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	<title>Städel Blog &#187; Tipps</title>
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		<title>Unser Buchtipp im Mai: Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio Roman</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 10:17:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Diana Stoll</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Caravaggio]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Maler Caravaggio war einer der faszinierendsten und wohl geheimnisvollsten Künstler des italienischen Barock, der heute wegen seiner ausdrucksstarken und dramatisch ausgeleuchteten Werke bekannt ist. Aber auch seine Verwicklungen in einen Mord und sein früher Tod bieten immer noch Anlass für zahlreiche Spekulationen. Der britische Schriftsteller Matt Beynon Rees hat darüber einen fesselnden Roman geschrieben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Maler Caravaggio war einer der faszinierendsten und wohl geheimnisvollsten Künstler des italienischen Barock, der heute wegen seiner ausdrucksstarken und dramatisch ausgeleuchteten Werke bekannt ist. Aber auch seine Verwicklungen in einen Mord und sein früher Tod bieten immer noch Anlass für zahlreiche Spekulationen. Der britische Schriftsteller Matt Beynon Rees hat darüber einen fesselnden Roman geschrieben, der den Leser in die faszinierende Welt eines Künstler mitnimmt, der gefangen war zwischen künstlerischer Genialität und seinem Hang zur Gewalt und Tod. </strong> </p>
<div id="attachment_5548" class="wp-caption alignnone" style="width: 259px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/tipps/unser-buchtipp-im-mai-matt-beynon-rees-mit-blut-signiert-ein-caravaggio-roman/attachment/abb_reesmitblutsigniert_978-3-406-64696-6_1a_cover_web" rel="attachment wp-att-5548"><img class="size-large wp-image-5548" title="ABB_ReesMitBlutsigniert_978-3-406-64696-6_1A_Cover_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/05/ABB_ReesMitBlutsigniert_978-3-406-64696-6_1A_Cover_web-249x400.jpg" alt="" width="249" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buchtipp im Mai: Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio-Roman.</p></div>
<p><span id="more-5549"></span></p>
<p>Rees, bislang bekannt für seine Jerusalem-Krimis, führt seine Leser nach Rom ins Jahr 1605: Michelangelo Merisi (1571–1610), genannt Caravaggio, ist auf dem Weg einer der einflussreichsten und angesehensten Maler der Stadt zu werden. Gefördert von der Kirche, erhält er immer größere Projekte, die er mit geradezu leidenschaftlichem Eifer ausführt. Vor allem die Natürlichkeit der Figuren seiner Gemälde war radikal neu, so verwendete er für die Darstellung biblischer Gestalten meist Modelle aus dem einfachen Volk wie Bauern, Bettler und Straßenkinder, was ihm den Unmut von Adel und Klerus einbrachte. Nicht nur das, er hatte zudem eine Vorliebe für Frauen aus den unteren Schichten, deren Sinnlichkeit in seinen Werken die Betrachter verstörte.  <br />
Zudem brachten ihn sein ungestümes Wesen und sein Hang zu gewalttätigen Auseinandersetzungen immer wieder in Bedrängnis. Schließlich wird er in eine Wirtshausstreitigkeit verwickelt und tötet einen Adligen. Caravaggio flieht aus Rom und wird bis zum Ende seines Lebens von dieser Tat verfolgt. Sein rätselhafter Tod setzt seinem Leben ein frühes Ende.</p>
<p><strong>Die Dunkle Seite eines Künstlerlebens<br />
</strong>Die bewegende Geschichte eines zerrissenen Künstlers erzählt Beynon Rees auf packende Weise, sodass das Buch mehr und mehr zu einem Kriminalstück wird. Jedes Kapitel ist einem Werk Caravaggios gewidmet und so folgt man den Entwicklungen des Romans anhand seiner beeindruckenden Werke. Dem Autor gelingt es, den Leser eintauchen zu lassen in eine der interessantesten Epochen der europäischen Kunstgeschichte und zugleich teilzuhaben am tragischen Leben eines Künstlers, dessen Werk überschattet wurde von Schuld und Verrat:  Ein Roman, der Lust macht, Caravaggios Bilder genauer zu betrachten!  </p>
<p>Matt Beynon Rees, Mit Blut signiert. Ein Caravaggio Roman.<br />
Aus dem Englischen übersetzt von Klaus Modick<br />
2013 erschienen im C.H.Beck Verlag<br />
Paperback, 334 Seiten<br />
978-3-406-64696-6<br />
17,95 Euro<br />
Erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Diana Stoll ist Buchhändlerin im Shop des Städel Museums und sichtet hierfür regelmäßig die unzähligen Neuerscheinungen im Bereich der Kunstliteratur und Kunstkataloge.   </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5549" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Kuratorische Einblicke: Vom Entstehen einer Ausstellung</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 15:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Samira Idrisu und Johanna Knoop</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe-Universität Frankfurt am Main]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Starling]]></category>
		<category><![CDATA[Studiengalerie 1.357]]></category>
		<category><![CDATA[Videokunst]]></category>
		<category><![CDATA[Wael Shawky]]></category>

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		<description><![CDATA[Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem Preis ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was heißt Gedächtnis- und Erinnerungskultur? Diese Frage stellen sich jeden Donnerstagabend die Teilnehmer der Studiengalerie 1.357. Die Studiengruppe der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die seit 2009 in Kooperation mit dem Städel existiert und kürzlich für ihr Konzept mit einem <a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis">Preis</a> ausgezeichnet wurde, stellt vier Mal im Jahr zeitgenössische Videokunst in den Räumen des IG-Farben-Gebäudes aus. In diesem Blogbeitrag erzählen zwei Studentinnen von ihrer Teilnahme am Projekt Studiengalerie und berichten von den Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Vorbereitung einer Ausstellung.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/sm_13_04_stg_plakate-page-001" rel="attachment wp-att-5397"><img class="alignnone size-large wp-image-5397" title="sm_13_04_stg_plakate-page-001" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/sm_13_04_stg_plakate-page-001-282x400.jpg" alt="" width="282" height="400" /></a></p>
<p><span id="more-5394"></span></p>
<p>Seit einem Semester besuchen wir, zwei Studentinnen der Kunstgeschichte, die universitäre Veranstaltung „Studiengalerie 1.357; Studiengruppe Erinnerungskultur, Geschichtspolitik und Bildgebrauch“. Auf dem üblichen Wege – durch einen Blick in das Vorlesungsverzeichnis – wurden wir auf die Veranstaltung aufmerksam. Dabei waren besonders die Begriffe „zeitgenössisch“ und „Videokunst“ die Zauberworte, die es benötigte, um sich zum regelmäßigen Treffen am Donnerstagabend für die Veranstaltung einzutragen. <strong></strong></p>
<p>Beim Besuch der ersten Veranstaltung waren wir erstaunt, wie viele Studierende in den kleinen, mit Holz verkleideten Raum passten. Und auch die Anwesenheit zweier Juroren des Hessischen Hochschulpreises schüchterte uns etwas ein.  Schnell wurde deutlich, dass sich diese Veranstaltung von den üblichen Seminarangeboten abhebt! Mit der Zeit relativierte sich jedoch die Anzahl der Studenten auf ein Normalmaß bedingt durch die organisatorische Ausrichtung des Seminars. Denn in einem Semester werden jeweils zwei Filme ausgesucht und vorbereitet, die dann jedoch erst im kommenden Semester eröffnet werden. Daher fanden sich zu Beginn des Seminars im Oktober sowohl die Studierenden der vergangenen Veranstaltung als auch wir neuen Seminarteilnehmer. Nun, im neuen Semester, starten wir gemeinsam mit der nächsten Studierendengruppe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5398" class="wp-caption alignnone" style="width: 478px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/blog_starling_still_web" rel="attachment wp-att-5398"><img class="size-large wp-image-5398  " title="blog_Starling_still_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_Starling_still_web-650x384.jpg" alt="" width="468" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Simon Starling; Project for a Masquerade (Hiroshima), 2010; 16mm-Film transferiert auf HD; 25:54 Minuten; Courtesy Simon Starling und neugerriemschneider, Berlin</p></div>
<p><strong><br />
Objektive und subjektive Kriterien<br />
</strong>Einen großen Teil des Seminars verbrachten wir zunächst damit unterschiedlichste Filme zeitgenössischer Künstler zu sichten und aus dieser Vielzahl zwei passende, natürlich auch anregende Arbeiten auszuwählen. Die Entscheidung fiel uns dieses Jahr sehr schwer, denn wie lässt sich ein Film vor allem nach objektiven und nicht nach subjektiven Kriterien betrachten und bewerten? Daneben gibt es bestimmte Rahmenbedingungen, die unsere Wahl eingrenzten, da manche Filme zu lang für die Vorführungen waren oder in unseren Räumlichkeiten der Studiengalerie 1.375 nicht umsetzbar sind. Das wichtigste Kriterium unserer Auswahl blieb jedoch, ob und auf welche Art und Weise, sich der Film inhaltlich mit dem Thema der Erinnerungskultur beschäftigt. Wir diskutierten und analysierten die Inhalte der Filme ausgiebig hinsichtlich dieser Fragestellung. Schlussendlich fiel in diesem Semester unsere Wahl auf die beiden Filme „Project for a Masquerade (Hiroshima)“ von Simon Starling, der unter anderem als Professor an der Städel-Schule tätig ist, und „Cabaret Crusades: The Horror Show File” von Documenta 13-Teilnehmer Wael Shawky. Die beiden Filme werden am Mittwoch, 24. April (Shawky) und am Mittwoch,  12. Juni (Starling) im Raum 1.357 des IG-Farben-Hauses eröffnet und anschließend 6 Wochen jeweils dort zu sehen sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5402" class="wp-caption alignnone" style="width: 492px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/shawky-cabaret_crusades_the_horror_show_file_2010_film_still_antioc_1_web" rel="attachment wp-att-5402"><img class="size-full wp-image-5402" title="Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File,_2010,_Film_still,_Antioc_1_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Shawky-Cabaret_Crusades_The_Horror_Show_File_2010_Film_still_Antioc_1_web.jpg" alt="" width="482" height="271" /></a><p class="wp-caption-text">Wael Shawky; Cabaret Crusades: The Horror Show File, 2010; HD Video, Farbe, Sound, 31:49 Min.; Video still; Courtesy Wael Shawky und Sfeir-Semler Gallery, Beirut / Hamburg</p></div>
<p><strong><br />
Bausteine einer Eröffnung<br />
</strong>Nachdem nach unzähligen Diskussionen und Gesprächen endlich die Entscheidung für die zwei Filme gefallen war, schlossen sich aus unserem Seminar jeweils zwei Expertengruppen für die Filme zusammen. Wir beschäftigten uns dort eingehend mit dem Film, recherchierten und sammelten Material. Dann ging es an die konkrete Umsetzung, denn für jede Ausstellung wird eine Pressemitteilung, ein Wandtext und ein bis zwei Reden für den Eröffnungsabend benötigt. Auch dieser Blogtext ist natürlich ein weiterer Baustein, wenn es gilt, die Ausstellungen und das Konzept der Studiengalerie vorzustellen.  Wir erarbeiteten die verschiedenen Texte und Reden in unseren Expertengruppen und besprachen diese schließlich  in der Gruppe – ein nervenaufreibender, dafür umso spannender Prozess, der zumeist bis kurz vor der Eröffnung andauert. So blicken wir also gespannt auf die kommenden Eröffnungen, doch bisher ist die Organisation und  Umsetzung  immer gelungen und die Ausstellungseröffnungen wurden zum Erfolg. </p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5396" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/kuratorische-einblicke-vom-entstehen-einer-ausstellung/attachment/artikel_studiengalerie_3-300x199" rel="attachment wp-att-5396"><img class="size-full wp-image-5396" title="Artikel_Studiengalerie_3-300x199" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Artikel_Studiengalerie_3-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die Studiengalerie</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Besondere der Studiengalerie ist, dass es drei Dozenten aus unterschiedlichen Fachbereichen gibt, die diese leiten: Das Dreigestirn besteht aus Dr. Henning Engelke, als Kunsthistoriker der Goethe-Universität der Fachmann für Gegenwartskunst, Prof. Dr. Bernhard Jussen, als Geschichstwissenschaftler, der Mann mit dem historischen Durchblick und Dr. Martin Engler, der Kurator und Leiter der Sammlung Gegenwartskunst des Städel Museums und damit der Ausstellungsexperte. Interessant waren aus diesem Grund auch die auf höchstem Niveau geführten Diskussionen unter den drei Dozenten, wenn diese unterschiedlicher Meinung waren.</p>
<p><strong>Zwischen Walter Benjamin und Hannah Arendt<br />
</strong>Das Thema Erinnerungskultur, also die Frage, auf welche Weise und wie wir uns erinnern, wie Geschichte aufgefasst und wiedergegeben wird, bietet im Seminar eine große Fläche für Diskussionen. Und ohne Verweise auf Konzepte und Theorien der Philosophen Walter Benjamin oder Hannah Ahrendt kommt keine unserer Stunden aus.</p>
<p>Die fachübergreifende Arbeit gemeinsam von Studierenden der Kunstgeschichte und der Geschichtswissenschaften bietet im Seminar beiden Seiten etwas: uns Kunsthistorikern die Möglichkeit, uns unter geschichtlichen Fragestellungen mit einem Film auseinander zu setzen, wohingegen die künstlerische und medienwissenschaftliche Auseinandersetzung wiederum für die Studierenden mit historischem Schwerpunkt neu war. Ein großer Reiz an diesem Projekt ist natürlich auch der kuratorische Einblick, den man hier erhält: In keiner anderen Übung ist man so praktisch orientiert!</p>
<p>Durch die Teilnahme am Projekt der Studiengalerie konnten wir viel über das Medium Film lernen, ein Thema, das meistens in Veranstaltungen nur gestreift wird. Uns wurde deutlich, dass durch das Hinzukommen der medialen Ebenen Ton und bewegtes Bild die Analyse besonders komplex wird. Dennoch und gerade deswegen: Für das nächste Semester haben wir uns vorgenommen, die Studiengalerie weiterhin zu besuchen, da das Projekt eine besondere Nähe zur Ausstellungsentwicklung schafft und ganz real Ausstellungen ermöglicht.</p>
<p><strong><br />
Ort:</strong> Studiengalerie, Raum 1.357, Johann Wolfgang Goethe-Universität / Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grünburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main<br />
<strong>Öffnungszeiten der Studiengalerie</strong>: montags bis donnerstags von 12-17 Uhr<br />
<strong>Weitere Informationen</strong> erhaltet Ihr auf dem <a title="Blog der Studiengalerie" href="http://studiengalerie1357.wordpress.com/" target="_blank">Blog der Studiengalerie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorinnen dieses Gastblogbeitrags Johanna Knoop und Samira Idrisu freuen sich schon auf die Vernissage ihres Lieblingsfilms von Wael Shawky am 24. April um 20 Uhr in der Studiengalerie, Raum 1.357 des IG-Farben-Gebäudes. Auch Gäste sind hierzu natürlich herzlich eingeladen!</p>
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		<title>Künstlerfilm von Adrian Williams zur Performance „Watering Hole“</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Apr 2013 10:02:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Filme]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten Skulpturen völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Städel Garten wächst…die Spannung auf die Performance „Watering Hole“ von Adrian Williams, die am Dienstag, 30. April 2013 um 20.30 Uhr zum ersten Mal im Städel Garten aufgeführt wird. An diesem Tag eröffnen wir unsere Gartensaison, präsentieren den Städel Garten und die dort ausgestellten <a title="Skulptur im Städel Garten" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1793" target="_blank">Skulpturen </a>völlig neu. Einen ersten musikalischen Vorgeschmack auf die Aufführung von Adrian Williams gibt Euch hier der von der Künstlerin selbst produzierte Film. <br />
</strong> <br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/KLTRh7v011U" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span id="more-5346"></span></p>
<p><strong>Text, Musik und Klangobjekte<br />
</strong>Die Aufführung „Watering Hole“ verbindet Text, Musik und Klangobjekte mit einer weiträumigen Choreografie. Dieser von Adrian Williams selbst produzierte Film gibt musikalisch und atmosphärisch einen ersten Einblick in ihre performative Arbeitsweise. Den Gesang im Film werdet Ihr wiedererkennen, wenn Ihr Euch für einen Besuch der Aufführung im Städel Garten entscheidet, denn: Die Performance wird realisiert unter Mitwirkung von Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie und des Kinderchors Frankfurt in Verbindung mit dem Hessischen Rundfunk und mit Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main.</p>
<p>„Watering Hole“ von Adrian Williams bildet den Auftakt für eine in regelmäßigen Abständen geplante Bespielung des Gartengeländes rund um das Städel Museum. Ermöglicht wird diese Idee durch die neu ins Leben gerufene „Städel Gartengesellschaft“, einen Förderkreis von engagierten Privatpersonen, der gezielt die Präsentation von Gegenwartskunst im Städel Garten unterstützt.</p>
<p><strong>Weitere Aufführungstermine der Performance „Watering Hole“ im Städel Garten:</strong><br />
Mittwoch, 1. Mai, 16.00 Uhr<br />
Donnerstag, 2. Mai, 20.00 Uhr<br />
Samstag, 4. Mai, 20.00 Uhr und 21.30 Uhr im Rahmen der „Nacht der Museen“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Autorin Karoline Leibfried, im Städel Museum als Pressereferentin tätig, hat nicht nur diesen Text verfasst, sondern auch die Filmproduktion begleitet.</strong></p>
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		<title>Techniken der Fotografie: Wege zur Farbfotografie – das Verfahren der Photochromie (Teil 6/10)</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Apr 2013 10:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Aimée Ducey-Gessner und Anna Motz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick hinter die Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Farbfotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotosammlung Uta und Wilfried Wiegand]]></category>
		<category><![CDATA[Léon Vidal]]></category>
		<category><![CDATA[Lithografie]]></category>
		<category><![CDATA[Photochromverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[Techniken der Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Woodburytypie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Herstellung von Fotografien blieben aufwändige Edeldruckverfahren, wie der Name vermuten lässt, einem recht kleinen Kreise von Kennern und Liebhabern vorbehalten. Um die Fotografie als Medium dennoch für Amateure attraktiver zu machen, wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verstärkt nach neuen Möglichkeiten dieses Mediums geforscht. Ein Ziel war, natürliche Farbe in das Bild zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Herstellung von Fotografien blieben aufwändige Edeldruckverfahren, wie der Name vermuten lässt, einem recht kleinen Kreise von Kennern und Liebhabern vorbehalten. Um die Fotografie als Medium dennoch für Amateure attraktiver zu machen, wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verstärkt nach neuen Möglichkeiten dieses Mediums geforscht. Ein Ziel war, natürliche Farbe in das Bild zu bringen. Auf dem Weg zur Farbfotografie stellen wir Euch im nun folgenden sechsten Teil unserer Reihe „Techniken der Fotografie“ das Verfahren der Photochromie vor, einem Bindeglied zwischen dem Farbdruck und der Farbfotografie.</strong></p>
<div id="attachment_5308" class="wp-caption alignnone" style="width: 257px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/l1000366" rel="attachment wp-att-5308"><img class="size-large wp-image-5308 " title="L1000366" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/L1000366-247x400.jpg" alt="" width="247" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg zur Farbfotografie: Vidal, Dolch, Photochrom, 1876. Foto: Städel Museum</p></div>
<p><span id="more-5314"></span></p>
<p>Das bereits in den 1870er-Jahren von Léon Vidal (1833–1906), langjähriger Sekretär der fotografischen Gesellschaft in Marsaille, entwickelte Photochromverfahren ist eine Kombination fotochemischer und fotomechanischer Prozesse. Während bei einem fotochemischen Prozess das letztendlich sichtbare Bild durch eine chemische Reaktion von Licht mit lichtempfindlichen Substanzen, wie etwa Silbernitrat bei S/W-Fotos, erzeugt wird, wird bei einem fotomechanischen Prozess das Bild durch die Zugabe der farbigen Substanzen sichtbar.</p>
<div id="attachment_5309" class="wp-caption alignnone" style="width: 349px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/vidal_dsc04898b_web" rel="attachment wp-att-5309"><img class="size-large wp-image-5309" title="vidal_DSC04898b_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/vidal_DSC04898b_web-339x400.jpg" alt="" width="339" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Vidal, Dolch, Detail: mehrere, teilweise überlappende und versetzt aufgelegte Druckschichten sind auf dem durchschimmernden Schwarz-Weiß-Abzug erkennbar.</p></div>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Vom Schwarz-Weiß-Fotonegativ zum Farbbild</strong><br />
Vidal ging bei der Herstellung einer Photochromie folgendermaßen vor: Ausgangspunkt für die Entstehung der farbigen Abbildung war der Auszug eines Schwarz-Weiß-Fotonegativs. Davon fertigte Vidal bis zu zwölf Druckplatten für die einzelnen Farbschichten an. Diese Platten wurden von Hand bearbeitet, sodass die Partien, die nicht in der entsprechenden Farbe gedruckt werden sollten, manuell mit lichtundurchlässiger Farbe abgedeckt wurden. Die in dieser Art bearbeiteten Platten wurden separat entweder als Lithografie- oder als Pigmentdruckplatte umgesetzt und in der jeweiligen Farbe gedruckt. Dazu gehören bei Vidal auch kostbar wirkende Metallfarben, wie unsere Beispiele aus der 2011 vom Städel Museum erworbenen Fotosammlung Uta und Wilfried Wiegand glänzend veranschaulichen. </p>
<div id="attachment_5313" class="wp-caption alignnone" style="width: 577px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/blog_techniken-der-fotografie_6_web" rel="attachment wp-att-5313"><img class="size-full wp-image-5313" title="blog_techniken der fotografie_6_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_techniken-der-fotografie_6_web.jpg" alt="" width="567" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Wahrscheinliche Anordnung der einzelnen Bildschichten von Vidal, Dolch, 1876, nach mikroskopischer Untersuchung. Grafik: Städel Museum</p></div>
<p>Bei einer Lithografie wurde die fotografische Vorlage auf Lithoplatten gefertigt. Dies bedeutete, dass die Druckplatten bzw. Drucksteine fotomechanisch präpariert wurden. Danach wurden die Platten wie bei einer herkömmlichen Lithografie eingefärbt. Schließlich erfolgte der Druck  der Platten auf die Basisschicht mit dem Auszug des Schwarz-Weiß-Fotonegativs.</p>
<div id="attachment_5302" class="wp-caption alignnone" style="width: 327px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/blog_vidal_l000361_web" rel="attachment wp-att-5302"><img class="size-large wp-image-5302" title="blog_vidal_L000361_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_vidal_L000361_web-317x400.jpg" alt="" width="317" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Vidal, „Plat de Charles V“, Photochrom, 1876. Foto: Städel Museum</p></div>
<p> Um einen Pigmentdruck herzustellen, wurde Papier, das mit lichtsensitiver, in dem Wunschton eingefärbter Gelatine- beschichtet war, dem Licht ausgesetzt. Dabei war das Papier stetig in Kontakt mit dem Negativ: Das Licht härtete die Gelatine aus, das Papier wurde gewässert und die noch löslichen Bereiche der Gelatineschicht dabei ausgewaschen. Diese ausgewaschenen Partien entsprachen den lichten Abschnitten („Highlights“) des späteren Bildes. Die verbleibende gehärtete Beschichtung, die das Bild trägt, wurde vom Trägerpapier auf das Blatt des Schwarz-Weiß-Abzugs aufgebracht. </p>
<div id="attachment_5312" class="wp-caption alignnone" style="width: 359px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/vidal_dsc04909b_web" rel="attachment wp-att-5312"><img class="size-large wp-image-5312" title="vidal_DSC04909b_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/vidal_DSC04909b_web-349x400.jpg" alt="" width="349" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Vidal, „Plat de Charles V“, Detail: Unter dem Mikroskop erkennbare, leicht zerkratzte Firnisschicht, die die Druckschichten wie Eis versiegelt. Foto: Städel Museum</p></div>
<p>Wie das Beispiel „Plat de Charles V“ zeigt, wurde von Vidal bisweilen auch eine Woodburytypie auf das Schichtpaket gebracht. Eine solche gleicht dem Prinzip des Pigmentdrucks bis zum Auswaschen der nicht gehärteten Gelatine. Allerdings war diese noch nicht zusätzlich pigmentiert. Anschließend konnte von der Gelatineschicht in Kontakt mit einer weichen Bleiplatte unter sehr hohem Druck eine Art Tiefdruckplatte angefertigt werden, die erneut mit nun entsprechend pigmentierter Gelatine eingefärbt und auf Papier abgedruckt wurde. Ein Vorteil dieser Technik ist die lange Haltbarkeit der Platte und die Wiedergabe feinster Details in den Abzügen. Abschließend wurde der so hergestellte Mehrfachdruck mit einem Firnis – ein transparenter Überzug – versehen, um eine hochglänzende Oberfläche zu erzielen.</p>
<div id="attachment_5311" class="wp-caption alignnone" style="width: 343px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/vidal_dsc04908b_web" rel="attachment wp-att-5311"><img class="size-large wp-image-5311" title="vidal_DSC04908b_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/vidal_DSC04908b_web-333x400.jpg" alt="" width="333" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Vidal, „Plat de Charles V“, Detail: Im Streiflicht sichtbares, typisches Relief der Woodburytypie. Foto: Städel Museum</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Malerischer Effekt</strong><br />
Vidals Verfahren erzeugte zwar farbige Abbildungen, war jedoch, wie oben zu lesen, äußerst aufwendig und somit entsprechend teuer. Auch mutet das Ergebnis dieser überwiegend fotomechanisch entstandenen Arbeiten sehr malerisch und schwer an, ist somit Vidals Ziel der Farbreproduktion mittels Licht und der Darstellung farbiger Objekte noch merklich fern.</p>
<div id="attachment_5307" class="wp-caption alignnone" style="width: 467px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/techniken-der-fotografie-wege-zur-farbfotografie-%e2%80%93-das-verfahren-der-photochromie-teil-610/attachment/frankfurt-a-m-untermainkai-photochrom" rel="attachment wp-att-5307"><img class="size-full wp-image-5307" title="Frankfurt_Untermainkai_Photochrom_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/Farbpostkarte_Frankfurt_Web.jpg" alt="" width="457" height="341" /></a><p class="wp-caption-text">Frankfurt, Untermainkai, Photochrom-Postkarte um 1900.</p></div>
<p>Vidal übte das Verfahren ab etwa 1890 kommerziell aus und auch das Schweizer Unternehmen Orell-Füssli-Druck bzw. Photoglob produzierte erfolgreich in ganz ähnlicher Technik bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges farbige Post- und Ansichtskarten. Obwohl diese in ihrer Ästhetik beispielhaften Druckerzeugnisse Gegenstand einer Sammelmanie waren, wurde das Photochromverfahren auf dem Weg der Farbfotografie zum Mittel der Massenkommunikation von anderen Methoden überholt. Welche das waren, werden wir Euch im nächsten Teil unserer Serie „Techniken der Fotografie“ verraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Autorin Aimée Ducey-Gessner ist freischaffende Restauratorin in Frankfurt am Main und hat sich auf die Konservierung von Fotografie spezialisiert, hierbei ist sie auch für das Städel Museum tätig. Die Autorin Anna Motz unterstützt als Volontärin die Graphikrestaurierungswerkstatt des Hauses.</p>
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		<title>Gartensaison eröffnet – Gegenwartskunst im Städel Garten</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 14:08:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem großen Fest eröffnen wir am Dienstag, 30. April 2013 ab 19 Uhr die Gartensaison: Anlässlich bedeutender Neuerwerbungen von Skulpturen, die für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir den Städel Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab April 2013 völlig neu. Schon jetzt sind viele der neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem großen Fest eröffnen wir am Dienstag, 30. April 2013 ab 19 Uhr die Gartensaison: Anlässlich bedeutender Neuerwerbungen von Skulpturen, die für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir den Städel Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab April 2013 völlig neu. Schon jetzt sind viele der neuen Werke im Garten zu entdecken.</strong> </p>
<div id="attachment_5277" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-2960-66_web" rel="attachment wp-att-5277"><img class="size-full wp-image-5277" title="SKULPTUREN-2960-66_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-2960-66_web.jpg" alt="" width="425" height="256" /></a><p class="wp-caption-text">Die Arbeit &quot;Capri Moon&quot; (2011) von Tobias Rehberger im Städel Garten. Foto: Norbert Miguletz; © Tobias Rehberger</p></div>
<p><span id="more-5273"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bewegung im Städel Garten: Viele spannende, neue Skulpturen im Städel Garten werden derzeit ausgepackt und justiert, die damit den bevor stehenden Frühling nun endlich einläuten können. Denn auf dem Gartengelände rund um das Museumsgebäude bietet ab Ende April eine Vielzahl faszinierender Kunstwerke die Möglichkeit, einzigartige Entdeckungen unter freiem Himmel zu machen. Die neu erworbenen, installativen und zum Teil interaktiven Arbeiten der Künstler Olaf Nicolai, Tobias Rehberger, Jan Svenungsson sowie Janet Cardiff &amp; George Bures Miller treten in Dialog mit bereits vorhandenen, nun aber ebenfalls neu positionierten Skulpturen von Künstlern wie Fritz Wotruba oder Michael Croissant. Auch die Künstler Per Kirkeby (<em>Tor II</em>, 1987) und Markus Lüpertz (<em>Hirte</em>, 1986) sind mit jüngst erworbenen und im Städel Garten aufgestellten Werken vertreten. Hier bekommt Ihr schon einmal einen ersten Überblick über die neuen Skulpturen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5276" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/blog_skulpturen_web" rel="attachment wp-att-5276"><img class="size-full wp-image-5276" title="blog_skulpturen_Web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/blog_skulpturen_Web.jpg" alt="" width="425" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Aufbau: Die Bronzeskulptur „Reiter“ (1910/11) von Arthur Volkmann</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Spielerisch, kontemplativ, fast mystisch<br />
</strong>Die Kugel von <em>Capri Moon</em> (2011) des an der Städelschule lehrenden Künstlers <strong>Tobias Rehberger</strong> (geb. 1966 in Esslingen am Neckar) leuchtet nur dann über der Bank, wenn der Mond über der Insel Capri zu sehen ist. Er stiftet eine irreale, suggestive Verbindung zwischen zwei weit voneinander entfernten Orten. Die Plinthe könnte der Lichtkegel des Mondes sein – so wirkt die Installation spielerisch, kontemplativ, fast mystisch. Zugleich suggerieren die strenge Geometrie und nicht zuletzt die klare Linienführung eine ästhetische Spannung zwischen Kunst und Natur, Museum und Park, Nähe und Distanz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5278" class="wp-caption alignnone" style="width: 276px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-3002_web" rel="attachment wp-att-5278"><img class="size-large wp-image-5278 " title="SKULPTUREN-3002_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-3002_web-266x400.jpg" alt="" width="266" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Blickachse im Städel Garten: im Vordergrund die Skulptur „Narcisse (Brunnenfigur)“ (1928/29) von Gustav Heinrich Wolff, im Hintergrund Markus Lüpertz‘ Bronzeskulptur „Hirte“ (1986). Foto: Norbert Miguletz; © „Hirte“: VG Bild-Kunst, 2013</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Gast wird zum Zuhörer, zum Lauschenden, zum Angesprochenen<br />
</strong>In einer ruhigen Ecke des Gartens lädt eine zunächst unscheinbare Bank zum Verweilen ein: <em>The Bench</em> (2012) von <strong>Janet Cardiff &amp; George Bures Miller</strong> (geb. 1957 in Brussels, Ontario, Kanada, bzw. 1960 in Vegreville, Alberta, Kanada). Nimmt man Platz, findet man sich unerwartet inmitten eines geflüsterten Monologs wieder. Eine Frauenstimme verliest einen Brief und kommentiert diesen zugleich: Wir werden zum Zuhörer, zum Lauschenden, aber auch zum Angesprochenen, wenn sich die verschiedenen Ebenen – Garten, Imagination, Brief, Dialog, Selbstgespräch – zunehmend vermischen. Die Soundinstallation richtet sich allein an den Hörsinn des „Betrachters“ und lässt dabei subjektive wie assoziative Bilder vor dem geistigen Auge entstehen.</p>
<p><strong>Strenge und Schlichtheit<br />
</strong><em>Shutter’s Lullaby/Ellipse for Städel</em> (2012) des in Berlin lebenden Künstlers <strong>Olaf Nicolai </strong>(geb. 1962 in Halle a. d. Saale) ist ein begehbarer Pavillon aus schwarzen Perlenschnüren. Diese umschreiben zwei konzentrische Ellipsen, die zugleich transparent und geschlossen sind. Die Strenge und Schlichtheit der Formen erinnert an die wuchtigen Installationen Richard Serras. Zugleich erzeugen die ständige Bewegung und Überschneidung der Perlenschnüre eine Art optischer Täuschung, wie wir sie aus der Op-Art kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5279" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/gartensaison-eroffnet-%e2%80%93-gegenwartskunst-im-stadel-garten/attachment/skulpturen-3130_web" rel="attachment wp-att-5279"><img class="size-full wp-image-5279" title="SKULPTUREN-3130_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/SKULPTUREN-3130_web.jpg" alt="" width="425" height="283" /></a><p class="wp-caption-text">Skulpturen im Städel Garten: Das Werk &quot;Shutter&#39;s Lullaby / Ellipse for Städel&quot; (2012) von Olaf Nicolai ist im Vordergrund zu sehen, dahinter wird die Arbeit &quot;Erster Schornstein II&quot; (2013) von Jan Svenungsson noch aufgebaut. Foto: Norbert Miguletz.; © Olaf Nicolai und VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Jan Svenungsson</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Surreale Orte<br />
</strong>Zudem wird im Städel Garten <em>Erster Schornstein II</em> (2013) des schwedischen Künstlers <strong>Jan Svenungsson </strong>(geb. 1961 in Lund, Schweden) gezeigt. Die zehn Meter hohe Skulptur wurde erstmals 1992 vor dem Moderna Museet Stockholm als erste einer ganzen Reihe von Kunst-Schornsteinen platziert und zieht nun in den Städel Garten. Seit den 1990er-Jahren errichtet der in Berlin lebende Svenungsson vereinzelte, funktionslose Schornstein-Skulpturen und verwandelt damit unterschiedlichste Orte in surreale (Stadt-)Landschaften im Stile Giorgio de Chiricos.</p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Silke Janßen ist als Pressereferentin im Städel Museum tätig. Wann der Mond über der Insel Capri scheint, weiß sie nun sehr genau, denn beim Blick aus dem Bürofenster ist die Arbeit <em>Capri Moon</em> von Tobias Rehberger bestens zu sehen.</strong></p>
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		<title>Ausgezeichnet! Innovatives Lehrformat des Städel und der Goethe-Universität erhält Preis</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 15:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bereits seit Mitte 2010 erarbeiten Studierende der Kunstgeschichte und des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main mehrere Ausstellungen zur zeitgenössischen (Video-) Kunst, die in der eigenen „Studiengalerie 1.357“ auf dem Frankfurter Campus Westend im IG-Farben-Haus gezeigt werden. Zu sehen waren bislang bereits Arbeiten von international bekannten Künstlern wie Yael Bartana (*1970 in Afula, Israel),William [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bereits seit Mitte 2010 erarbeiten Studierende der Kunstgeschichte und des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main mehrere Ausstellungen zur zeitgenössischen (Video-) Kunst, die in der eigenen „Studiengalerie 1.357“ auf dem Frankfurter Campus Westend im IG-Farben-Haus gezeigt werden. Zu sehen waren bislang bereits Arbeiten </strong><strong>von international bekannten Künstlern wie Yael Bartana (*1970 in Afula, Israel)</strong><span style="color: #000000;">,</span><strong>William Kentridge (*1955 in Johannesburg, Südafrika) oder Erik van Lieshout (*1968 in Deurne, Niederlande). Das Besondere dieser interdisziplinären Studiengruppe: Sie ist zugleich auch ein Kooperationsprojekt mit dem Städel Museum, denn das wöchentliche Seminar wird gemeinsam von Dozenten der Universität und Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter der Gegenwartskunst im Städel, geleitet. Das innovative Lehrformat mit dem Titel „Erinnerungskultur, Gedächtnispolitik und Bildgebrauch“ wurde nun mit einem Preis ausgezeichnet.</strong></p>
<div id="attachment_4990" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/ausgezeichnet-innovatives-lehrformat-des-stadel-und-der-goethe-universitat-erhalt-preis/attachment/preisverleihung-199_web" rel="attachment wp-att-4990"><img class="size-full wp-image-4990" title="Preisverleihung-199_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/Preisverleihung-199_web.jpg" alt="" width="425" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Ausgezeichnet! Die Leiter der Studiengalerie bei der Preisverleihung im Schloss Biebrich in Wiesbaden Dr. Henning Engelke (Goethe-Universität Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Michael Madeja (Geschäftsführung Hertie Stiftung), Dr. Martin Engler (Städel Museum), Prof. Dr. Bernhard Jussen (Goethe-Universität Frankfurt a. M.) und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann (v.l.n.r.) Foto: Uwe Dettmar</p></div>
<p><strong><span id="more-5216"></span></strong></p>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Unterschiedliche Methoden, andere Fragestellungen<br />
</strong>Rund 20 Studierende blicken auf ihre Kommilitonin, die gerade hinter dem Pult steht, um ihren Entwurf der Eröffnungsrede vorzutragen. Noch ist es ein Versuch, der in wenigen Wochen jedoch ganz real die Ausstellung der Studiengalerie 1.357 eröffnen soll. Bevor die Seminarteilnehmerin auf ihre Rede eine Rückmeldung von den drei Dozenten erhält, fragen diese zunächst offen in die Runde: „Und, fandet ihr sie gut? Muss noch was geändert werden?“ Was auf den ersten Blick wie ein gewöhnliches Seminar wirkt, ist alles andere als eine alltägliche universitäre Veranstaltung. Denn zum einen stammen die Studierenden aus unterschiedlichen Fachbereichen – Kunstgeschichte und Geschichtswissenschaften – und neben den Dozenten Prof. Dr. Bernhard Jussen und Dr. Henning Engelke ist mit Dr. Martin Engler vom Städel zudem ein Kurator aus der Praxis dabei – unterschiedliche Fragestellungen, andere Methoden und Herangehensweisen, wenn es darum geht, eine Ausstellung zu erarbeiten. Dieses innovative Konzept wurde nun mit dem 3. Preis des Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre 2012 prämiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5262" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/?attachment_id=5262"><img class="size-full wp-image-5262" title="studiengalerie_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/studiengalerie_web.jpg" alt="" width="425" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in den Ausstellungsraum der Studiengalerie 1.357 in der Frankfurt Goethe-Universität</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Autonomes Seminar<br />
</strong>Die Idee zu dieser seit 2010 stattfindenden außergewöhnlichen Seminar-Kooperation reifte bereits 2009 heran, als sich Martin Engler und Bernhard Jussen (Professor für Mittelalterliche Geschichte am Historischen Seminar) kennenlernten. „Spannend an dieser Zusammenarbeit schien uns die Möglichkeit, die Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und zu bewerten“, sagt Martin Engler und fügt hinzu: „Sowohl für uns Lehrende, als auch für die Studierenden.“ Die Studiengruppe, die die „Studiengalerie 1.357“ betreibt, versteht sich als autonomes Seminar. Das Konzept und das Format definieren die Studierenden selbst. Sie suchen Videoarbeiten zeitgenössischer Künstler aus, diskutieren die Vorschläge und verteidigen notfalls den eigenen Favoriten vor den Kommilitonen und den Lehrenden. Sobald der Film, der in der Studiengalerie gezeigt werden soll, feststeht, wird die gesamte Ausstellungsplanung ebenfalls von der Seminargruppe umgesetzt: Die Vermittlungstexte werden selbst geschrieben, die Eröffnung organisiert, eine Pressemitteilung verfasst, Poster gedruckt, die Reden gehalten, usw.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_5260" class="wp-caption alignnone" style="width: 520px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/?attachment_id=5260"><img class="size-full wp-image-5260" title="studiengalerie_2010-10 Lieshout Eroeffnung_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/studiengalerie_2010-10-Lieshout-Eroeffnung_web.jpg" alt="" width="510" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">Eröffnung einer Ausstellung der Studiengalerie 1.357</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Praxiserfahrung mit Experten<br />
</strong>Inzwischen besuchen einige Studierende bereits zum wiederholten Male das Seminar – auch ohne die Verpflichtung einen Schein erwerben zu müssen, denn was in diesem Seminar zählt, ist die gewonnene Praxiserfahrung mit Experten. Der mit 10.000 Euro dotierte Hochschulpreis fließt übrigens wieder an die Studiengalerie zurück: „Wir finanzieren damit Aufsichten, die dem Besucher dann Rede und Antwort stehen können“, freut sich Martin Engler. Denn ganz essentiell bei diesem Projekt ist der Dialog: „So können wir mit den Besuchern ins Gespräch kommen und die Ausstellungsinhalte weiter vermitteln“.</p>
<p>Die nächsten Ausstellungseröffnungen der „Studiengalerie 1.357“ finden am Mittwoch, 24. April sowie am Mittwoch, 12. Juni 2013 statt. Herzlich willkommen sind natürlich nicht nur Studenten! Im April wird ein Film des ägyptischen documenta13-Teilnehmers Wael Shawky gezeigt, im Juni folgt ein Film von Städel-Professor Simon Starling.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ort:</strong> Studiengalerie, Raum 1.357, Johann Wolfgang Goethe-Universität / Campus Westend, IG-Farben-Haus, Grünburgplatz 1, 60323 Frankfurt am Main<br />
<strong>Öffnungszeiten der Studiengalerie</strong>: montags bis donnerstags von 12-17 Uhr<br />
<strong>Weitere Informationen</strong> erhaltet Ihr auf dem <a title="Blog der Studiengalerie" href="http://studiengalerie1357.wordpress.com/" target="_blank">Blog der Studiengalerie</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Autorin Silke Janßen ist beim Städel Museum als Pressereferentin tätig.  Für diesen Blogbeitrag nahm sie an einem der Seminare teil und ist schon sehr gespannt auf die beiden kommenden Ausstellungen.</p>
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		<title>Tagebuch einer Beobachtung: „Mann mit blauem Schal“ ist unser Buchtipp im April</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Apr 2013 16:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Axel Braun</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>
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		<description><![CDATA[Der im Sommer 2011 verstorbene Maler Lucian Freud gilt als einer der größten Porträtisten unserer Zeit. In seiner typischen, teilweise erschreckend-realistischen Malweise hat der Enkelsohn von Sigmund Freud bereits die Queen, die schwangere Kate Moss, aber auch zahlreiche Ganoven und Freunde der Londoner Unterwelt porträtiert. Seine Akte und Bildnisse thematisieren nicht selten den Verfall der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der im Sommer 2011 verstorbene Maler Lucian Freud gilt als einer der größten Porträtisten unserer Zeit. In seiner typischen, teilweise erschreckend-realistischen Malweise hat der Enkelsohn von Sigmund Freud bereits die Queen, die schwangere Kate Moss, aber auch zahlreiche Ganoven und Freunde der Londoner Unterwelt porträtiert. Seine Akte und Bildnisse thematisieren nicht selten den Verfall der körperlichen Existenz und sind Resultat monatelanger Sitzungen im Atelier des Künstlers. Der Kunstkritiker Martin Gayford hat sich über einen Zeitraum von insgesamt sieben Monaten und unzähligen langatmigen, frustrierenden und erhellenden Treffen von Lucian Freud porträtieren lassen. Seine ganz persönlichen Aufzeichnungen wurden nun in einem fantastischen Buch veröffentlicht. </strong></p>
<div id="attachment_5182" class="wp-caption alignnone" style="width: 280px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/verschiedenes/tagebuch-einer-beobachtung-%e2%80%9emann-mit-blauem-schal%e2%80%9c-ist-unser-buchtipp-im-april/attachment/buchcover_gayford" rel="attachment wp-att-5182"><img class="size-large wp-image-5182" title="buchcover_gayford" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/04/buchcover_gayford-270x400.jpg" alt="" width="270" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buch des Monats im April: &quot;Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch&quot; von Martin Gayford</p></div>
<p><span id="more-5191"></span></p>
<p>Über sieben Monate, vom 28. November 2003 bis zum 4. Juli 2004, sitzt der Journalist und Autor Martin Gayford dem britischen Maler Modell. Während dieser die Form seines Gesichts, die Beschaffenheit seiner Haut oder die Farbschattierungen seines Schals bis ins kleinste Details mustert, beobachtet, auf Leinwand überträgt und oftmals wieder verwirft, führt Gayford Tagebuch. Dabei dokumentiert er Freuds Arbeitsweise – und mindestens genauso spannend – seine eigene Erfahrung, Gegenstand dieser Arbeit und dieser intensiven Beobachtung zu sein.</p>
<p><strong>Von Konzentration bis Frustration<br />
</strong>Im abgedunkelten Atelier von Lucian Freud durchlebt Gayford gegensätzlichste Gemütszustände von Anspannung, Konzentration und fast meditativer Ruhe bis hin zu quälender Langsamkeit, Frustration und Langeweile – einer Ermattungsstrategie Freuds, nach der jeder vor lauter Erschöpfung irgendwann die Maske fallen lässt. Anschließend gehen die beiden in Restaurants oder auch ins Museum um sich noch einmal „in freier Wildbahn“ zu unterhalten und zu beobachten. Dabei und nebenbei plaudert Lucian Freud über sein bewegtes Leben, seine Freundschaft zum Maler Francis Bacon, seine mal mehr und mal weniger geschätzten britischen Künstlerkollegen, aber auch über seine Lieblingsmotive, sogar Lieblingstiere und immer wieder über seine Lieblingsmaler –  die Alten Meister um Caravaggio, Goya oder Tizian. Das Bild, ein lediglich 51 Zentimeter breites und 66 Zentimeter hohes Schulterstück, wurde vergleichsweise schnell fertig: nach insgesamt vierzig Sitzungen endet die für Gayford als „gnadenlos intim“ beschriebene Zeit und wir erhalten nicht nur ein neues Werk Freuds sondern ein einzigartiges Buch über die hohe Kunst des Porträtierens.</p>
<p>Das übrigens auch ganz wunderbar gestaltete Tagebuch liest sich, Seite für Seite, spannend wie ein Roman. Eine beeindruckende Erzählung über die Kunst der Malerei, in der wir erfahren, was für ein Künstler – und auch was für ein Mensch – der 1922 in Berlin geboren Lucian Freud war.</p>
<p>Martin Gayford, Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch<br />
aus dem Englischen übersetzt von Heike Reissig<br />
2011 erschienen im Piet Meyer Verlag<br />
Hardcover, 248 Seiten<br />
ISBN 978-3-905799-11-8<br />
28,40 Euro<br />
erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Städel Museum habt Ihr übrigens auch Gelegenheit ein Werk von Lucian Freud anzuschauen: Im Studiensaal der Graphischen Sammlung kann man sich die Druckgrafik Freuds<ins cite="mailto:Janssen,%20Silke" datetime="2013-04-03T18:23"> </ins>„Large Head“, wie übrigens alle Werke aus der Graphischen Sammlung, zur genauen Betrachtung vorlegen lassen. Dies ist mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 19 Uhr möglich.</p>
<p>Der Autor Axel Braun ist Leiter der Presseabteilung im Städel Museum. Bei der begeisterten Lektüre des Buches ist es ihm verhältnismäßig gut gelungen, still zu sitzen.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=5191" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>„Die Kunst und ich“ – auf Du und Du mit den Meisterwerken des Städel</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 14:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Silke Janßen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick hinter die Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Audioguide]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung und Vermittlung]]></category>
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		<description><![CDATA[Grauen, Wut, Liebe, Neugierde, Empörung – diese und viele andere Emotionen sind seit Jahrhunderten immer wieder große Themen in der Kunst. Das Städel Museum bietet deswegen Besuchern mit seiner facettenreichen Audioguide-Tour „Die Kunst und ich“ die Möglichkeit, sich den Werken auf eine ungewöhnliche Weise zu nähern, anstatt nur über Daten, Namen und Stilrichtungen zu informieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Grauen, Wut, Liebe, Neugierde, Empörung – diese und viele andere Emotionen sind seit Jahrhunderten immer wieder große Themen in der Kunst. Das Städel Museum bietet deswegen Besuchern mit seiner facettenreichen Audioguide-Tour „Die Kunst und ich“ die Möglichkeit, sich den Werken auf eine ungewöhnliche Weise zu nähern, anstatt nur über Daten, Namen und Stilrichtungen zu informieren. Nun berichtete auch der Radiosender HR2  über den besonderen Audioguide und stellte die vier verschiedenen Bilderrouten  „Der Reiz des Bösen“, „Verlieren und Trauern“, „Provokation Gegenwartskunst“ und „Verrückt nach Liebe“ genauer vor.  Den Beitrag mit einem stimmungsvollen Einblick in diese außergewöhnliche Städel-Tour könnt Ihr hier noch einmal nachhören.</strong></p>
<div id="attachment_4994" class="wp-caption alignnone" style="width: 284px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/blick-hinter-die-kulissen/%e2%80%9edie-kunst-und-ich%e2%80%9c-%e2%80%93-auf-du-und-du-mit-den-meisterwerken-des-stadel/attachment/blog_audioguide_web_2" rel="attachment wp-att-4994"><img class="size-large wp-image-4994" title="blog_audioguide_web_2" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/blog_audioguide_web_2-274x400.jpg" alt="" width="274" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kunst und ich: außergewöhnliche Audiguide-Tour durch das Städel Museum.</p></div>
<p><span id="more-4991"></span></p>
<p>Wie ein roter Faden ziehen sich die Themen der Audiotour „Die Kunst und ich“ durch die gesamten Ausstellungsräume des Städel Museums.  Die  wie kleine Hörspiele gestalteten Beiträge bieten einen überraschenden Blick auf die unterschiedlichen Werke quer durch die Jahrhunderte.  Wer sich für die Audioguide-Tour „Die Kunst und ich“ entscheidet, muss aber keinesfalls auf Fakten und Zahlen verzichten: Es gibt zusätzlich auf jedem Gerät die Möglichkeit über die Highlight- und Städeltouren weiterführende Informationen zu den Werken zu erhalten. Und wer schon jetzt neugierig geworden ist: Auch auf unserer <a title="Städe Museum Audioguide" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1664" target="_blank">Website</a>  geben Hörproben einen ersten Eindruck der Tour.<br />
<br /><img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/blog_audioguide_web.jpg" width="" height="" alt="media" /><br />
</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Audioguide ist an der Kasse des Städel Museums für 4 Euro erhältlich. Neben der Tour „Die Kunst und ich“  beinhaltet er ebenfalls die Tour „Das Ganze Städel“ sowie die „Highlight“-Touren. Zudem gibt es eine kostenlose Audioführung, die speziell für Kinder entwickelt wurde. Für große Sonderausstellungen werden zusätzlich eigene Audioguides angeboten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Autorin Silke Janßen ist Pressereferentin im Städel Museum. Bislang hat sie es noch nicht geschafft, alle Werke mit der Tour zu erkunden, ist nun aber schon sehr neugierig auf die einzelnen Beiträge.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4991" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Unser Buchtipp im März: Françoise Gilot, Leben mit Picasso</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Mar 2013 12:43:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Layla Burger-Lichtenstein</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gegenwartskunst]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[André Breton]]></category>
		<category><![CDATA[Buch des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Françoise Gilot]]></category>
		<category><![CDATA[Henri Matisse]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Chagall]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Picasso]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beziehung zwischen Künstler und Muse scheint ein alter Hut zu sein. Wie lohnenswert es jedoch sein kann, diese durchaus klischeebehaftete Konstellation einmal genauer in Augenschein zu nehmen, zeigen die bereits 1964 lebhaft niedergeschriebenen Erinnerungen Françoise Gilots: Die französische Malerin lässt uns nicht nur Zeuge ihrer außergewöhnlichen Liebesgeschichte mit dem damals fast 70-jährigen Picasso werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Beziehung zwischen Künstler und Muse scheint ein alter Hut zu sein. Wie lohnenswert es jedoch sein kann, diese durchaus klischeebehaftete Konstellation einmal genauer in Augenschein zu nehmen, zeigen die bereits 1964 lebhaft niedergeschriebenen Erinnerungen Françoise Gilots: Die französische Malerin lässt uns nicht nur Zeuge ihrer außergewöhnlichen Liebesgeschichte mit dem damals fast 70-jährigen Picasso werden, sondern ebnet mit ihrem Buch „Leben mit Picasso“ gleichzeitig den Weg für ein tieferes Verständnis seines künstlerischen Œuvres.</strong> </p>
<div id="attachment_4967" class="wp-caption alignnone" style="width: 250px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/unser-buchtipp-im-marz-francoise-gilot-leben-mit-picasso/attachment/hc-master" rel="attachment wp-att-4967"><img class="size-large wp-image-4967" title="HC Master" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/03/Leben-mit-Picasso_cover-240x400.jpg" alt="" width="240" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Unser Buch des Monats im März: Françoise Gilot, Leben mit Picasso</p></div>
<p> <span id="more-4968"></span></p>
<p>Zehn Jahre lebte Françoise Gilot an der Seite des 40 Jahre älteren Pablo Picasso und war ihm Schülerin, Muse und Geliebte zugleich. In ihrem Buch „Leben mit Picasso“ eröffnet sie uns einen ungeahnt intimen und aufschlussreichen Blick auf das Leben und Schaffen des kreativen Multitalents. Anhand zahlreicher Anekdoten und Zitate gelingt es Gilot dabei spielerisch ein Bild des Menschen Picasso hinter der Kultfigur zu zeichnen, sodass wir das gefeierte Genie als zutiefst widersprüchlichen und temperamentvollen Charakter erleben, das trotz zahlreicher Bewunderer einsam blieb. So ist „Leben mit Picasso“ nicht nur die Geschichte Picassos, sondern vor allem die der jungen Françoise Gilot und ihrer inneren Kämpfe mit dem impulsiven Künstler. „Göttinnen und Fußabtreter“ seien nach Picasso die einzigen Kategorien, in die sich Frauen einteilen lassen. Wie schnell Gilot, seine Geliebte und spätere Mutter seiner Kinder, von der Angebeteten zum Opfer wurde, verdeutlichen erbarmungslose Sticheleien und amouröse Eskapaden. Zunächst akzeptierte die junge Malerin mit stoischer Geduld die Fehler ihres Geliebten und erlebte damitPicassos zwiespältige Persönlichkeit bald ebenso wie zahlreiche Frauen vor ihr.</p>
<p><strong>Komplizierte Liebesgeschichte, Kunstbuch und historisches Zeugnis<br />
</strong>Lediglich in der Kunst fand das gegensätzliche Paar jenes Verständnis füreinander, das ihnen im Alltag so oft zu fehlen schien. Durch die Augen seiner Muse verfolgen wir Schritt für Schritt, wie zahlreiche Hauptwerke Picassos entstehen, erhalten Einblicke in seine reiche Gedankenwelt und begreifen die ästhetischen Regeln, die seinen Werken zugrunde liegen. Auch im Austausch mit zahlreichen Künstlern der Pariser Bohème lernen wir die Ambitionen des Künstlers verstehen und begegnen in kleinen Episoden ganz nebenbei Kunst-Stars wie Henri Matisse, André Breton und Marc Chagall. Eben diese bunte Mischung aus komplizierter Liebesgeschichte, Kunstbuch und historischem Zeugnis macht Gilots „Leben mit Picasso“ heute noch genauso lesenswert wir vor rund 50 Jahren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Françoise Gilot, Leben mit Picasso<br />
erstmalig 1964 veröffentlicht  in den USA, 1981 erschienen im Diogenes Verlag<br />
Taschenbuch, 352 Seiten<br />
ISBN: 978-3-257-21584-7<br />
12,90 Euro<br />
erhältlich im <a title="Städel Museumsshop" href="http://www.staedelmuseum.de/sm/index.php?StoryID=1420" target="_blank">Städel Museumsshop</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kulturmanagement-Studentin Layla Burger-Lichtenstein macht derzeit ein Praktikum in der Fundraising-Abteilung des Städel. Während einer Urlaubreise an die sonnenverwöhnte Côte d’Azur im vergangenen Jahr entdeckte sie im Musée Picasso (Antibes) ihre Begeisterung für die Werke des kreativen Allround-Talents.</p>
 <img src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=4968" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>„Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ – Grosse Sonderausstellung ab Mittwoch, 20. Februar 2013</title>
		<link>http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 19:06:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Karoline Leibfried</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst der Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
		<category><![CDATA[Antike]]></category>
		<category><![CDATA[Anton Raphael Mengs]]></category>
		<category><![CDATA[Antonio Canova]]></category>
		<category><![CDATA[Bertel Thorvaldsen]]></category>
		<category><![CDATA[Göttin Hebe]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques-Louis David]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-August-Dominique Ingres]]></category>
		<category><![CDATA[Klassizismus]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Banks]]></category>

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		<description><![CDATA[Schön, lebendig und revolutionär – das ist die Kunst des Klassizismus! Ab Mittwoch, 20. Februar ist die große Überblicksausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ im Städel Museum zu sehen: Wir zeigen in der Schau erstmals die Vielfalt der unterschiedlichen, teilweise sogar widersprüchlichen Facetten des Klassizismus, auch dessen Impulse für die Kunst der Romantik werden ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schön, lebendig und revolutionär – das ist die Kunst des Klassizismus! Ab Mittwoch, 20. Februar ist die große Überblicksausstellung „Schönheit und Revolution. Klassizismus 1770–1820“ im Städel Museum zu sehen: Wir zeigen in der Schau erstmals die Vielfalt der unterschiedlichen, teilweise sogar widersprüchlichen Facetten des Klassizismus, auch dessen Impulse für die Kunst der Romantik werden ein Thema sein. Einen ersten Einblick in die Schau und deren spektakuläre Leihgaben aus internationalen Sammlungen – darunter Arbeiten von Anton Raphael Mengs, Thomas Banks, Antonio Canova, Jacques-Louis David, Bertel Thorvaldsen und Jean-August-Dominique Ingres – erhaltet Ihr hier.</strong></p>
<div id="attachment_4848" class="wp-caption alignnone" style="width: 310px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/landon_daedale-und-ikarus_web" rel="attachment wp-att-4848"><img class="size-large wp-image-4848" title="landon_daedale und ikarus_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/landon_daedale-und-ikarus_web-300x400.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Charles-Paul Landon (1760–1826); Dädalus und Ikarus, 1799; Öl auf Leinwand, 54 × 43,5 cm; Leihgabe Musée du Louvre au Musée des Beaux-Arts et de la Dentelle d´Alençon, 1861; Foto: David Commenchal</p></div>
<p><span id="more-4851"></span></p>
<p>In der umfassenden Sonderausstellung „Schönheit und Revolution“ widmet sich das Städel vom 20. Februar bis 26. Mai 2013 dem Klassizismus und dessen  Impulsen für die Romantik. Die große Überblicksschau ist in Zusammenarbeit mit der <a title="Website Liebieghaus Skullpturensammlung" href="http://www.liebieghaus.de/lh/" target="_blank">Liebieghaus Skulpturensammlung </a>entstanden und bietet erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der unterschiedlichen Facetten des Klassizismus: neben Werken von formaler Strenge stehen solche von unerwarteter Lebendigkeit, die den Blick auf die oftmals als statisch angesehene Epoche erweitern. Insgesamt sind rund 100 Werke aus der Zeit von 1770 bis 1820 zu sehen – Skulpturen, Gemälde und Grafiken aus internationalen Sammlungen. </p>
<div id="attachment_4845" class="wp-caption alignnone" style="width: 266px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/n-sk-160-canova-antonio-hebe" rel="attachment wp-att-4845"><img class="size-large wp-image-4845" title="N.SK.-16;0; Canova, Antonio. Hebe." src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Canova_Hebe_web-256x400.jpg" alt="" width="256" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Antonio Canova (1757–1822); Hebe, 1800-1805; Marmor, 158 cm; Staatliche Eremitage, St. Petersburg; Foto: © The State Hermitage Museum, Saint Petersburg, photo: Vladimir Terebenin, Leonard Kheifets, Yuri Molodkovets</p></div>
<p><strong>Die Suche nach der (Kunst-)Form<br />
</strong>Die Ausstellung zeigt den bestimmenden Einfluss der Antike auf die Künstler jener Zeit, die damals nach einer gesellschaftlich relevanten Kunstform suchten. Dabei richtete sich ihr Blick sowohl auf die Ästhetik der griechischen und römischen Kunst als auch auf deren durch Geschichte und Mythologie vermittelte Tugenden und Moral. Und dies auf höchst unterschiedliche Weise: So empfangen den Besucher gleich zu Beginn in der Ausstellung zwei berühmte Marmorskulpturen, eine des italienischen Bildhauers Antonio Canova (1757–1822), die andere vom dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen (1770–1844). Die beiden sich gegenüberstehenden Skulpturen zeigen jeweils die griechische Göttin Hebe – das gleiche Motiv, doch zwei völlig unterschiedliche Anmutungen. Seit ihrer Entstehungszeit wurden diese beiden Meisterwerke immer wieder miteinander verglichen, sie wurden jedoch noch nie gemeinsam ausgestellt – eine Premiere im Städel, die man nicht verpassen sollte.</p>
<div id="attachment_4850" class="wp-caption alignnone" style="width: 231px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/thorvaldsen_hebe_web" rel="attachment wp-att-4850"><img class="size-large wp-image-4850" title="Thorvaldsen_Hebe_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Thorvaldsen_Hebe_web-221x400.jpg" alt="" width="221" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Bertel Thorvaldsen (1770–1844); Hebe, 1815–1823; Marmor, 156,5 cm; Thorvaldsens Museum; Foto: Thorvaldsens Museum; Eigenhändiges Marmorexemplar nach dem originalen Gipsmodell aus dem Jahre 1806-1807</p></div>
<p><strong>Mythos und Moral, Gegenwart und Gefühl: Die vielseitige Motivwelt des Klassizismus<br />
</strong>Auf der Suche nach einem Vorbild für sittlich gutes Handeln entdeckten die Künstler des Klassizismus im antiken Mythos das Menschliche. Die Kunst bezog sich jedoch nicht nur auf die Antike, sondern auch auf aktuelle politische Ereignisse – und führt so vor Augen, wie Motive der Gegenwart zunehmend Einzug in die künstlerische Thematik des Klassizismus hielten.</p>
<div id="attachment_4846" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/david_patroklus_musee-dart-thomas-henry_web" rel="attachment wp-att-4846"><img class="size-full wp-image-4846" title="David_Patroklus_musée d'art Thomas-Henry_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/David_Patroklus_musée-dart-Thomas-Henry_web.jpg" alt="" width="425" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">Jacques-Louis David (1748–1825); Patroklus, 1780; Öl auf Leinwand, 122 x 170 cm; Cherbourg-Octeville, Musée d&#39;art Thomas-Henry; © Daniel Sohier</p></div>
<p>Auf welche Weise wurden Gefühle und Leidenschaft im Klassizismus dargestellt? Auch dieser Frage wird in der Ausstellung nachgespürt. Künstler wie Canova oder Jacques-Louis David (1748–1825) fassten in ihren Werken Emotionen und Pathos auf eine für ihre Zeitgenossen neue Art, die sich vor allem in der Körpersprache der Figuren ausdrückte. Verinnerlichte Gefühle stehen im Vordergrund, in die der Betrachter eintauchen konnte. Die Künstler distanzierten sich damit deutlich vom Pathos der Antike.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Weg durch die Ausstellung<br />
</strong>Die große Halle im Erdgeschoss der Ausstellung macht die stürmische Entwicklung des Klassizismus bis ca. 1790 erlebbar. Am Beginn steht eine Auswahl von Antikenreproduktionen aus Gips und Bronze aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, an denen der besonders durch den Archäologen und Kunstschriftsteller Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) betonte Kanon antiker Kunst sichtbar wird.</p>
<div class="mceTemp">Rebellion und Drama statt „edler Einfalt und stiller Größe“ bietet der nächste Teil der Ausstellung. Hier sind die rebellischen Werke einer Gruppe von Künstlern zu sehen, die sich ebenfalls in Rom aufhielten und dem Winckelmann’schen Credo der „edlen Einfalt und stillen Größe“ nicht folgen wollten – sich aber trotzdem mit antiken Vorlagen beschäftigten. Ihr Ziel war es, den Betrachter durch die Dramatisierung der Darstellung zu bannen – auch dies kann ab dem 20. Februar in der Schau nun erfahren werden. Zu einer starken Beruhigung der Motive führten anschließend die ebenfalls gezeigten Arbeiten unter anderem von Canova und David. Ihre Werke zeugen von formaler Strenge, aber auch von bewusst pointierter Dramaturgie.</div>
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<div id="attachment_4847" class="wp-caption alignnone" style="width: 278px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/fuessli_achill-opfert-haar_web" rel="attachment wp-att-4847"><img class="size-large wp-image-4847" title="Fuessli_Achill opfert Haar_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Fuessli_Achill-opfert-Haar_web-268x400.jpg" alt="" width="268" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Johann Heinrich Füssli (1741–1825); Achilleus opfert sein Haar am Scheiterhaufen des Patroklos, um 1800/1805; Feder in Sepia über Bleistift, aquarelliert,48 x 31,5 cm; Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung; © 2012 Kunsthaus Zürich. All rights reserved</p></div>
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<p><strong>Das revolutionäre Potential der jungen Kunst<br />
</strong>Im zweiten Stockwerk des Ausstellungshauses wird erfahrbar, wie die Bezugnahme auf die politische Gegenwart, besonders auf die Französische Revolution, immer mehr zum Thema wurde. Die empfundene Unerreichbarkeit des antiken Ideals führte in der Kunst zudem zu einer immer stärkeren Loslösung von bestehenden Normen. Dem Betrachter wurden größere Interpretationsspielräume zugestanden und die Verinnerlichung der Protagonisten hielt verstärkt Einzug ins Bildgeschehen. Die Phase des „romantischen Klassizismus“ bricht an. </p>
<div id="attachment_4849" class="wp-caption alignnone" style="width: 435px"><a href="http://blog.staedelmuseum.de/kunst-der-moderne/%e2%80%9eschonheit-und-revolution-klassizismus-1770%e2%80%931820%e2%80%9c-%e2%80%93-grosse-sonderausstellung-ab-mittwoch-20-februar-2013/attachment/schinkel_spreeufer_web" rel="attachment wp-att-4849"><img class="size-full wp-image-4849" title="Schinkel_Spreeufer_web" src="http://blog.staedelmuseum.de/wp-content/uploads/2013/02/Schinkel_Spreeufer_web.jpg" alt="" width="425" height="349" /></a><p class="wp-caption-text">Karl Friedrich Schinkel (1781–1841); Spreeufer bei Stralau, 1817; Öl auf Leinwand, 36 x 44,5 cm; Berlin, Alte Nationalgalerie</p></div>
<p><strong></strong> </p>
<p><strong>Überwindung der Antike<br />
</strong>Im letzten Raum der Ausstellung zeigt sich die Vielfalt der Tendenzen, die sich in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts aus dem Klassizismus heraus entwickelten. Die Vorstellung der Antike wird zunehmend distanziert betrachtet, eigenwillig transformiert und von immer mehr Künstlern des 19. Jahrhunderts ignoriert.</p>
<p>Insgesamt präsentiert die Ausstellung den Klassizismus als überraschend vielfältige und lebendige Stilepoche, deren Wunsch nach Erneuerung und Verbesserung durch die Rückbesinnung auf die Antike zum Nährboden für die Romantik wurde. Ab dem 20. Februar könnt Ihr Euch im Städel vom Klassizismus überraschen lassen. Auch der Städel Blog wird ausgiebig über die Themen und Inhalte der Ausstellung berichten.</p>
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<p>Die Autorin Karoline Leibfried ist Pressereferentin im Städel Museum. Eines ihrer Lieblingswerke der Schau ist die Skulptur „Amor und Psyche“ (1793) von Antonio Canova.</p>
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