Städel Blog

In der „Schwarzen Romantik“ sind neben Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen auch Klassiker des Horrorfilms zu entdecken, denn auch die Filme „Frankenstein“, „Nosferatu“ oder „Dracula“ vermögen es, beim Betrachter nicht nur Unbehagen, sondern einen angenehmen Schauer hervorzurufen. Stefanie Plappert vom Deutschen Filmmuseum führt in die Welt des frühen Horrorfilms ein und zeigt auf, welche Einflüsse die bildenden Künste auf die filmischen Werke hatten. 

Filmstill aus dem Film Nosferatu (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau, © Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

 

Den Auftakt der in sieben Kapitel gegliederten Ausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ gibt eine Gruppe bedeutender Gemälde von Johann Heinrich Füssli. Der zunächst in der Schweiz als evangelischer Prediger ausgebildete Künstler schuf mit seinem viel zitierten Gemälde „Der Nachtmahr“ aus dem Jahr 1790 (Frankfurter Goethe-Museum) das Sinnbild der schwarzen Romantik. Schon zu Lebzeiten rankten sich wilde Geschichten um Füssli: Er fluche unverständlich mit Schweizer Akzent und verderbe die Moral mit seinem ominösen Okkultismus. Vor dem Schlafengehen äße er blutiges Schweinefleisch und oft konsumiere er Opium, um seine düsteren Visionen heraufzubeschwören.

Johann Heinrich Füssli (1741–1825), Der Nachtmahr, 1790, Frankfurter Goethe-Haus – Freies Deutsches Hochstift

Das erstklassige Design des im November 2011 eröffneten Museumsshop mit Buchladen und Café sowie der Städelbibliothek hat das Städel Museum dem Dresdner Architekten Andreas Spiess zu verdanken. Nun ist Andreas Spiess (SPIESS Interior Design, Dresden) einmal mehr in Frankfurt unterwegs. Diesmal als kreativer Kopf für die Ausstellungsarchitektur der großen Herbstausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“. Wir konnten bereits einen Blick auf den Aufbau der Ausstellung werfen und haben dabei dem Architekten fünf Fragen gestellt. 

In der umfassenden Sonderausstellung „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ widmet sich das Städel Museum im Herbst der dunklen Seite der Romantik und ihrer Fortführung im Symbolismus und Surrealismus. Mehr als 200 Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Filme spüren der Faszination zahlreicher Künstler für das Abgründige, Geheimnisvolle und Böse nach.
 

Ernst Ferdinand Oehme, Prozession im Nebel, 1828, Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden