Oszillieren zwischen dem Utopischen und dem Machbaren geklungen haben, doch im Nachhinein muss man feststellen, dass Piene vieles, das wohl Utopisch anmutete, tatsächlich realisiert hat, indem er sich die Freiheit dafür genommen hat.</p>
<p>Otto Piene in seinem Vortrag in Harvard 1966:<br />
„Ich wünsche mir die Verwirklichung folgender Träume:<br />
Daß das Nordlicht provoziert und als monumentales Lichtspiel dirigiert werden könne, daß riesige Symbole aus Licht die neuen Denkmäler und zugleich die Luftverkehrszeichen der Städte werden, ein Spiel provozierter Regenbogen am Himmel, hervorgerufen durch künstliche Wolken oder Wasserstrahlen, die Lichtstrahlen von großen Dimensionen brechen; friedliche Anwendung von „sauberen“ Atombomben unter intelligenter Kontrolle als stratosphärisches Feuerwerk bei festlichen Anlässen; wissenschaftliche Untersuchung von Luftspiegelungen und daraus resultierend   gelenkte, wiederholbare und wechselnde Herstellung von fata morgana; die Zähmung von laser-Strahlen für ästhetische Zwecke; Lichtballetts an und in künstlichen Wolken.</p>
<p>Pienes Orte für die Kunst sind andere und er wird den Himmel über Alaska genauso wie die Vulkane auf Hawaii bespielen, er spannt Regenbogen im Sun Valley und lässt gigantische Blumen in der Wüste erblühen.</p>
<p>Wie so viele Künstler in dieser Zeit zog es Otto Piene früh in die USA, in das „land of the free“. Er aber sollte dort bleiben und nicht nur eine künstlerische, sondern auch eine Lehrtätigkeit ab den sechziger Jahren in den USA etablieren. Für Piene, der in seinem Leben nach eigenen Aussagen den Atlantik wohl mindestens 500 Mal überquert hat, sollte insofern der USA-Aufenthalt kein Gastspiel sein, wie für viele andere europäische Künstler, keine Inspiration, sondern eine fortwährende, transatlantische, künstlerische und lehrende Tätigkeit. Piene nahm schon 1964 den Ruf als Gastprofessor an der Universität von Pennsylvania an, viele weitere Lehrtätigkeiten sollten folgen.</p>
<p>Amerika, das war für Otto Piene wohl von Anfang an nicht nur der Sehnsuchtsort, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern auch das Land der grenzenlosen Flächen für die Umsetzung seiner immer größer angelegten Projekte. Piene sollte wie kein anderer die Ideen von „Zero“ auf die größtmögliche räumliche Dimension anwenden und eine vollkommen neue, natürliche Kunst des allumfassenden, temporären Environments schaffen.</p>
<p>Otto Piene hatte dabei die amerikanische „Can do“-Mentalität wohl schon in Düsseldorf im Blut, in Amerika konnte er sie ausleben. Und das zweite amerikanische Dogma, das „must succeed“, war ihm ein Leitfaden zur Überwindung von allen Hindernissen, die einem vehement entgegenschlagen, wenn man im so großen Maßstab, im so großen Umfeld arbeitet. Es ist der Elan des Optimismus, der einen weiterträgt.</p>
<p>Der Künstler in einer Vorlesung in Harvard im Jahr 1966:<br />
„Vielleicht würden die Menschen in den Städten der Zukunft zu Kunstwerken hochblicken, die über den Zonen reinen Lichts und reiner Stille stehen. Sie mögen Plastiken in der Art von Flugzeugen, oder Ballons oder atmende Gebilde mit fliegenden Kiemen oder die Haut der Stadt in merkwürdigen Farben sein. Oder nichts von alledem. Nur ein Lichtstrahl. Ein Lichtstrahl zum Mond und ein Regenbogen.<br />
Vielleicht werden die Künstler einflußreicher sein: die Sinne zu wecken, entwickeln und verfeinern – die Akkumulatoren menschlicher Intelligenz.“</p>
<p>Mit seinen Lichträumen und der „Sky Art“ setzt Piene die Ideen aus den späten 50er Jahren konsequent fort, erobert dabei im wahrsten Sinne neue Räume und Erlebnismöglichkeiten. „Sky Art“ ist eine ephemere Kunst, sie lebt weiter in der Erinnerung der Teilnehmer. Sie ist ein kollektives Ereignis, es sind Gemeinschaftswerke die nur durch das Zusammenwirken und den Willen vieler Kräfte entstehen. Zum Zeitpunkt der künstlerischen Aufführung stellen diese Werke ein partizipatives Ereignis dar, welches danach Spuren nicht nur in der Erinnerung des Einzelnen, sondern auch in der kollektiven Sensibilisierung für den natürlichen Lebensraum hinterlässt.</p>
<p>„Seit 1967 habe ich hauptsächlich an Plastiken und Projekten gearbeitet, weil sie einem größeren Publikum zugänglich sind als die privaten Äußerungen Bild, Zeichnung, Gouache, weil sie größer sind, mehr den Elementen ausgesetzt sind, zum Mittun einladen und eine öffentliche Funktion erfüllen. Städte und Landschaften wurden meine Werkstatt und große Menschengruppen meine Partner.“</p>
<p>Otto Pienes außergewöhnliche Leistung besteht insbesondere auch in einem umfassenden Kunstbegriff, der nicht nur die Vereinigung mit der Natur und die Betonung der ökologischen Themen beinhaltet, sondern der auch die Multidisziplinarität als Grundelement eines neuen Schaffens verstanden, praktiziert und gefördert hat. Und das Fördern Anderer, das Vermitteln und die Weitergabe von Wissen, das Verbinden mit anderen Wissensbereichen ist was Otto Piene durch seine grundlegende Arbeit als langjähriger Leiter des Center for Advanced Visual Studies am Massachusetts Institute of Technology etabliert hat. Ein interdisziplinäres Ideenlaboratorium, eine Werkstatt der Kooperation zwischen Künstlern, Ingenieuren und Wissenschaftlern.</p>
<p>Es gibt wohl keinen anderen Künstler seiner Bedeutung und Position, der derart viel Energie, Zeit, Enthusiasmus und Perspektive in die Lehre und Etablierung eines solchen multidisziplinären, experimentellen und kreativen Forschungs- und Lehransatzes gelegt hat – und damit auch ein Beispiel für die Entwicklung anderer Kunst- und Wissenszentren, die sich darauf folgend in eine ähnliche Richtung etabliert haben, gegeben hat.</p>
<p>Das Center for Advanced Visual Studies unter Otto Pienes Leitung am MIT ist ein Symbol für das Vertrauen und die Bedeutung von Kunst zur Gestaltbarkeit der Zukunft. Es ist auch Otto Pienes Verdienst, die Kunst in diesem Kontext vertreten zu haben, ja ihre Stellung und ihren Stellenwert verteidigt zu haben in einer nach Normierungen und messbarer Effizienz gesteuerten Welt, in der Kreativität, das Schöngeistige vermeintlich weniger bedeutend für den Lauf der Welt sind. Der Technologie, der fortschrittsorientierten Wissenschaft, der Faszination für das Ingenieurwesen muss das Schöpferische, Phantastische, Träumerische nicht nur zur Seite gestellt werden, sondern integraler Bestandteil sein, damit das menschliche Element nicht abhandenkommt und neue Sphären erreicht werden können.</p>
<p>Piene, der schon in den 60er Jahren die Idee eines Projekts einer Luft-Schule mit sich trug, eine Hochschule im Orbit, die Daten und Wissen speichert und abgibt, wird heute im Zeitalter von Cloud-Computing mit Zufriedenheit und wissendem Lächeln auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte blicken. Früh, sehr früh wurde am Center for Advanced Visual Studies mit gänzlich neuen Medien gearbeitet, mit Telekommunikation, Holografie, Laser und Video. Otto Piene entwickelte es zu einem animierenden Bildungsenvironment, einem anregenden Think Tank und richtungsweisenden Laboratorium für neue Kunst, neue Medien und neue Aufgaben.</p>
<p>Jetzt, heute, über 50 Jahre nach „Zero“, wo die Kunst von Otto Piene, Heinz Mack, Günther Uecker und anderen nicht neu entdeckt, aber in ihrer umfassenden Bedeutung neuerlich erkannt wird, wo sich die Zero Foundation in Düsseldorf zur Dokumentation der Zeit gegründet hat und in zwei Jahren in großen Überblicksausstellungen im Guggenheim in New York, im Stedelijk Museum, im Gropius Bau historisch eingeordnet wird, jetzt wo Otto Piene im Sommer 2014 mit einer Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie in Berlin geehrt wird, muss umso mehr auf die fortwährende Kraft und die Lebendigkeit seiner Kunst und seiner Ideen verwiesen werden.</p>
<p>Künstler wie Olafur Eliasson, Carsten Nicolai, Tomas Saraceno, um nur drei zu nennen, die gerade in Frankfurt in den letzten Jahren als hochaktuelle Künstler in der Schirn, im MMK, im Portikus und im Städel gezeigt wurden, arbeiten mit und im Geiste Otto Pienes und Zeros. Otto Pienes Kunst hat nicht nur Einfluss auf andere Künstler, sondern auch auf unsere Rezeption, was Kunst ist und wo Kunst stattfinden soll und muss. Wenn wir heute mit Staunen auf die kreativen Eröffnungsspektakel bei den Olympiaden blicken, so können wir feststellen, Otto Piene hat dies im Jahr 1972 in München vorgemacht.</p>
<p>Die Musealisierung der Werke eines Künstlers ist immer eine zwiespältige Sache, sicherlich gerade für einen Künstler wie Piene, der so sehr aus dem musealen Kontext heraus in einen größeren, freieren, ahistorischen Kontextrahmen gedrängt hat. Piene erklärt 1964 zu der idealen kulturellen Institution, dass er ein Museum mit Schwimmbad und Übernachtungsmöglichkeiten möchte, in dem es die Möglichkeit gibt, ungehindert vor Bildern schlafen und aufzuwachen zu können. Erst dann wäre der Besucher nicht mehr getrieben. Erst dann habe er eine Ahnung, dass die Qual der Kunst ein Ende hat. Dazu sei nur angemerkt, dass sich in den letzten Jahren in Museen und Ausstellungshäusern die Möglichkeiten in Kunsträumen zu übernachten, häufen, ob gemeinsam mit Rentieren im Hamburger Bahnhof oder im Guggenheim Museum jeweils in Installationen von Carsten Höller. „Zero“, das betont Otto Piene immer wieder, ist für ihn nicht „historisch“ sondern vielmehr ein fortdauerndes Versprechen, ein Hinweis als Samen für zukünftige, „weittragende“ Entwicklungen.</p>
<p>Otto Pienes Werk ist im Jahr seines 85. Geburtstags so aktuell wie eh und je. Die Idee des Kollektiven, des gemeinsamen Erschaffens von Werken durch das Zusammenwirken, ja den Zusammenklang von Kunst, Technik und Wissenschaft ist genauso relevant für die heutige Kunstpraxis, wie die Idee des gemeinschaftlichen Erlebens von Kunst als Ereignis. Das Gleiche gilt für die multidisziplinäre Lehre als auch die ökologische Dimension der Kunst.</p>
<p>Otto Pienes Werk repräsentiert einen fundamentalen Glauben an die Kunst, an ihre umfassenden Möglichkeiten und nichtexistenten Grenzen. Seine Arbeiten artikulieren ein Wissen um die Notwendigkeit der Veränderung der Welt und der aktiven Rolle, die Kunst in Verbindung mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft und Politik spielen kann, ja in Otto Pienes Sinn wohl auch muss.</p>
<p>Otto Piene ist ein großartiger Künstler, ein wichtiger Impulsgeber, ein ewig Lernender und fortwährend Lehrender, ein beispielloser Grenzüberschreiter und mutiger Wanderer auf neuen Wegen, in neuen Formen, mit neuen Materialien und innerhalb neuer Herausforderungen.</p>
<p>Zur Auszeichnung mit dem Max-Beckmann-Preis möchte ich Otto Piene von ganzem Herzen gratulieren. Die Verleihung des Preises ehrt den Preisträger genauso wie der Beckmann-Preis durch diesen beeindruckenden Preisträger, herausragenden Künstler und außerordentlichen Kosmopoliten gewürdigt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Den renommierte Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt, der alle drei Jahre als Förderung und Anerkennung hervorragender Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Architektur verliehen wird, wurde Otto Piene am Dienstag, 12. Februar 2013 in der Frankfurter Paulskirche überreicht. Im Laufe des Jahres plant Otto Piene einen Sky Event im Städel Garten.</strong></p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4790" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/max-beckmann-preistrager-2013-otto-piene/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Piero Manzoni – Als Körper Kunst wurden</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/piero-manzoni-%e2%80%93-als-korper-kunst-wurden</link>
		<comments>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/piero-manzoni-%e2%80%93-als-korper-kunst-wurden#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2013 12:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska Leuthäußer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Konzeptkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mailand]]></category>
		<category><![CDATA[Piero Manzoni]]></category>
		<category><![CDATA[Yves Klein]]></category>
		<category><![CDATA[Zero]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.staedelmuseum.de/?p=4731</guid>
		<description><![CDATA[Heute, am 6. Februar, vor genau 50 Jahren starb der italienische Künstler Piero Manzoni (13. Juli 1933 – 6. Februar 1963) mit nur 29 Jahren in seinem Mailänder Atelier in der Via dei Fiori Chiari. Manzoni war Teil des europaweit gespannten Zero-Netzwerks, das Künstler zwischen Mailand, Düsseldorf, Paris und Amsterdam verband. Das Städel Museum ehrt den Avantgarde-Künstler [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute, am 6. Februar, vor genau 50 Jahren starb der italienische Künstler Piero Manzoni (13. Juli 1933 – 6. Februar 1963) mit nur 29 Jahren in seinem Mailänder Atelier in der Via dei Fiori Chiari. Manzoni war Teil des europaweit gespannten Zero-Netzwerks, das Künstler zwischen Mailand, Düsseldorf, Paris und Amsterdam verband. Das Städel Museum ehrt den Avantgarde-Künstler vom 26. Juni bis 22. September 2013 mit einer großen <a href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1743" target="_blank">Retrospektive </a> – der er</strong><strong>sten </strong><strong>Museumsausstellung seit 20 Jahren außerhalb Italiens und der in Deutschland </strong><strong>ersten umfänglichen Werkschau des Künstlers überhaupt. </strong></p>
<div id="attachment_4730" class="wp-caption alignnone" style="width: 309px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/piero-manzoni-%e2%80%93-als-korper-kunst-wurden/attachment/manzonifirma_2_web" rel="attachment wp-att-4730"><img class="size-large wp-image-4730" title="ManzoniFirma_2_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/ManzoniFirma_2_web-299x400.jpg" alt="" width="299" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Manzoni unterschreibt auf einem Model während eines Kurzfilmdrehs für Filmgiornale SEDI. Milano, 1961. © Courtesy Fondazione Piero Manzoni, Milan</p></div>
<p><span id="more-4731"></span></p>
<p>Als Wegbereiter der Avantgarde und Konzeptkunst ist Piero Manzoni sicherlich der folgenreichste Künstler der italienischen Nachkriegskunst. Zwischen Informel und dem Aufkommen eines neuen, in unterschiedliche Bereiche des Alltäglichen sich erweiternden Kunstbegriffs, zwischen klassischer Moderne und Neoavantgarde hat der allzu früh gestorbene Manzoni ein Werk hinterlassen, das auch heute, ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod, kaum weniger epochal und avantgardistisch erscheint. Dabei sind Manzonis Werke anders als die Bilder seiner Zero-Künstlerkollegen oder des berühmten französischen Künstlers Yves Klein: Seine Arbeiten sind nicht mehr Inbegriff einer Farbe, also der ultimativen Essenz der Malerei, sondern achrom – „un-farbig“ – wie Manzoni selbst eine seiner zentralen Werkgruppen betitelte. Manzoni, der Neo-Avantgardist und atemberaubende Erneuerer, war zum einen Provokateur, vor allem aber revolutionärer Schöpfer von Kunstwerken, deren ästhetische Radikalität bis in die Gegenwart spürbar ist. Insbesondere eine Provokation ist noch heute, fünf Jahrzehnte später, ungebrochen wirksam und stilbildend: <em>Merda d&#8217;artista,</em> 30 Gramm Künstlerscheiße in handlichen Dosen abgefüllt, angeboten zum gegenwärtigen Goldpreis.</p>
<p>Das Städel Museum widmet nun ab Juni dem italienischen, aus Adelskreisen stammenden Avantgarde-Künstler eine umfangreiche Werkschau, die nicht nur seit 20 Jahren die erste Museumsausstellung des überaus vielschichtigen Œuvres Piero Manzonis außerhalb Italiens ist, sondern in Deutschland überhaupt die erste umfängliche Werkschau des Künstlers. Mit der retrospektiven Ausstellung <a href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1743" target="_blank"><strong>Piero Manzoni. Als Körper Kunst wurden</strong> </a> (26. Juni bis  22. September 2013), kuratiert von Dr. Martin Engler (Sammlungsleiter Gegenwartskunst des Städel Museums), ist das Städel in diesem Jahr nicht nur Hauptakteur, sondern auch Initiator zahlreicher weiterer Projekte und Kooperationen – darunter die Übernahme der Frankfurter Ausstellung durch den Palazzo Reale in Mailand – die anlässlich des doppelten Jubiläums stattfindet, denn neben dem 50. Todestag jährt sich in diesem Jahr auch sein 80. Geburtstag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Franziska Leuthäußer ist als wissenschaftliche Volontärin im Städel Museum tätig und arbeitet derzeit auf Hochtouren an der großen Piero Manzoni-Schau.</p>
<div>
<div>
<div>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
</div>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4731" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/piero-manzoni-%e2%80%93-als-korper-kunst-wurden/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
