Gestern spielte sich Ungewöhnliches im neuen Städel-Garten ab: Eine Schar Kinder rannte ein Dutzend Mal lachend, jubelnd und schreiend über den grünen Hügel, dann surrte ein ferngesteuerter Helikopter – der sich wie ein Hummelschwarm anhörte – über die Oberlichter-Decke des Erweiterungsbaus. Was war da eigentlich los?
Initiatoren dieser Aktion war das Team der Frankfurter Filmproduktionsfirma Gehrisch + Krack gemeinsam mit Mitarbeitern des Städel, die zur Eröffnung der unterirdischen Gartenhallen Ende Februar einen neuen Städel-Film präsentieren werden. (Blogbeitrag vom 23.9.2011)
Zahlreiche kreative Filmideen wurden bereits umgesetzt. Für den gestrigen Dreh im Städel konnten 17 Schillerschüler, die sich mit einer großen Spendenaktion an der Bürgerkampagne beteiligt hatten, mobilisiert werden.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c gaben alles und rannten mehrfach über die begrünte Kuppel im Städel-Garten und eroberten so ihr neues Städel. Aufgenommen wurden sie dabei von einer auf Schienen fahrenden High-Speed-Kamera. Die Profi-Kamera wird unter anderem auch bei Sportübertragungen verwendet, denn schon mit 400 Bildern pro Sekunde lässt sich eine grandiose 16-fache Zeitlupenaufnahme filmen.
Im Anschluss wurden Luftaufnahmen mit der Helikopter-Kamera gedreht. Die Konstruktion wurde von dem Spezialisten Andreas Büttner selbst entwickelt. Auf einem Flugträger, der mit acht Propellern ausgestattet ist, wurde eine bewegliche Kamera installiert. Flugträger und Kamera wurden von zwei verschiedenen Personen ferngesteuert. Mit bis zu 50 km Geschwindigkeit und einem Akku-Durchhaltevermögen von fünf Minuten raste der Helikopter über die Wiese und filmte die charakteristische Oberlicht-Decke des Erweiterungsbaus aus spektakulären Perspektiven.
Fotos: Daniela Bamberger
Film: Miriam Fuchs







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