Städel Blog

Als „krankhaft“ bezeichnete Goethe die schaurigen Geschichten des romantischen Schriftstellers E.T.A. Hoffmann. Überhaupt hatten die Stoffe, aus denen die Vertreter der Schwarzen Romantik ihre Werke formten, nur noch wenig mit den klassisch aufklärerischen Idealen des Dichterfürsten zu tun. Das grelle Licht der Aufklärung hatte in Europa einen vernunftübersättigten Nährboden hinterlassen, auf dem sich eine Lust am Fantastischen, Abgründigen und Bösen regte. Ihre Symptome zeigten sich zuerst in der Literatur, deren Titel folgerichtig „Elixiere des Teufels“ oder „Blumen des Bösen“ lauteten. Doch der Keim war schnell übergesprungen: Zahlreiche Künstler übertrugen literarische Stoffe auf ihr Medium, gaben den dämonischen Protagonisten ein Antlitz oder ließen sich davon zu eigenen Bilderfindungen anregen.

Carl Blechen, Pater Medardus, 1826. © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie

Mitglieder des Städelvereins genießen nicht nur exklusive Einblicke in die Sammlungen von Städel und Liebieghaus. Auf dem vielseitigen Programm der über 7.000 Mitglieder starken Gemeinschaft stehen auch immer wieder eintägige Kunsttrips oder mehrtägige Reisen zu den wichtigsten Kunstereignissen, spannendsten Museen oder kulturhistorisch bedeutsamen Städten der Republik aber auch darüber hinaus. Die letzte Exkursion führte den Städelverein nach Weimar und Halle. Hier kommt unser ausführlicher Reisebericht.

Rokokosaal in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek, © Klassik Stiftung Weimar, Foto: Maik Schuck