Städel Blog

Das Ausstellungsjahr 2013 im Städel Museum

Das Jahr 2012 endete als eines der ereignisreichsten und auch erfolgreichsten Jahre in der Geschichte des Städel Museums. Dass wir uns auf diesen Lorbeeren nicht ausruhen, zeigt der Blick ins kommende Ausstellungsprogramm:  2013 bieten wieder zahlreiche Sonderausstellungen neue und spannende Anlässe, vielseitige Werke und das Spektrum der 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel zu erkunden. Hier gibt es den Überblick zu unseren Ausstellungshighlights 2013.

Albrecht Dürer. Seine Kunst im Kontext ihrer Zeit: Albrecht Dürer (1471–1528); Bildnis einer jungen Frau mit offenem Haar, 1497; feine Leinwand (Tüchlein), 56,3 x 43,2 cm; Städel Museum, Frankfurt am Main

Im Rahmen der aktuellen Kultur-„Blogparade“ ruft das Historische Museum Frankfurt Blogger dazu auf, über die spannendsten Ausstellungen im Jahr 2012 zu schreiben. Hier erfahrt Ihr mehr über eine Ausstellung, die – aus meiner Sicht – in diesem Zusammenhang nicht vergessen werden sollte. Grund hierfür unter anderem: beim Betreten der sonst lichtdurchfluteten historischen Halle des Hamburger Bahnhofs zur Schau „Five Minutes of Pure Sculpture“ von Anthony McCall staunte man nicht schlecht, denn im ersten Moment sah man: Nichts.

Im Lichtkegel: "Anthony McCall. Five Minutes of Pure Sculpture"

 

Eine männliche Stimme bringt den Metzler-Saal zum Klingen, obwohl keine Person im Raum anwesend ist. Der Besucher betritt neugierig den Raum, um sich auf die Suche nach der fremden Stimme zu machen, deren Ursprung ohne sichtbaren Lautsprecher zunächst unklar bleibt. In der Raummitte wird diese deutlicher und der Besucher realisiert, dass die Klanggeber hinter der Wand angebracht sein müssen. Zunächst gelingt es nicht das Gesprochene zu begreifen. Es handelt sich bei den zusammenhanglos wirkenden Worten um eine Arbeit des Frankfurter Künstlers Michael Riedel mit dem Titel „And Germans, other Painters, Renegardes“ (2005), die seit Kurzem im Metzler-Saal zu erleben ist.

Blick in den Metzler-Saal: Nur das Titelschild von Michael Riedels Werk "And Germans, other Painters, Renegardes" ist zu sehen, die Arbeit kann nur durch das Gehör erfahren werden.

Die Fotografin Katharina Sieverding zählt zu den wichtigsten deutschen Gegenwarts-Künstlerinnen. Seit der Übergabe von 220 Werken aus der DZ BANK Kunstsammlung bereichern zwei ihrer zentralen Werke aus dem Jahr 1997 die Städelsche-Sammlung: „Steigbild I“ und „Steigbild III“ zeigen radiologisch durchleuchtete Schädelskelette, die mit Bildern eines speziellen medizinischen Bluttests überlagert werden. Die Fotografien, die in ihrem Entstehungsjahr auf der Biennale in Venedig gezeigt wurden, machen einen ganzen Makrokosmos im menschlichen Mikrokosmos sichtbar. In unserer Film-Reihe „Kunst nach 1945“ stellt Sieverding ihre Steigbilder vor.