Städel Blog

Zur Herstellung von Fotografien blieben aufwändige Edeldruckverfahren, wie der Name vermuten lässt, einem recht kleinen Kreise von Kennern und Liebhabern vorbehalten. Um die Fotografie als Medium dennoch für Amateure attraktiver zu machen, wurde im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts verstärkt nach neuen Möglichkeiten dieses Mediums geforscht. Ein Ziel war, natürliche Farbe in das Bild zu bringen. Auf dem Weg zur Farbfotografie stellen wir Euch im nun folgenden sechsten Teil unserer Reihe „Techniken der Fotografie“ das Verfahren der Photochromie vor, einem Bindeglied zwischen dem Farbdruck und der Farbfotografie.

Auf dem Weg zur Farbfotografie: Vidal, Dolch, Photochrom, 1876. Foto: Städel Museum

Mit einem großen Fest eröffnen wir am Dienstag, 30. April 2013 ab 19 Uhr die Gartensaison: Anlässlich bedeutender Neuerwerbungen von Skulpturen, die für den Ausbau des Sammlungsbereichs Gegenwartskunst in jüngster Zeit gelungen sind, präsentieren wir den Städel Garten und die dort ausgestellte umfangreiche Skulpturensammlung ab April 2013 völlig neu. Schon jetzt sind viele der neuen Werke im Garten zu entdecken. 

Die Arbeit "Capri Moon" (2011) von Tobias Rehberger im Städel Garten. Foto: Norbert Miguletz; © Tobias Rehberger

Bereits seit Mitte 2010 erarbeiten Studierende der Kunstgeschichte und des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main mehrere Ausstellungen zur zeitgenössischen (Video-) Kunst, die in der eigenen „Studiengalerie 1.357“ auf dem Frankfurter Campus Westend im IG-Farben-Haus gezeigt werden. Zu sehen waren bislang bereits Arbeiten von international bekannten Künstlern wie Yael Bartana (*1970 in Afula, Israel),William Kentridge (*1955 in Johannesburg, Südafrika) oder Erik van Lieshout (*1968 in Deurne, Niederlande). Das Besondere dieser interdisziplinären Studiengruppe: Sie ist zugleich auch ein Kooperationsprojekt mit dem Städel Museum, denn das wöchentliche Seminar wird gemeinsam von Dozenten der Universität und Dr. Martin Engler, Sammlungsleiter der Gegenwartskunst im Städel, geleitet. Das innovative Lehrformat mit dem Titel „Erinnerungskultur, Gedächtnispolitik und Bildgebrauch“ wurde nun mit einem Preis ausgezeichnet.

Ausgezeichnet! Die Leiter der Studiengalerie bei der Preisverleihung im Schloss Biebrich in Wiesbaden Dr. Henning Engelke (Goethe-Universität Frankfurt a. M.), Prof. Dr. Michael Madeja (Geschäftsführung Hertie Stiftung), Dr. Martin Engler (Städel Museum), Prof. Dr. Bernhard Jussen (Goethe-Universität Frankfurt a. M.) und die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva Kühne-Hörmann (v.l.n.r.) Foto: Uwe Dettmar

Der im Sommer 2011 verstorbene Maler Lucian Freud gilt als einer der größten Porträtisten unserer Zeit. In seiner typischen, teilweise erschreckend-realistischen Malweise hat der Enkelsohn von Sigmund Freud bereits die Queen, die schwangere Kate Moss, aber auch zahlreiche Ganoven und Freunde der Londoner Unterwelt porträtiert. Seine Akte und Bildnisse thematisieren nicht selten den Verfall der körperlichen Existenz und sind Resultat monatelanger Sitzungen im Atelier des Künstlers. Der Kunstkritiker Martin Gayford hat sich über einen Zeitraum von insgesamt sieben Monaten und unzähligen langatmigen, frustrierenden und erhellenden Treffen von Lucian Freud porträtieren lassen. Seine ganz persönlichen Aufzeichnungen wurden nun in einem fantastischen Buch veröffentlicht.

Unser Buch des Monats im April: "Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch" von Martin Gayford