Gegenwartskunst im Städel

Zum zwitschernden Kunstwerk werden – beim Tweetup im Städel

Was kann alles Skulptur sein, wenn diese nicht aus Bronze gegossen oder aus Marmor gemeißelt wird? Packt das Smartphone oder Tablet ein und findet Eure persönliche Antwort beim Tweetup! Am Samstag, den 10. Mai 2014, um 18 Uhr führt Kuratorin Franziska Leuthäußer Twitter-User exklusiv durch die Ausstellung „Erwin Wurm: One Minute Sculptures“.

 

 

Erwin Wurm (*1954); One Minute Sculpture, 1997; c-print, 45 x 30 cm; courtesy: Centre Georges Pompidou, Paris; FRAC Limousin, Limoges; © Studio Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Erwin Wurm (*1954); One Minute Sculpture, 1997; c-print, 45 x 30 cm; courtesy: Centre Georges Pompidou, Paris; FRAC Limousin, Limoges; © Studio Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Die Ausstellung wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich: Leere Sockel und Podeste sind im Städel Garten und den Sammlungsräumen der Alten Meister und der Kunst der Moderne platziert. In Form von Zeichnungen oder kurzen schriftlichen Anleitungen werden die Besucher instruiert, 60 Sekunden lang zum Kunstwerk, zur „One Minute Sculpture“, zu werden. Der österreichische Erwin Wurm (*1954) fordert mit seinen Handlungsanweisungen auch dazu auf, die umgebenden Kunstwerke nicht mehr nur zu betrachten, sondern diese und sich selbst neu zu erfahren. Das Bewusstwerden des eigenen Körpers, dessen Möglichkeiten und Grenzen sind wichtige Aspekte im Werk Erwin Wurms, zugleich wird auf humorvolle, teils absurde Weise das Alltagsleben hinterfragt und auch die Frage gestellt, was alles Skulptur sein kann.

 

Erwin Wurm (*1954); Handlungsanweisung (Be a Dog for One Minute), 1998; Filzstift auf Papier, 29,7 x 21 cm; courtesy: private collection; © Studio Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Erwin Wurm (*1954); Handlungsanweisung (Be a Dog for One Minute), 1998; Filzstift auf Papier, 29,7 x 21 cm; courtesy: private collection; © Studio Wurm / VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 

Was könnt Ihr beim Tweetup erleben?
Folgt Wurms Aufforderungen wie „Hose lüften und überm Kopf Hände hoch“ oder „Be a Dog“ und werdet selbst zur „One Minute Sculpture“. Im Rahmen dieser Führung twittert Ihr, was Ihr erfahrt, seht, hört, und fühlt und teilt das mit Euren Followern. Der Austausch findet sowohl vor Ort mit den anderen Teilnehmern statt als auch zeitgleich mit anderen Twitterern, die von außen das Geschehen verfolgen und sich mit Fragen oder Kommentaren einbringen.

Während des Tweetups geht Kuratorin Franziska Leuthäußer darauf ein, wie Erwin Wurm seit mehr als zwei Jahrzehnten aus verschiedenen Blickwinkeln unser Verständnis von Skulptur hinterfragt. Ausgewählte Fotografien und Videos aus der Werkreihe, mit denen der Künstler seit 1997 die flüchtigen „One Minute Sculptures“ dokumentiert,  sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.

 

Was kann eine Skulptur sein, wenn sie nicht mehr aus Bronze gegossen oder aus Marmor gemeißelt wird? Fragen beim Tweetup zur Erwin Wurm-Ausstellung. Foto: Andreas Reeg

Was kann alles Skulptur sein, wenn diese nicht mehr aus Bronze gegossen oder aus Marmor gemeißelt wird? Fragen beim Tweetup zur Erwin Wurm-Ausstellung. Foto: Andreas Reeg

 

Was ist ein Tweetup eigentlich?
Ohne Twitter keine Tweetups: Der Microbloggingdienst verzeichnet über 230 Millionen aktive Nutzer pro Monat, die ihre Botschaften in maximal 140 Zeichen formulieren. Bei einem Tweetup treffen sich Twitter-User zu einem verabredeten Zeitpunkt, um gemeinsam über die besuchte Veranstaltung zu berichten. Im Städel Museum fanden bereits zwei Tweetups zu den Ausstellungen „Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst“ und „Dürer. Kunst – Künstler – Kontext“ statt.

 

Tweetup zur Dürer-Ausstellung im Städel Museum im letzten Herbst.

Tweetup zur Dürer-Ausstellung im Städel Museum im letzten Herbst.

 

Möchtet Ihr dabei sein und selbst zum twitternden Kunstwerk werden?
Aufgrund dieses exklusiven Führungs- und Ausstellungsformats ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Sichert Euch die letzten Plätze und meldet Euch via E-Mail unter socialmedia[at]staedelmuseum.de an, mit Eurem Twitter-Nickname, Eurem Vor- und Nachnamen sowie gegebenenfalls Blogadresse und Telefonnummer.

Nach dem Anmeldeschluss melden wir uns schnellstmöglich bei Euch. Falls wir die Anmeldung aufgrund der begrenzten Teilnehmeranzahl nicht mehr berücksichtigen können, bieten wir die Möglichkeit an, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Wir freuen uns außerdem über alle, die das Tweetup digital begleiten und von außen mittwittern.

Hashtag zum Tweetup: #erwinwurm
Tweetup zur Ausstellung „Erwin Wurm: One Minute Sculptures“ am Samstag, 10. Mai 2014, um 18 Uhr im Städel Museum. Im Anschluss findet ein umfangreiches Programm anlässlich der Nacht der Museen im Städel statt. 

 

 

Die Autorin Laura Geissler arbeitet im Städel Museum als Content Managerin. Sie freut sich auf die twitternden „One Minute Sculptures“ und ist gespannt, wie die lebendigen Kunstwerke ins Digitale übertragen werden.

 

 

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