Gegenwartskunst im Städel

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Malerei in Fotografie: Das letzte Werk wird gehängt

Heute eröffnet die Ausstellung „Malerei in Fotografie. Strategien der Aneignung“ in der Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung und im Metzler-Foyer. Wir waren bei den letzten Vorbereitungen dabei. Die aufwendige Hängung des für Jeff Wall charakteristischen großformatigen Leuchtkastens „Picture for Women“ (1979) haben wir für Euch in einer Fotostrecke festgehalten.

Fast 100 Kilogramm wiegt die Leihgabe aus dem Studio des Künstlers in Vancouver, Kanada. Um das Bild fachgerecht und sicher zu hängen und das enorme Gewicht zu reduzieren, wird der Leuchtkasten in Einzelteilen auf der Wand angebracht. Mit Hilfe eines Hubwagens wurde hierfür zuerst der 142,5 x 204,5 cm große lackierte Stahlrahmen gehängt.

Johann Görtz, Techniker am Städel Museum, installiert anschließend ein in der Wand verstecktes Stromkabel für die Beleuchtung des Großbilddias.

Nun werden insgesamt 11 Leuchtstoffröhren eingesetzt. In diesem Stadium erinnert die unfertige Arbeit von Jeff Wall eher an eine Lichtinstallation von Dan Flavin als an einen ein Diakasten.

Das eigentliche Bild – ein überdimensioniertes Dia – besteht aus zwei Teilen und ist mit einer Gummischnur auf einem Rahmen verspannt. Vorsichtig wird das Werk von einer Schutzfolie befreit, die es sicher durch den Transport gebracht hat.

Nun kann das Dia auf die bereits hängende Unterkonstruktion des Lichtrahmens montiert werden.

Fehlen nur noch die schützende Glasscheibe …

… und die Seitenelemente des Rahmens, die den Leuchtkasten abschließen.

Schließlich reinigen der Kurier Alex Clarke aus London und die Städel-Restauratorin Ruth Schmutzler die Oberfläche des  Werks.

Jetzt darf gefilmt werden! Mit „Picture for Women“  bereichert eines der zentralen Werke von Jeff Wall die Ausstellung „Malerei in Fotografie,“ die bis zum 23. September im Städel zu sehen ist.

Ein Kommentar zu Malerei in Fotografie: Das letzte Werk wird gehängt

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