Städel Blog

Der Film zur „Schwarzen Romantik“

Film ab für das Irrationale, Unerklärliche, Unheimliche! Ab sofort ist unser Video zur großen Sonderausstellung “Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst” online. In dem fünfeinhalb-minütigen Clip erläutern Sammlungsleiter Dr. Felix Krämer sowie Städel-Direktor Max Hollein und Côme Fabre, der die zweite Station der Ausstellung im Musée d’Orsay betreut, die dunkle geheimnisvolle Seite der Romantik.

In der umfassenden Sonderausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ widmet sich das Städel Museum im Herbst der dunklen Seite der Romantik und ihrer Fortführung im Symbolismus und Surrealismus. Mehr als 200 Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Filme spüren der Faszination zahlreicher Künstler für das Abgründige, Geheimnisvolle und Böse nach.
 

Ernst Ferdinand Oehme, Prozession im Nebel, 1828, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Fotografin Katharina Sieverding zählt zu den wichtigsten deutschen Gegenwarts-Künstlerinnen. Seit der Übergabe von 220 Werken aus der DZ BANK Kunstsammlung bereichern zwei ihrer zentralen Werke aus dem Jahr 1997 die Städelsche-Sammlung: „Steigbild I“ und „Steigbild III“ zeigen radiologisch durchleuchtete Schädelskelette, die mit Bildern eines speziellen medizinischen Bluttests überlagert werden. Die Fotografien, die in ihrem Entstehungsjahr auf der Biennale in Venedig gezeigt wurden, machen einen ganzen Makrokosmos im menschlichen Mikrokosmos sichtbar. In unserer Film-Reihe „Kunst nach 1945“ stellt Sieverding ihre Steigbilder vor.

Vor Kurzem feierte die Ausstellung „Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung“ im Städel Museum Eröffnung. Jetzt ist auch unser Ausstellungsfilm online. Darin erläutern die Kuratoren Dr. Martin Engler und Carolin Köchling den Einfluss der Malerei auf die Bildproduktion der zeitgenössischen Fotokunst. „Die gängige Einordnung der Fotografie als Abbildung von Realität und umgekehrt der Malerei als Darstellung von Fiktion ist nicht mehr gültig, vielmehr konvergieren diese unterschiedlichen Medien“, so Dr. Martin Engler.