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	<title>Städel Blog &#187; Deutsches Filmmuseum</title>
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		<title>Den Schrecken zum Leben erwecken – Schwarze Romantik im Horrorfilm</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2012 16:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefanie Plappert</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der „Schwarzen Romantik“ sind neben Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen auch Klassiker des Horrorfilms zu entdecken, denn auch die Filme „Frankenstein“, „Nosferatu“ oder „Dracula“ vermögen es, beim Betrachter nicht nur Unbehagen, sondern einen angenehmen Schauer hervorzurufen. Stefanie Plappert vom Deutschen Filmmuseum führt in die Welt des frühen Horrorfilms ein und zeigt auf, welche Einflüsse die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der „Schwarzen Romantik“ sind neben Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen auch Klassiker des Horrorfilms zu entdecken, denn auch die Filme „Frankenstein“, „Nosferatu“ oder „Dracula“ vermögen es, beim Betrachter nicht nur Unbehagen, sondern einen angenehmen Schauer hervorzurufen. Stefanie Plappert vom Deutschen Filmmuseum führt in die Welt des frühen Horrorfilms ein und zeigt auf, welche Einflüsse die bildenden Künste auf die filmischen Werke hatten.</strong> </p>
<div id="attachment_4023" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/aufmacher_nosf_takelage_5_tsm8_300dpi" rel="attachment wp-att-4023"><img class="size-full wp-image-4023" title="Aufmacher_NOSF_TAKELAGE_5_TSM8_300dpi" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/Aufmacher_NOSF_TAKELAGE_5_TSM8_300dpi.jpg" alt="" width="567" height="319" /></a><p class="wp-caption-text">Filmstill aus dem Film Nosferatu (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau, © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung</p></div>
<p> <span id="more-4022"></span></p>
<p>So erschreckend den Zeitgenossen Goyas gesellschaftkritischer Zyklus „Los Caprichos“ vorgekommen sein muss, so unerhört Füsslis Gemälde „Der Nachtmahr“, so unbehaglich Carl Friedrich Lessings „Felsenlandschaft: Schlucht mit Ruinen“: derartige Motive, eigentlich dazu angetan vielleicht unbewusstes, doch tief empfundenes Unbehagen beim Betrachtender hervorzurufen, übten immer auch einen subtilen Reiz, einen angenehmen Schauer, aus. Im 18. und 19. Jahrhundert stellten die avantgardistischen Strömungen in der bildenden Kunst schöne Leichen, alptraumhafte Empfindungen und übersinnliche Geschehnisse in den Mittelpunkt, im 20. Jahrhundert fanden diese Themen dann zunehmend im neuen Medium Film ihren Ausdruck.</p>
<p> 
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/o_friedrich_kuegelgens_grab' title='o_Friedrich_Kuegelgens_Grab'><img width="250" height="183" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/o_Friedrich_Kuegelgens_Grab-250x183.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Caspar David Friedrich (1774–1840), Kügelgens Grab, 1821/22, Öl auf Leinwand, 41,5 × 55,5 cm, Die Lübecker Museen, Museum Behnhaus Drägerhaus, Leihgabe aus Privatbesitz" title="o_Friedrich_Kuegelgens_Grab" /></a>
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/o_goya_proverbios_05' title='o_Goya_Proverbios_05'><img width="250" height="166" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/o_Goya_Proverbios_05-250x166.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Francisco de Goya (1746–1828), Fliegende Torheit (Disparate volante), aus: Die Sprichwörter (Los proverbios), Blatt 5, 1816–1819, 1. Auflage 1864, Radierung und Aquatinta, 21,7 x 32,6 cm (Darstellung), Städel Museum, Frankfurt am Main" title="o_Goya_Proverbios_05" /></a>
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/4_frankenst_monster2_tsm5_hr' title='4_FRANKENST_MONSTER2_TSM5_HR'><img width="250" height="187" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/4_FRANKENST_MONSTER2_TSM5_HR-250x187.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="James Whale (1889–1957), Frankenstein, USA 1931, Filmstill, Schwarz-weiß, Tonfilm mit deutschen Untertiteln, © Universal Studios. Alle Rechte vorbehalten." title="4_FRANKENST_MONSTER2_TSM5_HR" /></a>
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/o_fuessli_nachtmahr-3' title='o_Fuessli_Nachtmahr'><img width="206" height="250" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/o_Fuessli_Nachtmahr-206x250.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Johann Heinrich Füssli (1741–1825), Der Nachtmahr, 1790/91, Öl auf Leinwand, 76,5 × 63,6 cm, Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift, © Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift" title="o_Fuessli_Nachtmahr" /></a>
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/2_frankenst_labor_2_tsm7_hr' title='2_FRANKENST_LABOR_2_TSM7_HR'><img width="250" height="187" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/2_FRANKENST_LABOR_2_TSM7_HR-250x187.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="James Whale (1889–1957), Frankenstein, USA 1931, Filmstill, © Universal Studios. Alle Rechte vorbehalten." title="2_FRANKENST_LABOR_2_TSM7_HR" /></a>
<a href='http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/den-schrecken-zum-leben-erwecken-%e2%80%93-schwarze-romantik-im-horrorfilm/attachment/aufmacher_nosf_takelage_5_tsm8_300dpi' title='Aufmacher_NOSF_TAKELAGE_5_TSM8_300dpi'><img width="250" height="140" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/11/Aufmacher_NOSF_TAKELAGE_5_TSM8_300dpi-250x140.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Friedrich Wilhelm Murnau (1888–1931), Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens, Deutschland 1922, Filmstill, Stummfilm, schwarz-weiß / viragiert, deutsche Zwischentitel, © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung" title="Aufmacher_NOSF_TAKELAGE_5_TSM8_300dpi" /></a>
</p>
<p>1895, dem gleichen Jahr, in dem die Brüder Lumière ihren „Cinématographe“ der Welt vorstellten, publizierten Sigmund Freud und Joseph Breuer ihre bahnbrechenden „Studien über Hysterie“: Das Kino und die Psychoanalyse entstanden nahezu gleichzeitig. Künstler und Naturwissenschaftler teilten die frühe Faszination am bewegten Bild; Gleiches gilt für die Psychoanalyse, die das Interesse am Unbewussten, Unkontrollierten, Alptraumhaften und Unerklärlichen in wissenschaftliche Bahnen lenkte. Im jungen Medium Film verschmolzen auf diese Weise schwarzromantische Themen mit ihrer modernen Repräsentations- und Darstellungsform.</p>
<p>Die Pioniere der bewegten „lebenden“ Bilder experimentierten nicht nur mit technischen Möglichkeiten, sondern auch mit inhaltlichen Inspirationen aus dem Bereich der klassischen Künste wie der Literatur. Sie fanden rasch die heute nicht minder  aktuellen Texte von Mary Shelley und Bram Stoker, die die Grundlagen der ersten Horrorfilme bildeten. „Frankenstein“ (1818) wurde bereits 1910 von J. Searle Dawley das erste Mal verfilmt, das erste Drehbuch für „Dracula“ (1897) schrieben der deutsche Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau und sein Drehbuchautor Henrik Galeen. Ihre nichtautorisierte Adaption des Stoffes, verfilmt als „Nosferatu“  (1922), übernahm die Grundhandlung von „Dracula“ und einige Motive, änderte jedoch die Namen der Figuren in verfremdender Absicht. Der Vampir heißt im Film Graf Orlok; mit seinen Rattenzähnen, den spitzen Ohren, und in der dürren Gestalt von Max Schreck ist ein Unikat: ikonografisch irgendwo zwischen Tod und Teufel angesiedelt, blieb er der untypischste Graf Dracula der Geschichte. In der US-amerikanischen Erstverfilmung von Tod Browning, „Dracula“  (1931) verkörpert der ungarische Schauspieler Bela Lugosi den Vampir. Als attraktiver Verführer in Smoking und Fliege, als Herr über ein verfallenes Schloss in der Wildnis Transsilvaniens sowie über drei Töchter (schöne Wiedergängerinnen mit unstillbarem Blutdurst) setzte er die bis heute gültigen visuellen Standards für Dracula.</p>
<p>Ästhetik und Atmosphäre für alle folgenden Vampirfilmgenerationen prägten jedoch Murnau und sein dem Okkultismus zugeneigter Szenenbildner Albin Grau: Der zahnförmige Burgturm in Nosferatu, die Anfahrt der herrenlosen Kutsche auf das Schloss, die aufgebahrte Frau, die sich dem Blutsauger anbietet, das Geisterschiff mit geblähten Segeln und der Pest an Bord. Der Filmtheoretiker Belá Balázs urteilte, Murnau erzeuge „Naturbilder, in denen ein kalter Luftzug aus dem Jenseits weht.“ Diese Filmbilder erinnern nicht zuletzt an Werke der Malerei, wie etwa an Lessings „Felsenlandschaft: Schlucht mit Ruinen“, an Delaroches „Die Frau des Künstlers“ und an Caspar David Friedrichs „Schiff auf hoher See mit vollen Segeln“, deren visuelle Einflüsse auf die frühe Horror-Filmkunst damit anschaulich nachvollziehbar werden. Im selben Jahr wie „Dracula“ entstand mit James Whales „Frankenstein“ ein weiterer Klassiker des Horrorfilms. Indem er – gottgleich – ein Lebewesen erschaffen will, manövriert sich Viktor Frankenstein in einen Alptraum hinein, zu dessen Bebilderung sich Regisseur Whale auf starke Vorlagen bezieht: der kantige, mechanische Kopf des Monsters erinnert an eine Figur in Goyas Blatt „Los Chinchillas“, die vom Monster niedergestreckte Braut an Füsslis Nachtmahr.</p>
<p>Die Akteure erleben Alpträume – Freud hatte sie Jahre zuvor gedeutet –, die die Filmemacherinnen und Filmemacher versuchen in Bilder zu fassen. So auch Alfred Hitchcock in „Spellbound“ (Ich kämpfe um dich, USA 1945), in dem Salvador Dalís Szenenbild surreale Traumbilder evoziert, deren offenbare Bodenlosigkeit die Orientierungslosigkeit des Protagonisten auf das Publikum übertragen. In der Begegnung mit dem eigenen Unterbewusstsein, den eigenen Träumen und Ängsten manifestiert sich ein großer Teil des Schreckens, der den ungebrochenen Reiz von Horrorfilmen damals wie  heute ausmacht.</p>
<p>Stefanie Plappert, Deutsches Filmmuseum</p>
<p><strong>Übrigens ist die Ausstellung zur Schwarzen Romantik derzeit nicht die einzige Möglichkeit Kinofilme in der ungewohnten Umgebung des Museums zu sehen. Am Freitag, 8. Dezember findet ab 19.30 im Städel Museum die Filmnacht „Großes Kino“ statt, die gemeinsam mit dem Deutschen Filminstitut organisiert wird. <a href="http://staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1551 " target="_blank">Zum kompletten Programm gelangen Sie hier.</a></strong></p>
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		<title>Fünf Fragen an den Architekten Andreas Spiess zur Ausstellungsarchitektur der &#8220;Schwarzen Romantik&#8221;</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/funf-fragen-an-den-architekten-andreas-spiess-zur-ausstellungsarchitektur-der-schwarzen-romantik</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2012 15:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Heider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick hinter die Kulissen]]></category>
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		<description><![CDATA[Das erstklassige Design des im November 2011 eröffneten Museumsshop mit Buchladen und Café sowie der Städelbibliothek hat das Städel Museum dem Dresdner Architekten Andreas Spiess zu verdanken. Nun ist Andreas Spiess (SPIESS Interior Design, Dresden) einmal mehr in Frankfurt unterwegs. Diesmal als kreativer Kopf für die Ausstellungsarchitektur der großen Herbstausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das erstklassige Design des im November 2011 eröffneten Museumsshop mit Buchladen und Café sowie der Städelbibliothek hat das Städel Museum dem Dresdner Architekten Andreas Spiess zu verdanken. Nun ist Andreas Spiess (SPIESS Interior Design, Dresden) einmal mehr in Frankfurt unterwegs. Diesmal als kreativer Kopf für die Ausstellungsarchitektur der großen Herbstausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“. Wir konnten bereits einen Blick auf den Aufbau der Ausstellung werfen und haben dabei dem Architekten fünf Fragen gestellt.</strong> </p>
<p><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/funf-fragen-an-den-architekten-andreas-spiess-zur-ausstellungsarchitektur-der-schwarzen-romantik/attachment/img_2781" rel="attachment wp-att-3400"><img class="aligncenter size-large wp-image-3400" title="IMG_2781" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/IMG_2781-600x400.jpg" alt="" width="600" height="400" /></a></p>
<p><span id="more-3397"></span></p>
<p><strong>1. Herr Spiess, Sie sind für die Ausstellungsarchitektur der „Schwarzen Romantik“ verantwortlich. Was hat Sie an dem Projekt am meisten gereizt?</strong></p>
<p>Nachdem ich mich im vergangenen Jahr bereits intensiv mit den Serviceflächen – Shop, Bibliothek und Café – im Städel beschäftigt habe, war es natürlich eine spannende Herausforderung, nun auch einmal die Architektur eines großen Ausstellungsprojektes im Städel zu konzipieren. Interessant war dabei der bereits im Titel der Ausstellung angelegte Spagat, den das Thema der Schwarzen Romantik mit sich bringt. Was erwartet der Besucher – Romantik oder Gothic? Diese Frage beantwortet sich ab der kommenden Woche im Städel!</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div id="attachment_3403" class="wp-caption aligncenter" style="width: 203px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/funf-fragen-an-den-architekten-andreas-spiess-zur-ausstellungsarchitektur-der-schwarzen-romantik/attachment/neues-bild" rel="attachment wp-att-3403"><img class="size-medium wp-image-3403" title="Neues Bild" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/Neues-Bild-193x200.jpg" alt="" width="193" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Andreas Spiess</p></div>
</div>
<p><strong> 2. In Kooperation mit dem Deutschen Filmmuseum werden erstmals innerhalb einer Ausstellung im Städel Ausschnitte von Filmklassikern wie <em>Frankenstein</em> (1931), <em>Dracula</em> (1931), <em>Faust</em> (1926), <em>Vampyr </em>(1931/32) oder <em>Der Fuhrmann des Todes</em> (1921) gezeigt. Wie wird dieses Medium in die Ausstellung integriert?</strong></p>
<p>Es wird insgesamt vier Bereiche innerhalb der Ausstellung geben, in denen Filme gezeigt werden, denn die Schwarze Romantik äußert sich nicht nur in Gemälden oder Skulpturen, sondern auch in filmischen Meisterwerken. Diese Bereiche sind im Gegensatz zu früheren Ausstellungen als eigenständige und mit den Ausstellungsräumen für die Kunstwerke gleichwertige Elemente in den Rundgang durch die Ausstellung integriert. Das ist eine Premiere für das Städel Museum. Der Besucher hat dabei jederzeit die Wahl, sich auf die Filme einzulassen und sich Zeit zu nehmen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/funf-fragen-an-den-architekten-andreas-spiess-zur-ausstellungsarchitektur-der-schwarzen-romantik/attachment/img_2845" rel="attachment wp-att-3402"><img class="aligncenter size-large wp-image-3402" title="IMG_2845" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/IMG_2845-599x400.jpg" alt="" width="539" height="360" /></a></p>
<p><strong>3. Sie haben das bei unseren Besuchern äußerst beliebte Städel-Café entworfen, aber unter anderem auch für den Taschen Verlag Concept-Stores auf der ganzen Welt eröffnet. Eine völlig andere Aufgabe als die Architektur einer Ausstellung zu entwickeln und umzusetzen?</strong></p>
<p>Es ist auf jeden Fall ein absolutes Highlight für mich. Jahrhundertalte Meisterwerke aus dem Louvre oder dem Prado in das ihnen gebührende Licht zu setzen, ist ein bewegender Moment. Beide, Concept-Stores und Ausstellungen möchten mittels visueller Führung Gefühle und Bedürfnisse wecken und Inhalte vermitteln. Während in Buchhandlungen vor allem die haptische Verführung eine zentrale Rolle spielt, geht es in einer Ausstellung  jedoch stärker um die ehrfürchtige Annäherung an die Kunst und die Vermittlung des Themas.</p>
<p><strong>4. Gab es eine zentrale Inspirationsquelle für die Architektur der Ausstellung und wie eng ist die Abstimmung mit dem Ausstellungskurator?</strong></p>
<p>Nein, eine zentrale Inspirationsquelle gab es nicht. Das Ergebnis der Ausstellungsarchitektur ist die intensive und inspirierende Zusammenarbeit mit dem Kurator Dr. Felix Krämer und seinem Team. Dem Kurator war es wichtig, den Besucher durch die Ausstellung und das Thema zu führen. Mir war es wichtig, der Ausstellung den im wahrsten Sinn passenden Rahmen zu geben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/funf-fragen-an-den-architekten-andreas-spiess-zur-ausstellungsarchitektur-der-schwarzen-romantik/attachment/img_2813" rel="attachment wp-att-3401"><img class="aligncenter size-large wp-image-3401" title="IMG_2813" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2012/09/IMG_2813-599x400.jpg" alt="" width="479" height="320" /></a></p>
<p><strong>5. Was sind Ihre kommenden Projekte?</strong></p>
<p>Zunächst werde ich den Messestand für den Taschen Verlag auf der Frankfurter Buchmesse realisieren. Anschließend folgt die Umgestaltung des Eingangsbereichs der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin. Es bleibt also spannend und vielseitig!</p>
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