Sylvia von Metzler und Henning Witt vor der Arbeit “Barrier” von Corinne Wasmuht.

Herr Witt, es freut uns sehr, Sie als 7.000stes Mitglied im Städelschen Museums-Verein begrüßen zu dürfen. Wie sind Sie auf unseren Förderverein aufmerksam geworden?

Meine Frau, die selbst sehr an Kunst interessiert ist, hat mich motiviert, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wir besuchen regelmäßig Ausstellungen, natürlich auch das Städel. Jeder Museumsbesuch hat mich immer wieder auf neue begeistert.

Was war für Sie der Impuls, gerade jetzt dem Freundeskreis vom Städel Museum und der Liebieghaus Skulpturensammlung beizutreten? War Ihnen bewusst, dass sich so viele Kunstfreunde im Förderverein beider Museen engagieren?

Das Städel ist natürlich bekannt. Der Anlass war für mich letztendlich die Fertigstellung des großartigen Städel-Erweiterungsbaus, obwohl es recht spät ist, wenn man erst das 7000ste Mitglied des Städelvereins wird. Eigentlich müsste man zu den ersten 100 gehören. (lacht)

Was begeistert Sie ganz besonders am Städel und Liebieghaus?

Eine Besonderheit des Städel Museums ist seine vielfältige Sammlung, die 700 Jahre Kunstgeschichte unter einem Dach vereint. Aus jeder Epoche gibt es etwas Bedeutendes zu sehen. Das Städel ist eines der großen Häuser in Deutschland, auch international bedeutsam und ein Aushängeschild für Frankfurt. Beispielhaft ist das große bürgerschaftliche Engagement der Frankfurter für die Kunst. Die Städel-Erweiterung ist ein herausragendes Projekt und in der Form sicherlich einzigartig, dies wird in anderen Städten so leicht nicht zu wiederholen sein. Ich denke, dass es etwas ganz Besonderes ist, solch ein Projekt zu stemmen. Auch die umfangreiche Sammlung des Liebieghauses, die sogar 5000 Jahre Geschichte umfasst, werde ich mir im Zuge meiner Mitgliedschaft auf jeden Fall genauer anschauen.

Dann waren die zahlreichen Angebote für Mitglieder, die u. a. Einblicke hinter die Kulissen des Museums- und Kunstbetriebs sowie exklusive Veranstaltungen bieten, für Sie sicher auch einer der Gründe dem Städelverein beizutreten. Warum ist Ihnen die Unterstützung beider Häuser so wichtig?

Die Museen lebendig zu halten und zeitgemäß zu führen, ist eine relevante gesellschaftliche Aufgabe. Ich möchte dazu beitragen, indem ich mich im Förderverein engagiere. Persönliches Engagement ist im Kulturbereich sehr bedeutend.

Haben Sie als Teil des Freundeskreises von Städel und Liebieghaus bestimmte Erwartungen oder Wünsche?

Dazu zugehören ist jetzt schon toll! Natürlich kann man selbst dafür sorgen, noch mehr Freunde für den Verein zu gewinnen und die Werbetrommel zu rühren. Aber sicher kann man noch mehr beitragen. Die finanzielle Seite ist nur ein Aspekt, sicherlich bieten sich noch viele weitere Möglichkeiten des Engagements an.

Für mich sind besonders auch die Führungen, die für Mitglieder angeboten werden, interessant. In der bildenden Kunst kann ich sozusagen als „Normalsterblicher“ professionelle Unterstützung gut gebrauchen. Dann erschließen sich einem vollkommen andere und neue Aspekte – gerade in Bezug auf die Künstler, die man in der Sammlung Gegenwartwartskunst bewundern kann. Meine persönlichen Lieblingswerke finden sich allerdings eher im Impressionismus oder in der klassischen Moderne.

Bei unserer Abendführung inklusive Members‘ Lounge haben Sie im April erstmals als Gast teilgenommen. Was war Ihr Eindruck von diesem Abend?

Das Abendprogramm ist für kunstinteressierte Berufstätige ein spannender Ausgleich zum Büroalltag. Insbesondere die Möglichkeit, sich im Anschluss in der Members‘ Lounge mit den anderen Mitgliedern auszutauschen macht mir Spaß.

Das Programm des Museumsvereins bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, Kunst immer wieder neu zu erleben. Was machen Sie als nächstes?

Das ist eine gute Frage. (lacht) In jedem Fall möchte ich das Programm intensiv nutzen, denn das Angebot ist beeindruckend: von Rundgängen, die einem Einsteiger wie mir erst einmal einen groben Überblick geben bis hin zu vertiefenden Themenführungen und Seminaren, ist für jeden etwas dabei.